Auf Wiedersehen, Yogi Bhajan: Kundalini Yoga abseits des Mainstreams

Kundalini Yoga hat in den letzten Jahren einen beinahe irrwitzigen Zulauf erlebt. Mittlerweile hat es fast jeder Yogi zumindest einmal ausprobiert und ist entweder hängen geblieben und schwört darauf oder hat ein wenig die Nase gerümpft und höflich „nahhh, ist nichts für mich“ gesagt. Grund für Letzteres liegt zumeist hier:

Wir haben Kundalini Yoga synonym für „Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan“ gesetzt.

Und dabei völlig vergessen, dass es noch andere Traditionen gibt. Tempo bezeichnet ja auch nicht alle Taschentücher-Sorten. Yogi Bhajan, der Kundalini Yoga im “Westen” verbreitet hat, hat Eigenheiten eingebracht, die eben einige abschrecken. Und andere anzieht wie die Motte zum Licht. Wie die westlich geprägte Kundalini-Yogaszene genau aussieht, hat Franziska im Yoga Arten Finder prima zusammengefasst.

Aber es existiert auch ein Kundalini Yoga, das anders ist und ohne weißes Baumwollgewand und Turban funktioniert.

Vor ein paar Jahren stieß ich in Südindien selbst das erste Mal auf Kundalini Yoga. Die Lehrerin war Britin und unterrichtete Bhajan-konform in strahlendem Weiß die selbstsuchenden Westtourist*innen in schöner Garten-Atmosphäre. Ich war eine davon und ich habe es geliebt. Die Verrücktheit. Den spirituellen Tiefgang. Den ausgeprägt psychosomatischen Ansatz. Die Musik. Wunderbar.

Entgegen meiner Pläne entschied ich, einen Monat länger zu bleiben und von Devi zu lernen. Ich machte mir nicht so viele Gedanken, woher die Kriyas kamen, warum alle in weiß gekleidet waren und was die lustige Sprache zu bedeuten hatte. Der einschlagende Effekt der Übungen und die Leidenschaft, die ich dabei empfand, waren mir genug.

Als ich später nach Berlin zog, ließ ich mich zur einer Kundalini-Yogalehrerin ausbilden.

Wenn ich ehrlich bin, trübte meine Ausbildung meine Liebe zum Kundalini Yoga.

Ich begann zu begreifen, wie rigide dieses System war, das wir da lernten. Und warum so manche*r lieber Abstand davon nimmt.

Kundalini Yoga trifft Sikh-Dharma

Yogi Bhajan war ein in Indien geborener Sikh, der in den 70ern nach Nordamerika fuhr und dort dem Westen eben nicht nur Kundalini Yoga, sondern auch seine Glaubensrichtung brachte. Denn die äußere Kundalini-Codierung mit den weißen Kleidern, Turbanen, silbernen Armreifen und den lang gewachsenen Haaren entstammen dem Sikhismus.

Das ist eine recht junge Religion aus dem 15. Jahrhundert, die ihre Wurzeln gleichermaßen in Indien findet. Sicherlich haben wir für all das inzwischen spiri-neutrale Erklärungen gefunden (weiß ist die Farbe der Aura, der Turban schützt vor ungewolltem Energieverlust, der Armreif erinnert an unseren Weg, die Haare sind feine Energieantennen) und trotzdem eckt der teilweise unreflektierte Umgang damit, in Form von blinder Imitation, an. Und ist der Grund, warum viele hinter der Kundalini-Szene eine Art Sekte vermuten und lieber Land gewinnen.

Viele mögen sagen, dass abseits des Dresscodes der Sikhismus keine große Rolle spielt, allerdings bedienen wir uns nicht nur der Sikh-Sprache Gurmukhi und chanten diese, sondern huldigen auch den Sikh-Gurus und verbinden uns vor jeder Kundalini-Stunde mit der sogenannten goldenen Linie der Sikhs.

Der Sikhismus ist permanent präsent.

