Drei wichtige Fragen für dich

Gestern früh habe ich drei Fragen gestellt, die meinen Tag grundlegend verändern sollten. Diese besondere Geschichte möchte ich mit dir teilen, damit sie dich für diese Woche inspiriert.

Während meiner morgendlichen Meditation suchte ich nach einem Fokus. Spontan fielen mir drei Fragen ein, die mir in der letzten Woche immer wieder begegneten. Erst erzählte mir meine Freundin Lilli, dass sie diese Fragen immer während ihrer Morgenroutine stellt. Ein paar Tage später schaute ich mir ein Video von meiner spirituellen Lieblingslehrerin Gabby Bernstein an und auch sie warf diese drei Fragen auf. Und dann las ich die für mich inzwischen berühmten drei Fragen in dem Buch „Rückkehr zur Liebe“ von Marianne Williamson.

Sie stammen aus „Ein Kurs im Wundern“, einem metaphysischen Text, der sich mit der Hingabe an das Leben, die Liebe und das Universum oder kurz: Gott, beschäftigt. Folgende essentielle Fragen stellt der Kurs:

Was möchtest DU, dass ich tue?

Wohin möchtest DU, dass ich gehe?

Was möchtest DU, dass ich sage, und zu wem?

So saß ich da also gestern früh auf meinem Fuck Lucky Go Happy Meditationskissen und wiederholte die Wörter aus dem Kurs in meinem Kopf. Eine innere Stimme antwortete mir: „Meinst du das wirklich ernst“? Ich musste schmunzeln. „Ertappt!“. Ich merkte, dass ich das überhaupt nicht will. Mich beschlich das Gefühl, dass ich vielleicht etwas ganz anderes machen soll, als das, was ich mir bereits so schön für meinen heiligen Sonntag ausgemalt hatte.

Es war schließlich der erste wirklich freie Tag, den ich mir seit meiner Rückkehr aus Indien gönnen wollte. Erst gemütlich meine erste Kundalini-Yoga-Klasse für Dienstag vorbereiten und dann auf einen Kaffee in der Sonne mit meiner Freundin rausgehen.

Das war zumindest MEIN Plan. Was nun, wenn „DER“ etwas ganz anderes mit mir vorhat?  „Dann komme ich nur wieder in Zeitrstress mit meiner Yoga-Vorbereitung. Nein danke! Und außerdem: Wer weiß, wo der mich hinschickt und was ich dann sagen muss. Und zu wem?“, dachte es unruhig in mir.

Aber diese innere, intuitive Stimme in mir ließ nicht locker. In der Hoffnung, dass das Universum, Gott, das Leben oder wer hier auch immer die Fäden zieht, es gut mit mir meint, beschloss ich, der Sache einen Versuch zu geben. Ich fragte jetzt im vollen Ernst:

 Was möchtest DU, dass ich tue?

Wohin möchtest DU, dass ich gehe?

Was möchtest DU, dass ich sage, und zu wem?

Mich überkam ein Gefühl der Hingabe. Es war wunderschön. Ich beschloss einfach zu vertrauen, und fühlte, dass sich dieser Versuch bereits jetzt gelohnt hat.

Kaum hatte ich drei Mal laut „SAAAAAT NAAAAAM“ gesagt, meine Hände aus der Gebetshaltung gelöst und die Augen geöffnet, um meine Meditation zu beenden, folgte prompt die Antwort auf mein Gebet:

Ich erhielt eine Whats-App-Nachricht von meinem Yoga-Twin Rebecca:

Überfall. Bei uns ist es gestern superspät geworden und ich bin total platt. Kannst du das Montagsmantra schreiben?

Durch meinem Kopf hallte ein lautes „NEIIIIIIIINNNNN“!!! Ich habe mich so sehr auf diesen freien, entspannten Tag gefreut und jetzt soll ich an meinen Schreibtisch gehen und den Laptop aufklappen? „Das kostet mindestens drei Stunden Zeit“, meckerte mein Ego. Doch dann wusste ich: Diese Nachricht ist die persönliche Anmeldebestätigung für mein göttliches Liebes-Abo.

