Dein Mantra für mehr Flow

Stell dir vor, du wachst morgens auf und hast riesige Lust in deinen Tag zu starten. Du stellst fest, dass du ein bisschen spät dran bist, aber auf wundersame Weise fügen sich die Dinge so, dass sich alles perfekt ausgeht.

Du beginnst dein Arbeitsprojekt, stellst fest, dass es Schwierigkeiten gibt, doch anstelle von Verzweiflung und Grübeln, wie du die Sache in letzter Sekunde löst, zeigt sich die Antwort kurze Zeit später. Du gehst abends genau in dem Happy-Flow-Zustand nach Hause, wie du morgens aufgewacht bist.

Du glaubst, das ist angesichts deines Jobs, deiner Kollegen und deines allgemeinen Lebens nicht möglich?

Dann habe ich eine kleine Geschichte aus meinem Leben, die dir zeigt, wie das funktioniert.

Seit ich hauptberuflich als Lifecoach arbeite, wird das Thema „Flow“ immer präsenter in meinem Leben. Nicht nur in den Soul Sessions mit meinen Klienten, sondern auch privat wird mir mehr und mehr deutlich, wie sehr wir uns in der westlichen Welt vom natürlichen Lebensrhythmus verabschiedet haben.

Als ich vergangenen Sonntag eine liebe Freundin für eine längere Reise verabschieden wollte, war es wieder soweit:

Wir gerieten voll aus dem Flow.

Wir waren zum Mittagessen verabredet und hatten genau eine Stunde und fünfzehn Minuten Zeit, bis ihre Zwischenmieter an ihrer Wohnungstür zur Miet-Übergabe klingeln würden.

Das Café, das wir uns für unseren Abschied ausgespäht hatten, war zu unserer Enttäuschung restlos überfüllt.

Zeitstress kam auf. Jetzt noch in ein anderes Café umziehen würde locker 15 Minuten Zeitverlust bedeuten. Wir entschieden uns trotzdem dazu, denn die Wartezeit in diesem Café sah noch zeitkritischer aus.

Auf dem Weg in Richtung Café Nummer zwei, schlug ich meiner Freundin vor, den Untermietern Bescheid zu geben, dass sich die Übergabe um eine viertel Stunde verzögern würde.

Sie lehnte vehement ab, denn verabredete Termine würde sie aus Prinzip nicht verschieben. Ich gab nach und freundete mich mit einem Quick-Lunch an.

Als wir schließlich nach einem schnellen Mittagessen und strammen Schrittes überpünktlich um drei Minuten vor Zwei vor ihrer Haustür standen, erhielt meine Freundin eine Nachricht von den Untermietern, dass sie erst eine halbe Stunde später da sein würden.

Ich beobachtete, wie meine Freundin postwendend den Antwortbutton auf ihrem Smartphone betätigte und mit hochrotem Kopf in die Tasten haute.

Vorsichtig fragte ich nach, was sie vorhabe. Sie entgegnete mir mit erzürntem Gesichtsausdruck, dass sie dieser Frechheit sofort entgegnen müsse.

Ich legte sanft meine Hand auf ihre wütenden Finger, die in das Smartphone hackten und bot ihr an, ihr dabei zu helfen, sich von dieser Aktion nicht Tag versauen zu lassen.

Nachdem ich kurz in mich ging, wie ich Licht in diese Situation und ihre Wut bringen könnte, mir fiel auf, dass die Situation sich perfekt gefügt hätte, wenn wir ihr die Möglichkeit dazu gegeben hätten.

Wir hätten unserem anfänglichen Impuls folgen können und die Übergabe nach hinten verschieben können. Dann hätten wir ein entspannteres Lunch gehabt und die Mieter wären uns dankbar für den gewonnenen Zeitpuffer gewesen.

Doch da wir entschieden uns an Regeln zu halten, anstelle mit der Zeit zu gehen, kam Ärger auf, den wir uns hätten sparen können.