Nun kann man anmerken, dass es mit dem Sanskrit und den hinduistischen Göttern wie Shiva und Co. in den anderen Yoga-Richtungen nicht anders ist. Dass wir uns mit Mala-Ketten behängen, Blumen des Lebens eintätowieren lassen und auch aufgehört haben Schwarz zu tragen. Und das stimmt. Wofür ich plädiere, ist eine klare Differenzierung, eine Bewusstmachung der Herkunft solcher Charakteristika; und vor allem: dass daraus kein Muss, kein Dogma entsteht, sondern eine Freiwilligkeit bleibt.

Ich aber musste zu Beginn meiner Ausbildung unterschreiben, immer in weißen Naturmaterialien und mit Turban zu unterrichten. Hmm.

Erleuchtung auf Rezept

Eines der größten Merkmale des Kundalini Yoga nach Bhajan sind die festgelegten Übungsabfolgen und Meditationen, die verschiedene Resultate fördern sollen, genannt Kriyas. Eine präzise Anleitung und Wegbeschreibung zum höheren Selbst – sogar mit exakten Zeitangaben.

Erleuchtung auf Rezept sozusagen. An dem wir um Himmels willen auch nichts verändern dürfen. Ansonsten sei für nichts mehr garantiert und es wird diese berühmt-berüchtigte Gefahr des Kundalini Yoga angedeutet. Im Grunde ein Suggestions-Prinzip á la „Tu dies und es bewirkt das.“

Vieles in der (Spiri-)Welt läuft so ab und ich glaube wir stehen insgeheim alle ein bisschen drauf.

Es ist eben so wunderbar bequem und irgendwie sicher, wenn uns jemand vorher sagt, welche Frucht aus welchem Samen in welchem Zeitraum entsteht. „Mach 40 Tage diese Meditation und all deine Selbstzweifel werden verflogen sein.“ Gekauft! Klar ist das geil. Irgendwie.

Die Kraft von Suggestion ist groß und funktioniert auch häufig. Nur machen wir uns dabei eben auch abhängig, weil wir etwas blind übernehmen und die Eigenverantwortung am Eingang abgeben. Außerdem steht Suggestion der tantrischen Tradition, aus der Kundalini eigentlich kommt, völlig quer. Denn da geht es um unser ureigenes Erleben, das spontan aus erwartungsfreier Offenheit und Erfahrungsleere entsteht.

Die Reinheitsgebote des Yogi Bhajan

Die Regeln sind zahlreich. An den Kriyas darf also nichts verändert werden. Und auch nichts mit hinein genommen. Solltest du eine Aufwärmübung aus einer „artfremden“ Schule machen wollen (was schon ein halbes No-Go ist), dann nur vor dem Schutzmantra, das wir zu Beginn jeder Klasse chanten. Denn dies gilt ausschließlich für die eigenen Lehren.

Und um die möglichst rein zu halten, so sind wir dazu angehalten, unsere individuelle Persönlichkeit in der Lehrtätigkeit völlig aufzugeben. Mit einer Fünf-Finger-Geste schwören wir, weder Mann, noch Frau, noch eine Person, noch wir selbst (!) zu sein. Sondern einzig und allein Lehrer*in.

Musik sollte im Übrigen auch nur sehr sparsam verwendet werden, das könnte ablenken und die Lehre emotional trüben. Und wenn, dann nur aus der Gurmukhi-Kundalini Musikszene. Was entsteht, ist ein ganzer Katalog an Richtlinien, die entscheiden ob man jetzt Teil des Kundalini Sanghats ist oder eben nicht. Ein Prinzip, das man schon lange kennt und das interne Gruppendynamiken durch Abgrenzung nach Außen stärkt.

“Yogi Bhajan” ist zu einer Art Gütesiegel geworden, damit wir sicher sein können, dass das Kundalini Yoga, zu dem wir da gehen, “gut” ist. Leider ist es aber sowieso das einzige und alternatives Kundalini Yoga in Deutschland eine echte Rarität!

All diese Exklusion, Tradition und Rigidität haben mich so traurig gemacht und ich sehnte mich nach einem ursprünglich tantrischen Kundalini:

Inkludierend, unvoreingenommen und non-dual, ohne “so und so nicht”. Es musste da doch noch was anderes geben! Ich fragte mich, wie Kundalini Yoga wohl vor Yogi Bhajan und dem Sikhismus aussah. Als ich eine Schule in Nordindien fand, die traditionelles Kundalini Yoga anbot, beschloss ich, fremd zu gehen und fuhr hin.