Es geht jetzt nicht darum, was ICH will, sondern was ER will, (oder ES?). Und er/es sprach ziemlich deutlich:

Ich möchte, dass du Rebecca Liebe schickst, indem du das Montagsmantra schreibst.

Ich möchte, dass du dich in ein Café setzt und es jetzt gleich tust, bevor dein Ego dich überlistet.

Ich möchte, dass du Rebecca ganz freudig und mit Liebe sagst, dass du das gerne für sie tust.

„Okeeeee!“ Gehört, gesagt, getan. Et voilà, dein Montagsmantra:

Was möchtest DU, dass ich tue?

Wohin möchtest DU, dass ich gehe?

Was möchtest DU, dass ich sage, und zu wem?

Anleitung

Dieses Mantra ist herausfordernd. Es geht um Hingabe. Es wird nur funktionieren, wenn du tatsächlich dazu bereit bist. Du wirst beim Aussprechen der Fragen spüren, wie ernst es dir ist. Wenn es dir unmöglich vorkommt, deinen Tag für etwas Größeres als dich zu opfern, ist das voll okay.

Nimm das einfach wahr und stell die Fragen bei Gelegenheit erneut. Allein, dass du das Mantra bis hier her gelesen hast, ist ein deutliches Zeichen, dass du bereit dafür bist.

Um die Fragen zu stellen, begib dich an den Platz, an dem du immer meditierst oder nutze die Gelegenheit, dir diesen Raum für dich zu schaffen. Setz dich in deine bevorzugte Mediationshaltung und nimm ein paar tiefe, lange Atemzüge. Mache die Meditation, mit der du am besten zur inneren Ruhe findest.

Wenn du noch keine eigene Meditationspraxis hast, kannst du mit dieser Meditation anfangen:

  1. Sitz aufrecht, schließe die Augenlieder und rolle deine Augen nach oben und zusammen, so, dass du auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen fokussierst.
  2. Atme in vier gleichmäßigen Zügen durch die Nase ein und in vier gleichmäßigen Zügen wieder durch die Nase aus. Mache das für drei Minuten.
  3. Jetzt lass die Augen geschlossen und spüre, ob du dich innerlich ruhiger fühlstals vorher. Falls nicht, mache noch eine Runde.
  4. Jetzt stell dir vor, dass vor deinen Augen ein weißes Fenster aufgeht. Dahinter siehst du einen strahlend blauen Himmel, es sind keine Wolken zu sehen. Nur helles, strahlendes blau. Nun stell deine Fragen sprichwörtlich in das Blaue hinein.
  5. Halte deine Augen noch geschlossen, konzentriere dich auf deinen Atem und lausche, ob sich eine innere Stimme meldet. Das passiert nicht immer gleich. Falls niemand antwortet, auch gut.
  6. Öffne deine Augen langsam wieder und starte in deinen Tag. Die Stimme wird sich melden, wenn es soweit ist. Vertraue darauf.

Ich bin ja soooo gespannt, was in deinem Leben durch dieses Gebet passiert! Teile deine Erfahrung unbedingt hier in den Kommentaren mir mir.

Shine bright and spread the light,

Deine Franziska

Foto: Auf dem Bild siehst du mich bei meiner Morgenroutine am Strand von Goa in Südindien.

8 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Erstaunlich, dass das funktioniert. Ich werde mir demnächst mehr Hilfe dieser Art holen. Von woher auch immer sie herkommen mag, ob von oben, ob aus meinem Unbewussten oder von meiner Intuition… Eine gute Methode. Danke fürs Teilen!

