Dreams are my (Virtual) Reality: die Zukunft der Entspannung?

[Werbung] 2017: Eine Konferenz zum Thema digitale Transformation in einem Schweizer Luxushotel. 300 Teilnehmer*innen und über 40 Referent*innen, die sich in verschiedenen Workshops und Vorträgen im ganzen Hotel verteilen. Ich bin Teil des Orga-Teams, der Notfall-Kontakt. Und super gestresst.

Zum Glück gibt es im Foyer einen Stand, an dem man sich eine Virtual Reality-Brille aufsetzen und ein Auto konfigurieren kann.

Obwohl mich der eifrige Assistent dringend dazu bewegen möchte, doch mal bitte das Auto zu konfigurieren, habe ich etwas anderes vor: Ich lehne mich zurück und betrachte durch meine Brille die Bergkulisse. Für ein paar Minuten kann ich die hektische Konferenz vergessen, mein Stresslevel geht deutlich nach unten. Als mein Handy das nächste Mal klingelt, bin ich deutlich entspannter.

Entspannung durch Virtual Reality: eine gute Idee!

Das dachte sich auch die Deutsche Telekom und lancierte die Magenta VR App, mit der man nicht nur Musik- und Sportvideos ansehen, sondern sich neuerdings auch in unterschiedliche Entspannungs-Umgebungen träumen kann – vom Weltraum bis zu den bayerischen Alpen. Den Inhalt der Relax Videos liefert das Software-Unternehmen Magic Horizons, das sich “mentale Entschleunigung via VR” auf die Fahnen geschrieben hat. Suna Koppehele, die Frau eines der Gründer, ist Hypnose-Beraterin und steht den Entwickler*innen als Expertin zur Seite.

Am besten funktioniert die App mit einer High-End-Brille wie der Lenovo Mirage. Aber man muss keine 400 Euro ausgeben, um die App nutzen zu können: Alternativ lädt man die App aufs eigene Smartphone und steckt dieses in ein günstigeres Brillengehäuse. Das Gehäuse gibt’s ab ca. 25 €, zum Beispiel hier,* und die App ist kostenlos.

In viele Branchen ist VR bereits vorgedrungen.

Auf der der Gaming-Messe Gamescom ist Virtual Reality schon ein alter Hut, genau wie auf der Uhrenmesse Baselworld, wo man mit VR eine Reise durch die Geschichte der Uhrmacherei erleben kann. 2016 startete bei einem großen Fastfood-Konzern der Testlauf für Essens-Tüten, die man zu VR-Brillen umfunktionieren kann und bei Weiterbildungen können Führungskräfte virtuell durch das Fastfood-Restaurant der Zukunft laufen.

Auch für die Yoga-, Meditations- und Spiri-Branche könnte die virtuelle Realität das Next Big Thing sein.

Aktuell steckt der Prozess allerdings noch in den Kinderschuhen. Vielleicht liegt es an der bisherigen Bildqualität der VR-Geräte? Diese wird sich in den nächsten Jahren jedoch mit Sicherheit stark verbessern. Oder daran, dass wir Yogis mit Technik eher den Wunsch nach Digital Detox verbinden und nicht «sich mal eine kleine Auszeit gönnen»?

Technischer Fortschritt ist kein Bösewicht!

Viele von uns arbeiten den ganzen Tag am Computer. Ständig sind wir am Handy und verbinden damit den Zwang, immer erreichbar zu sein. Vor lauter Anti-Handystrahlung und Digital Detox vergessen wir allerdings schnell, welche Fortschritte die moderne Technik auch mit sich bringt.

Klar: Wenn ich wirklich Zeit habe, gehe ich natürlich auch lieber zu einer Yogastunde in der freien Natur. Aber wenn eine zehnminütige Pause das Maximum ist, was mein Projektmanagement-Job hergibt, funktioniert es tatsächlich sehr gut, mich mit so einem Video schnell und effizient in eine andere Welt zu beamen.

Die fünf Welten der Magenta VR App im Test

Die erste Umgebung, die ich mir aussuche, ist  “Dolphins’ Dance”. Ich tauche ab, schwimme plötzlich mit Delfinen und bin sofort völlig eingenommen. Am Anfang traue ich mich gar nicht, unter oder über mich zu schauen, aber nach und nach gewöhne ich mich daran. Es ist für mich super realistisch. Das merkt man auch daran, dass ich ständig irgendwelchen Delfinen ausweiche. Von außen sehen meine Bewegungen offenbar so witzig aus, dass meine Kolleginnen sie gleich in die FLGH-Instastory packen.