„Weder religiös, noch spirituell. Sondern natürlich.“

Diese Worte schrieb unser Philosophie-Lehrer zu Beginn der vierwöchigen Ausbildung an die Tafel. Das war wirklich der beste Start, den ich mir vorstellen konnte. Ich wusste, ich war hier richtig. Und tatsächlich wurde mein größter Kundalini-Bauchschmerz geheilt und vom Dogma befreit.

Denn bereits in der ersten Woche imitierten wir Schüler*innen brav die vorgezeigten Asanas, als wir fließend in eine Meditation geführt und gefragt wurden: „Was macht das mit dir?“ – Hoppla, Investigation auf eigene Faust! Es war an uns, ohne Spickhilfe und Souffleuse unsere ganz eigene Antwort zu finden.

Wir lernten, unseren Energien ohne Souffleuse auf den Zahn zu fühlen.

Und wie zaghaft wir alle waren! Etwas Falsches sagen zu können. Nicht die richtige Antwort zu haben. Es war bestürzend. Und so was von nötig. Das Selbstvertrauen weiter aufbauend waren wir ab Woche drei dann aufgefordert, zu den verschiedenen Energiezentren selbst stimmige Bewegungen und Chants zu finden. Sprich, eigens Asanas und Mantren zu wählen – aber auch zu erfinden! Kriyas zu kreieren. Wahrhaft schöpferisch im Hier und Jetzt in aller Individualität unseren Energien auf den Zahn zu fühlen. Es war stark, inspirierend und beflügelnd. Ich spürte meine Liebe zum Kundalini neu entfachen.

Außerdem war die Schule innerhalb der Zeit mega bemüht, uns unserem wahren Kern nahe zu bringen; nahm sich für jeden persönlich Zeit und arbeitete individuell mit uns an unseren Stärken. Und motivierte uns entgegen der deutschen „Sei so neutral wie ein Butterbrot“-Politik, diese in unseren Unterricht einfließen zu lassen.

Und während ich meine Abschlussklasse dem Thema „Love-making with the universe” widmete, sang Sarah ihre eigenen Songs und Ian brachte seine Kristalle mit. Es war so unglaublich schön, auch während des Lehraktes alle in ihrer Leidenschaft und Authentizität blühen zu sehen! Bitte mehr davon.

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Was ist Kundalini Yoga jenseits von Yogi Bhajan denn nun genau?

Kundalini Yoga ist das Yoga des Bewusstseins. Alle Kundalini Praktiken widmen sich dem Chakren-System und versuchen dieses zu harmonisieren und zu verbinden. Ziel ist, die im Muladhara (dem Wurzelchakra) schlummernde Schlangenenergie, die mit Shakti assoziiert wird und für die Schöpfungskraft steht, nach oben zum dritten Auge zu lenken, um sich dort mit Shiva zu vereinigen, dem höchsten Prinzip der Bewusstheit.

Der ganze Akt an sich ist ein kosmisches Liebemachen.

Es ist ein inklusives System, das aus dem Tantra kommt und Asana mit Meditation und Mantra-Gesang verbindet. Deswegen wird es auch häufig liebevoll als die „Mutter des Yoga“ tituliert. Wobei es in der 1.0 Kundalini-Version gar keine Asanas gab. Es war genauso wie jeder andere Yoga-Pfad vornehmlich eine meditative Praktik, die keine körperliche Bewegung einbezog, sondern lediglich die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Energiepunkte lenkte.

Erst so ab dem 12. Jahrhundert geriet Yoga wortwörtlich in Bewegung. Und da Hatha Yoga die älteste der Asana einbeziehenden Praktiken ist, war und bleibt Kundalini Yoga im Grunde nichts anderes als ein fortgeschrittenes Hatha-Yoga, das die Erleuchtung über den Energieweg zu erlangen versucht. Jede bewusste energieforcierte Praktik ist bereits Kundalini Yoga und muss weder fixen Bewegungen oder Abläufen folgen, noch eine bestimmte Sprache sprechen!