  2. Liebe Franziska,
    als ich gestern dieses Mantra las, dacht ich erstmal: „Mhmm, was für eine Herausforderung…“. Schließlich weiß man nie, was passiert, wenn man ein Stück weit die Kontrolle abgibt.
    Da ich aber in letzter Zeit merkte, dass meine Kopfkontrolle nicht zwangsläufig glückt und erfolgreich verläuft, ließ ich es auf einen Versuch ankommen.
    Direkt nach meiner Meditation verspürte ich zwar eine gewisse innere Ruhe, doch die „Erleuchtung des Tages“ blieb aus. Erst als ich mich heute früh wieder in der Meditation befand und dieses Mantra wiederholte, wurde mir bewusst: „Mensch, gestern ist doch etwas passiert“
    Quasi eine direkte Antwort, wenn man so möchte.
    Im Moment befinde ich mich nämlich in der „Noch-Stundenplan-Bauphase“ und bis gestern wusste ich nicht, wie ich mich bezüglich eines überbelegten Seminars verhalten soll. Schließlich erschien mir die Alternative Mittwochs von 18-20 nicht sonderlich verlockend.
    Allerdings erfuhr ich gestern in einem meinem Russischsprachkurs, dass ab MItte Mai, zu der Zeit des überlegten Seminares, ein Konversationskurs mit einer Dozentin aus Moskau angeboten wird.
    Es war eine Erhörung meiner Gebete. Wie lange schon wollte ich so gerne einen solchen Kurs besuchen, aber bis gestern schien eine Realisation in Form einer Reise nach Moskau unmöglich.
    Nun kommt der Sprachkurs zu mir und ich weiß jetzt, dass der Abendkurs, der für mich bestimmte Kurs ist, auch wenn der rationale Verstand dem widersprach.
    Danke für das Montags Mantra und überhaupt dafür, dass du und Rebecca es ins Leben gerufen habt! :)

  3. Warum Er, oder Es und nicht: Sie? ;)

    Die drei Fragen finde ich sehr schön und grade für den Wochenanfang passend – wohin wird die Reise diese Woche wohl gehen?

    Danke für die Anregung!

  4. Hi Franzi,
    ich kenne Euren blog noch gar nicht solange, er ist mir empfohlen worden als ich eine Thaiyogamassageausbildung gemacht habe und seit dem liebe ich Euer Montagsmantra:-) thanks for inspiration !!!
    Und heute fällt mir sofort beim Lesen mit einem smile meine Wochenaufgabe von „ihm“ ein: Meine Mum bei ihrer Wohnungssuche zu unterstützen – denn gerade heute hat sich da evt was ergeben … und wie Du so schön schreibst… help – da kommt tatsächlich einige Arbeit auf mich zu… aber whatever … in Liebe und Hingabe :-) glg jam

  5. oh ja … liebe Franziska … ja, ich kenne diese Fragen und ich liebe die Energie in die sich mich hinhülllen … ich gebe mich damit ans Leben hin, und das Leben trägt mich in seinen Antworten.

    Welch Geschenk. Danke für’s Weiterreichen.

    Mit einem Herzensgruß aus den Bergen Tirols
    Daniela

  6. :)))dieses Buch begleitet mich schon viele Jahre und es erstaunt mich immer, dass die Seite welche man aufschlägt die perfekte Lösung aufzeigt…. und weil ich das Buch jetzt länger nicht in der Hand hatte findet „ER/ES“ kreative Möglichkeiten mich zu erINNErN…
    ॐshantiॐ

  7. Hi Franziska,
    ich sage diese drei Fragen eigentlich täglich… ABER durch deinen Blogpost ist mir nochmal bewusst geworden, wie ernst sie auch zu nehmen sind. Man muss dann natürlich auch auf die innere Führung hören. Danke für den „reminder“!!! xoxo

  8. Liebe Franzi,
    ich musste gerade sooo schmunzeln, denn tatsächlich sind diese drei Fragen ebenfalls Teil meines Lebens geworden in den letzten zwei Wochen und ich stelle sie mir immer beim Aufwachen noch bevor ich aufstehe.

    Das herrliche – durch deinen Post konnte ich gerade erkennen, dass ich meine Antwort heute schon bekommen, bisher aber nicht erkannt habe :-)

    DANKE :-)

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