Mein Favorit aus den fünf Erlebniswelten ist “Echoes in White”, eine Fantasiewelt, die ein wenig an den Planeten Ego aus Marvels Guardians of the Galaxy erinnert.

Binaurale Musik: der beste Partner der virtuellen Realität

Ohne Musik ist die virtuelle Umgebung zwar schon entspannend, aber wenn ich die Kopfhörer an die VR-Brille oder mein Handy anschließe, hebt das die Erfahrung auf ein ganz neues Level. Das liegt an der binauralen Musik. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Auf beiden Kopfhörern werden leicht unterschiedliche Frequenzen gespielt, die das Gehirn dann kombiniert. Somit entsteht ein Surround-Sound-Effekt, obwohl man nur normale Stereo-Kopfhörer trägt. Die Schwingungen des Gehirns passen sich, ähnlich dem Puls, langsam an die Musik an – und dadurch entsteht die Entspannung. Diesen Effekt bestätigt auch eine Studie der Humboldt Universität vom November 2018. Besonders bei Delta-Wellen (Tiefschlaf, Trance) ist der Effekt sehr stark. Persönlich höre ich solche Musik gern auch mal zum Einschlafen, eine gute Playlist gibt es zum Beispiel hier.

Bin ich entspannt? Sehr. Und ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Man gewöhnt sich sehr schnell an die neue virtuelle Umgebung. Im Einklang mit angenehmer Ambient-Musik fährt mein Körper automatisch einen Gang zurück. Auch meine nicht yogabegeisterten, dafür sehr technikbegeisterten Freund*innen wollen das Programm auch einmal ausprobieren.

Dreams are my (Virtual) Reality: die Zukunft der Entspannung? 3

So kannst du Virtual Reality ausprobieren:

Zuerst: keine Sorge. Du musst dir nicht gleich eine teure VR-Brille kaufen, sondern kannst dir auch kostenlose Apps auf dein Handy laden und mit einer aus Karton gebastelten Brille – sogenannte Cardboards – ausprobieren. Bei der VR-Brille ist die Bildqualität natürlich deutlich besser.

  • Die Luxusvariante: Die Lenovo Mirage VR Brille: Kostet ca. 400 €, aber vielleicht ist dein*e Partner*in ja Gamer*in und schielt sowieso schon lange darauf?
  • Das günstige VR Headset*: Kostet nur 25 €; Hier lädt man die VR App aufs Smartphone und steckt das Handy ins Gehäuse. Die Bildqualität ist okay, vor allem, wenn man sich erstmal ausprobieren möchte.
  • Du kannst dir auch mit Karton, einer Schere und Klebeband eine eigene VR-Brille basteln. Auch hier steckst du dein Handy dazu. Eine Anleitung findest du zum Beispiel hier.
  • Die Magenta VR App gibt es für alle Smartphone-User*innen kostenlos im jeweiligen App-Store. Du kannst sie dir auch einfach auf dein Handy laden, dann auf “360°” klicken und das Handy wie ein Fenster in die VR-Welt benutzen. Ist nicht ganz so cool wie mit Brille, aber man bekommt einen guten ersten Eindruck.
  • Die Deutsche Telekom organisiert aktuell einige Projekte zum Thema VR, vielleicht hast du die Kinotour durch Deutschland mitbekommen? Was gerade so abgeht und weitere Infos zum Virtual Reality Projekt der Telekom findest du hier.
  • Und noch ein Event-Tipp für VR im Kunstkontext: Vom 07. bis 15. Juni gibt’s in Hamburg das VRHAM! Virtual Reality and Arts Festival!

Virtual Reality und Entspannung: passt das wirklich zusammen?

Ich sage: ja, eindeutig. Vielleicht ist VR eine Möglichkeit, gestresste Manager*innen zwischen Meetingraum und Business-Flug langsam an die Themen Entspannung, Meditation und Yoga heranzuführen?

Da ich bald wieder in mein kleines Örtchen in der Ostschweiz ziehen werde, meilenweit von jedem Jivamukti-Studio entfernt, freue ich mich schon auf Virtual Reality Yoga-Umgebungen.

Hast du schonmal VR ausprobiert? Was hältst du davon? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine Pia

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Fotos © Lydia Hersberger

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