Ich lehne mich sehr weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass Yogi Bhajan diese sehr typischen dynamisch-bewegten Kundalini-Asanas erfunden hat.

Ich weiß. Aber ich glaube nicht, dass er uns das urtraditionelle Kundalini Yoga aus den Höhlen des Himalaya brachte. Erstens da dieses ja auf keinen Fall mit dem Sikhismus verwandt gewesen sein kann und zweitens, da ohnehin mittlerweile immer mehr Stimmen laut werden, die nachweisen, dass das Yoga wie wir es heute kennen, in all seiner superkörperlichen Betonung seinen Ursprung tatsächlich in Europa findet und sich vor gerade mal 100 Jahren mit Indien gegenseitig befruchtete.

Yogi Bhajan war ein kluger Mann, der damals begriff, genauso übrigens wie Osho, was der Westen brauchte.

Ein bewegungsreiches System gepaart mit Spiritualität und Glaubenssätzen, das uns helfen sollte mit all unseren unterdrückten Gefühlen umzugehen.

Denn während wir zwar prima denken, effizient arbeiten, Lösungen finden und Komplexitäten erörtern können, wurde uns nicht beigebracht, mit Emotionen umzugehen. Außerdem sind wir zu Sesselpupsern geworden, die den ganzen lieben Tag rumsitzen und nicht aus ihren Köpfen raus kommen. All das hat uns sehr unglücklich gemacht und frustriert. Also brachten die beiden uns ein Ventil, die Seele zu läutern und zu reinigen: Anleitungen, Chaos und Bewegung, um unsere Köpfe auf mute zu schalten, Mantren und Meditationen, um unsere Herzen wieder zu füllen.

Sie brachten uns Katharsis.

Und ich finde es macht es nicht schlechter. Yogi Bhajans Kundalini Yoga ist kraftvoll, die Effekte nicht zu leugnen und seine Philosophien inspirierend. Ist doch großartig. Und ich habe mich damals verliebt und werde immer dankbar dafür sein. Ich bin lediglich für einen bewussteren Umgang mit Kundalini Yoga.

Wir müssen verstehen, dass Yogi Bhajan eine Schule ist, und nicht die komplette Tradition.

Es gilt, Hintergründe zu begreifen, Dinge beim Namen zu nennen – und ja, es vielleicht auch ein wenig mehr zu öffnen und Alternativen aufzuzeigen.

Es ist wie mit vielen der Guru-Yogas: Wir sind so durstig nach immanenter Bedeutung und wollen nichts lieber als glauben. Dass alles einen Sinn hat. Dass alles gut wird. Und wir wollen, dass uns jemand sagt, was wir tun müssen. Und so klammern wir uns an eine Vaterfigur, streben nach seiner Anerkennung, befolgen die Regeln und imitieren den Bewunderten.

Aber wir müssen uns emanzipieren.

Aufhören Kinder zu sein und, wie Erich Fromm gesagt hätte, den Papa in uns selbst finden. Unseren eigenen Weg gehen. Lehrer und Gurus sind hervorragende Inspirateure und Influencer. Sie sind unsere Wegschilder und super wichtig. Aber wir dürfen den Menschen nicht mit der Lehre verwechseln, wie Buddha gesagt hätte, und dürfen wieder selbstverantwortlich forschen und entdecken.

Sat nam. So Hum. Aho und ahoi.

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34 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Katha Keli,
    vielen Dank für diesen Beitrag!
    Ein wenig geht es mir wie Dir. Einerseits fasziniert mich das Kundalini-Yoga und andererseits schreckt mich die Zentrierung auf Yogi Bhajan ab. Vermutlich weil ich generell ein Problem mit absoluten Autoritätsansprüchen und Dogmatik habe. Turbane und Zauselbärte strebe ich nicht an, aber die Wirkungen einiger Kriyas oder Meditationen ist sehr beeindruckend.
    Wenn es tatsächlich ein Kundalini-Yoga jenseits von Yogi Bhajan gibt, wo findet man es, wenn man nicht gerade durch Zufall über eine nordindische Yoga-Schule stolpert?
    Irgendwie denke ich, selbstbestimmt Kriyas nach Gefühl zusammenstellen wäre eventuell eine Möglichkeit? Also für die Anhänger der reinen Lehre genau das was gar nicht sein sollte. Reine Lehre führt für mich oft zu reiner Leere. Damit hätte ich also kein Problem.
    Aber offenbar gibt es ja noch mehr Menschen, die das Schöne und Gute gerne etwas öffnen würden oder offener damit umgehen wollen?