Zögerlich öffnete sich meine Freundin für die neue Sichtweise. Sie lächelte mich an, hakte sich in meinem Arm ein und schlug vor die gewonnene Zeit mit einen schönen Spaziergang in der Sonne zu nutzen.

Wir lachten laut über unsere menschlichen Beschränktheiten.

Und darüber, wie wir uns durch anerzogene „Do’s“ und „Dont’s“ manchmal selbst einengen und wie sehr wir doch versuchen das Leben zu kontrollieren anstelle Seite an Seite mit ihm zu gehen.

Lass dich von dieser Geschichte für eine Woche mit mehr Flow inspirieren. Wie immer hilft dir dein Montagsmantra dabei:

Ich bin mir bewusst, dass ich das Leben kontrollieren will. Gleichzeitig bin ich entschlossen, die Kontrolle an das Leben zurückzugeben und mich seinem Takt zu fügen. Leben, zeig mir, was du mit mir vor hast!

Wenn du dich stark von diesem Thema angesprochen fühlst oder es sogar ablehnst, deine Pläne zu lockern, wiederhole das Mantra am besten jeden Morgen nach dem Aufstehen. Es wird dich in allen Situationen, die nicht nach deinem Plan laufen entspannen.

Das müssen keine Zeitpläne sein, sondern können auch Urlaubspläne sein, die ins Wasser fallen oder ein Date, dass sich dagegen entscheidet, dich ein zweites Mal zu treffen.

Mach dir immer wieder klar, dass nicht du es in der Hand hast, sondern das Leben. Dass es dir Erfahrungen bereitstellt, die du machen sollst, um zu wachsen. Sobald du dich diesem Erfahrungsfluss hingibst, kommst du wieder zurück in den Flow.

Ich brenne zurzeit regelrecht für das Thema „Flow“. Deshalb gebe ich am 14. November einen eineinhalbstündigen Talk zu diesem Thema bei SPIRIT IN THE CITY IN HAMBURG. Ich teile ausführlich meinen eigenen Weg in Flow mit dir und führe dich durch mein kugelsicheres 3-Schritte-Programm. Alle Infos und Anmeldung hier.

Am 17. November coache ich dich in einem zweieinhalbstündiges Abendseminar in Berlin durch mein 3-Schritte-Programm. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Leute beschränkt. Noch sind Plätze frei. Alle Infos und Anmeldung hier.

Und wenn du in diesem Jahr noch ein letztes Mal Kundalini Yoga mit mir machen möchtest: Meine letzte Klasse findet morgen Abend in Berlin-Mitte statt. Noch sind 3 Plätze frei. Was ich danach mache, erfährst du im Nächsten Montagsmantra. Alle Infos und Anmeldung zur Klasse hier.

Ich freue mich, dich auf einer der Veranstaltungen live zu treffen und dir in den Flow zu helfen.

Sat Nam und shine bright

Deine Franziska

3 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Guten Morgen Franziska,

    danke Dir für diesen wunderschönen Artikel, und das wir Leser teilhaben durften an einem lehrreichen privaten Moment. Nur allzu oft erlebe ich es ebenfalls, dass die Menschen nicht rücksichtsvoll mit sich und ihrer Energie umgehen, und das Leben uns dann anderes lehrt. Schön, wenn man dann jemanden in der Nähe hat, der einen auf dieses Situation und ein angemesseneres Handeln im Sinne der eigenen Wertschätzung aufmerksam macht.

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart.

    Torsten

  2. Ach schön ist es, das zu lesen, Franziska!
    Ich finde, die schönsten Tage und Begegnungen hat man, wenn man sich treiben lässt. Das heißt ja nicht, dass man keinerlei Verpflichtungen nachgehen muss, aber inzwischen versuche ich auch, die Kontrolle etwas öfter abzugeben, Möglichkeiten zu ergreifen, die sich mir bieten und einfach nicht mehr wegen Kleinigkeiten wütend zu werden und mir den Tag verderben zu lassen. Denn dazu ist die Kleinigkeit ebne zu klein und der Tag zu lang und das Leben zu schön :)
    Liebe Grüße,
    Kathi

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