Body Acceptance: Wie du deinen Körper zurückeroberst

Momentan stehe ich im Wettbewerb mit mir selbst, um meine tägliche private Screentime unter zwei Stunden zu halten. Wenn ich doch mal etwas auf meinem momentan recht stillen Insta-Account poste, dann Bikinifotos. Nee, keine perfekt inszenierten Bilder, auf denen ich mich vorteilhaft an einem einsamen See räkle, dabei top ausgelichtet bin und eine hippe Swimwear Brand verlinkt ist.

Vielmehr Alltagsschnappschüsse aus dem Freibad mit Pommes in der einen Hand und Radler in der anderen, auf denen ich daneben gucke und meine Speckröllchen, Dehnungsstreifen und trashigen Tattoos prominent in Szene gesetzt sind.

Ist doch ein alter Hut, die Sache mit der Körperakzeptanz, dachte ich.

Es gibt doch so viele Vorbilder in Sachen Body Positivity, diese Insta-Stories könnte ich mir sparen. Das ist mein alter Glaubenssatz, der sich freundlich zurück meldet: “Ich habe doch nichts zu sagen, was für andere von Bedeutung sein könnte!” Nicht gerade ein einfaches Ding, dieser Glaubenssatz, wenn man von Beruf Yogalehrerin und Redakteurin ist – aber das ist ein anderes Thema.

Die Resonanz auf meine unbedachten Schnappschüsse war jedoch unerwartet groß und durchweg positiv. “Genau das musste ich heute sehen”, “Danke, dass du das geteilt hast”, oder “diese Akzeptanz fällt mir momentan soo schwer” sind nur einige der Antworten, die ich erhielt. Das bestärkt mich darin, diesen Text zu schreiben.

Während ich nämlich sowohl auf Insta, als auch im analogen Miteinander groß darin bin, Selbstliebe zu predigen, sieht es bei mir selbst eher mau aus.

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Körper an sich finde ich unglaublich faszinierend und auch, wie unterschiedlich wir gebaut und proportioniert sind. Wie langweilig, wenn wir alle gleich wären! Von daher entdecke ich an so ziemlich jedem Menschen, der mir begegnet, etwas, das ich schön finde.

Außerdem bin ich wirklich gut darin, meine Freund*innen zu bestärken, das knappe Top anzuziehen, in das sie sich nicht recht trauen, sie generell zu empowern und zu zelebrieren. Meine Freundinnen sind für mich die schönsten Menschen auf dieser Welt. Doch das Verhältnis zu meinem eigenen Körper schwankt wie eine Sinuskurve: Mal fühle ich mich in Ordnung wie ich bin, mal ist es mir egal, mal herrscht komplett Land unter in Sachen Körperliebe.

Denn auch ich würde heimlich gerne dem normschönen Ideal entsprechen – schlank, grazil, feingliedrig.

Oft ist die Sommerzeit für mich eine Zeit, in der die Vergleiche mit anderen krankhafte Züge annehmen. <…

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