    1. Lieber Jörg,

      vielen Dank für deine Zeilen. Und ja; ich glaube tatsächlich eben auch, dass ein individuelles Zusammenstellen der Übungen und Haltungen (auch abseits der Matte) der Weg zum eigenen Yoga ist. Erst lernen wir die verschiedenen Tools und dann hauchen wir ihnen unser eigenes Leben ein :)

      Sei ganz herzlich gegrüßt,
      Katharina

  2. Zumindest sehe ich hier Einigkeit in der Hinsicht, dass sich sowohl die Verfasserin des Artikels wie alle anderen Kommentatoren der enormen Wirksamkeit des KY bewusst sind. Zusammenhalt und Einigkeit ist doch auch das wichtigste. Jeder soll seine Meinung sagen können ohne das danach gleich gegenseitig herumgegiftet wird. Irgendwie passt das nicht zusammen. Deshalb finde ich gerade Daniela ihren Kommentar sehr schön und liebevoll geschrieben.
    Ich habe KY Yoga auch so erleben dürfen, dass immer wieder darauf hingewiesen wurde, selbst zu überprüfen nicht blind in etwas hinein zu rennen und in seinem eigenen Tempo gehen zu können. Obwohl ich immer gern schwarz getragen habe, fühlt sich weiß einfach schöner an. Ich kann es spüren.. aber auf Muster und Farben werde ich nicht verzichten. Dies hat auch noch nie jemand verlangt. Vielleicht hat sich der oder die ein oder andere selbst zu viel aufgelegt und einfach alles ohne denken übernommen das liegt dann aber in und bei der Person selbst.
    Ich bin gespannt wie es in der comunity weiter geht und bin selbst etwas traurig über die Spaltung. Vielleicht tut sich jeder gut daran zunächst das Thema ganz in sich selbst zu verarbeiten. Eventuell gibt es dazu verschiedene Facetten oder Phasen die durchlebt werden müssen oder wollen. Es gab schon einen großen YB Kult aber selbst er sagt: “verehrt nicht mich sondern die Lehren.” Die Menschen die ihn sehr verehrt haben fallen nun eventuell besonders tief. Die Wahrheit soll und wird nun ans Licht kommen und das ist richtig und gut so. Auch das hat YB gesagt. Es wird nichts mehr zu verstecken geben. Insofern man AG
    an karma glaubt wird sich diese Ungerechtigkeit auflösen und das passieren was zur Heilung notwendig ist.
    Deinen Bericht über die etwas andere kundalini Yoga Erfahrung fand ich interessant und danke fürs teilen. Wer weiß schon wie es früher ursprünglich war. Ich selbst würde aufgrund der hohen Potentiale von KY nicht die kriyas ändern.
    Ich habe was spiritualität angeht einige andere Dinge probiert und finde in allem einen Reiz und tollen Kern. Das Hauptaugenmerk liegt für mich auf dem KY. Dennoch werde ich alles probieren Insofern es mich interessiert. Das Ziel ist das gleiche nur der Weg ist anders.

  3. Liebe Katharina, die Essenz deines Artikels…da bin ich voll bei dir. Wir sollen natürlich sein und immer wir selbst.

    Es ist sehr krass, was da gerade in der Community passiert und wir brauchen denke ich nicht darüber zu sprechen in was für einem Schweregrad sich solche Vorwürfe befinden.

