Be the Change: Die YogaConference Germany in Köln

Ich muss diesen Bericht mit einer Wahrheit beginnen, die man nicht unbedingt gleich mit Yoga in Verbindung bringt:

Ich habe auf der YogaConference gefeiert und getanzt bis zum umfallen, denn die Stimmung war einfach fantastisch!

Aber nicht nur das: Ich habe intensiv praktiziert, großartige Menschen getroffen, ein echtes Aha-Erlebnis gehabt und bin tatsächlich verändert aus diesem wunderbaren Wochenende gekommen. Was passiert ist? Faszinierende Interviews, wundervolle Yogastunden, z.B. mit Chris Chavez, Katchie Ananda und Christina Lobe, Zeit mit meinen Lieblingsmenschen, echte Begegnungen und jede Menge Glitter.

Glitter? Jawoll, und zwar reichlich.

Auf der Eröffnungszeremonie verteilte Nicole Bongartz in ihrer Klasse nicht nur reichlich gute Laune, Freude und Aufrichtung, sondern aus einem großen Beutel auch jede Menge Glitter. Ich liebe das Praktizieren in so großen Gruppen. In einer solchen Kula wie am Freitag Abend in der Eröffnungszeremonie kann man sich im besten Falle aufgehoben und getragen fühlen, die Energie der anderen potenziert noch einmal die eigene Energie – genau das ist passiert und das war einfach großartig. Nach einer wirklich stressigen Arbeitswoche war es auch genau das, was ich gebraucht habe: Spaß und Leichtigkeit.

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Chris Chavez © Yogaconference Germany

Freudig und zweifelsfrei Terrain entdecken mit Chris Chavez

Beschwingt ging es am nächsten Morgen zum Interview mit Chris Chavez und in seine Yogastunde. Die Klasse: Einfach toll. Chris hat das Talent, andere so einzufangen und zu führen, dass einfach kein Raum für Zweifel da ist.  Außerdem ist er funny as hell. Auch bei mir, die Umkehrhaltungen tendenziell eher kritisch gegenüber steht, macht er Unmögliches möglich: Unterarmstand auf nur einem Unterarm und mit der anderen Hand auf Fingerspitzen? Klar, mache ich, wenn Chris sagt, dass das geht!

Im Savasana in Chris‘ Stunde hatte ich auch ein echtes Aha-Erlebnis: Ich war vor zehn Jahren noch total unsportlich mit diversen körperlichen Herausforderungen (Rückenschmerzen, der rechte Arm schlief von alleine ein, gebückte Haltung, undundund…). Ich werde nie eine Meghan Currie sein, aber ich habe meinen Körper in dieser Stunde so wahnsinnig geliebt, dass er überhaupt so tolle Sachen probieren kann, dass er mich so zuverlässig durchs Leben trägt und sich im stetigen Wandel weiterentwickelt. Das ist wunderbar!

Im Interview zeigte sich Chris Chavez ehrlich und authentisch, erzählte von seinem besten Fehler, den er je gemacht hat: Seine Heirat mit seiner nun bald von ihm geschiedenen Frau. Die Heirat, die er absolut nicht bereut hat, denn es war eine der großartigen Erfahrungen, die ihn wahnsinnig haben wachsen lassen und ihn zu dem werden lassen, der er ist und dafür ist er dankbar. 

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Transformation mit Octavio Salvado

Auch mit Octavio Salvado durfte ich eine sehr spezielle Stunde erleben. Energetisch, transformierend und zwar so, dass ich mich richtiggehend davon erholen musste. Es gab einen Moment in seiner Klasse, da hatte ich das Gefühl, ich hätte zwei Feuerbälle in meinen Handinnenflächen. Einfache Asanas wurden sehr lange gehalten und mit energetischen Übungen verbunden. Definitiv hat er etwas im Inneren der Menschen bewirkt, viele waren danach ganz still, denn durch diese intensive Praxis setzte er Transformationsprozesse in Gang.

Im Interview zeigte er sich ernst, reflektiert und in großer Liebe zu seiner Muse und Freundin Emma. Seine Inspiration holt er sich aus den klassischen Schriften, seinen Lehrern wie Rod Stryker und auch von den Lehren Jesu. Spannend!

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Christina Lobe © Hanna Witte

Lotus Love mit Christina Lobe

Christinas Stunde war genau das, was ich zum Abschluss brauchte. Eine sanfte Hüftöffner Stunde in der Christinas Werte, die sie mir zuvor im Interview verriet, zum vollen Ausdruck kamen: Wahrhaftigkeit, Transparenz und jedem einzelnen seinen Wert aufzuzeigen. Ich bin ja von ganzem Herzen Anusari und Christina schafft es mit ihrer ruhigen, konzentrierten Art einen ohne jede Anstrengung immer weiter gehen zu lassen, bis man sich plötzlich im liegenden Lotus wiederfindet.

Außerdem hat sie dieses innerliche Leuchten und eine leise Freude, die einen sofort einnimmt und die Yogastunde zu etwas sehr leichten, fast ätherischen macht. Einfach wunderbar! Tatsächlich fühlte ich mich so leicht, dass ich Samstag Abend auf der Party der YoCo bis 2:30 Uhr durchgetanzt habe.

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Katchie Ananda © Hanna Witte

Sweet Fruits of Practise mit Katchie Ananda

Müde, aber glücklich durfte ich am Sonntag mit der großartigen Katchie Ananda praktizieren, die ich ebenfalls schon am Vortag zum Interview getroffen hatte. Katchie beeindruckt mich. Ihre Tiefe, ihre Spiritualität, ihre Erfahrungen in der Meditation und mit Schamanismus – diese Frau ist einfach the real shit.

In der Stunde bei ihr war es weniger die Yogapraxis, sondern ihr Talk, der sich durch die Asanas tief in meinen Körper verankerte. Es gab einen Moment, da war ich wie elektrisiert, hatte an meinem ganzen Körper Gänsehaut – kurz danach erklärte Katchie, es seien ganz viele gute, kleine Spirits in dem Raum, die angelockt worden wären, durch die Süße unserer Praxis. Zufall?

Katchies Unterricht ist eine große Inspiration und für Sätze wie

„You don’t have to get rid of your Ego. It doesn’t need to be bigger or smaller, it just needs to be a little bit fluffy.“

liebe ich sie und hoffe, bald wieder mit ihr praktizieren zu können.

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© Hanna Witte

You are the change!

Für mich nehme ich aus der Yogaconference Germany eine Erkenntnis mit: Dass ich schon der Wandel bin. Jede Sekunde, mit jeder Entscheidung die ich treffe, habe ich das Potenzial, immer wieder neu zu kreieren.

Ich kann mich entscheiden, ob ich mich fertig machen möchte, weil mein Urdhva Dhanurasana eher an ein Servierwägelchen erinnert, oder mich feiern, weil meine Arme mich tragen. Ich kann mich entscheiden, mich zu verschließen oder ganz in die wundervolle Energie dieser Kula, dieser Familie der YogaConference, einzutauchen.

 

Denn das ist, was die YogaConference schafft: es ist vielmehr als eine Konferenz.

Es ist ein Zuhause und für eine immer größer werdende Familie. 

Titelbild von Octavio Salvado © Hanna Witte

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