    Ich weiß jeder möchte sich dazu äußern, aber du bis hier auch in der Öffentlichkeit und ich finde es etwas schwierig mit welcher Sicherheit du KY (nicht YB!!) anzweifelst. Wenn du KY praktiziert hast, dann hast du auch seine Wirkung gespürt denke ich? Und es ist eine Arbeit an den Chakren/Enrgiezentren des Körpers. Die Chakren, deren Eigenschaften und die Aktivierung und Auswirkung derer auf den Organismus und unser mentales und Körpersystem hat sich nicht YB ausgedacht, obwohl er Variationen und seine eigene Struktur eingebracht hat. Ich bin ein Mensch der sicherlich sehr Eigenwillig ist und alles mit sehr (manchmal zu viel sogar) Verstand hinterfragt. Ich wurde niemals dazu gezwungen weiß zu tragen oder einen Turban, ich habe diese Dinge in meinem Tempo selbst erkundet und weder meine Lehrer noch andere Kundalini Yogis haben mich jemals verurteilt, wenn ich das nicht getan habe. Ich erinnere mich auch, dass in allen Lehrbüchern (ich bin selbst KY-Lehrerin) stand, dass es sich für dich stimmig anfühlen soll…). Ich habe die Empfindung, dass hier viele Dinge vermischt werden. Deshalb ist es doch von Vorteil auch andere spirituelle Praktiken zu kennen, um manche Strukturen und ihre Daseinsberechtigung zu verstehen.
    Eine” Verwässerung” von spirituellen oder egal welcher Art Praktiken ist nicht nur im KY sondern auch beispielsweise beim Vipassana oder buddhistischer Meditation nicht sinnvoll. Wenn du dich damit ausgiebig auseinandergesetzt hast, dann kennst du deren Wirkungsweise und weißt wahrscheinlich, dass der Aufbau einer Mettameditaiton aus dem Buddhismus oder der Umgang mit aufkommenden Gedanken bei einer Vipassana eine bestimmte Funktionsweise haben, die auch eine Daseinsberechtigung haben. Dass man dort nicht als Neuling beispielsweise rumdoktern soll, weil auch einfach die Erfahrungswerte fehlen finde ich zum Beispiel absolut nachvollziehbar, weil wir hier auf sehr intensiven energetischen, psychologischen und emotionalen Ebenen (ohne jetzt spezifische auf YB und KY zu gehen) arbeiten. In jeder Übung wird von einem guten Lehrer immer dazu gesagt, “wenn es sich für dich stimmig anfühlt”. Deswegen die bitte darum, dass nicht nur aus deiner Perspektive zu schreiben, sondern ich möchte hier trotzdem sagen, dass nun nicht alles sinnlos ist was im KY passiert. Ich wiederhole, ich habe jahrelange Erfahrung aus anderen Praktiken und diese Diskussion öfter auch mit Mitschülern geführt, die weniger Praxis hatten und wo da einfach auch noch der Bezug zu diese Erfahrung gefehlt hat. Man macht ja auch keine Psychoanalyse und denkt sich dann selbst noch was dazu aus mittendrin…oder du baust ja auch kein Haus und lässt den Boden weg usw. Man kann seine eigene Art mit einfließen lassen oder sie mit anderen Sachen im Anschluss kombinieren. Dann ist es aber auch nicht mehr das was es war, sondern dein eigenes Ding. Das ist auch legitim, da auf sein eigenes Gefühl zu achten und sich etwas zu trauen, jedoch bist du in der Lehrerposition auch in einer Verantwortung. Und gerade so intensive Techniken, die so tief gehen und mit Emotionen uns Psychologie arbeiten. Ich würde es anmaßend finden nach ein paar Jahren direkt mein eigenes Ding zu machen, du weißt nicht auf welchen Ebenen das wirkt.
    Also es ist etwas schwierig da jetzt so alles mit so einer Bestimmtheit über einen Kamm zu scheren. Ich habe Jahre lang Ashtanga Yoga praktiziert und buddhistische Meditation, sehr viel an einer bewussten Lebensweise gearbeitet und mich auch weiterentwickelt. Die Technologie des KY hat mir zu solchen Einsichten und zu mir selbst hin geholfen wie keine der anderen Praktiken und ich bin kein YB-Anhänger und habe mich nicht wirklich auf ihn fokussiert, sondern auf meinen inneren Prozess durch KY. Ich habe immer alles für mich gegengeprüft und wenn für mich stimmig angenommen oder eben weggelassen. Wenn du oder andere das nicht haben, dann ist das jetzt ein wichtiger Schritt für dich, das zu beginnen zu tun. Ich denke man sollte mit Vorsicht nun vorgehen, denn es gibt keine absolute Wahrheit bezüglich irgendeiner Lehrern und auch nicht der KY-Lehren…wenn es etwas ist das ich gelernt habe, dann ist es das! Da meine ich jetzt nicht bezüglich der Anschuldigungen an ihn, das scheint sich ja gerade sehr klar herauszustellen, was sehr wichtig ist und definitiv nicht ignoriert und unter den Tisch gekehrt werden darf. Es ist nun Bestandteil der Geschichte und das muss so auch anerkannt und damit Umgegangen werden. Ich weiß selbst noch nicht wie ich als Lehrerin damit umgehen soll. Klar Ehrlichkeit und wir müssen als KY-Gemeinschaft nun zeigen, dass diese Gemeinschaft aus sich heraus besteht und blüht ohne einen Guru. Und dass der einzige Guru wie du schon selbst sehr schön schreibst der innere eigene Guru sein muss. Es wäre nur schade, Menschen die noch nicht viel mit KY zu tun zu haben diese wirkungsvolle Praxis vorzuenthalten, weil wir nun beginnen meinungsbildende Artikel zu schreiben, um uns auch einfach dazu zu äußern. Wenn du KY kennst und dessen wunderbare Wirkung und durch die verschiedenen Prozesse durchgegangen bist, dann denke ich macht es Sinn mit etwas mehr Neutralität dem Thema des Kundalini YOGA gegenüber zutreten. Jedoch nicht der Tatsache mit den furchtbaren Vorwürfen gegenüber YB.

  4. “verbinden uns vor jeder Kundalini-Stunde mit der sogenannten goldenen Linie der Sikhs. ”
    Man mag über die “Goldene Kette” denken, was man mag, aber das ist leider Quatsch, die Sikhs haben ihre Gurus und keine Goldene Kette. Diese ist wohl eine “Eingebung von Yogi Bhajan”

    1. Das ist doch nur im übertragenen Sinne….eine Metapher. Zur goldenen Kette gehören die Gurus der Sikhs. Bhajan hat dem nur einen Namen gegeben so wie wenn ein neuer Virus gefunden wird oder eine Theorie in der Physik oder eine versinnbildlichen stattfindet….

  5. Hi, gerade die Sa-Ta-Na-Ma Meditation ist wirkungsvoll gegen Alzheimer, weil sie die Nerven-Enden der Finger mit dem Gehirn in optimaler Weise verbindet — Wenn du deinen Schülern so eine segensreiche Meditation vorenthältst, nur zu — Dein Karma freut sich sicher darüber! Liebe Grüße und Sat Nam.

    1. Liebe Beant, findest du es nicht auch eigentlich beschämend derart passiv aggressiv zu reagieren und dann auch noch “spirituell” Selbstjustiz zu üben; als wenn du das Prinzip Karma wahrlich durchschauen könntest? Genau wegen solcher Kommentare und Geisteshaltungen habe ich diesen Artikel geschrieben. Und bitte lies ihn richtig: Ich habe nicht gesagt : Dont do Yogi Bhajan Kundalini Yoga. Ich habe gesagt: Bitte markiert es solches und überhebt euch nicht über alles und alle anderen. Danke für die Demo. Alles Gute dir. Ich weiß, du hast es gut gemeint.

      1. “…Danke für die Demo. Alles Gute dir. Ich weiß, du hast es gut gemeint.” Ich finde du bist ganz schön abwertend, Katharina und echt frech. Und der Abschluss deiner Nachricht schreit nurzu nach Ego. Und ich habe deinen Artikel leider auch so wahrgenommen, als ob du das aus einer besser wissenden Egohaltung heraus schreibst. Inhaltlich war das auch kein Hexenwerk sondern einfach nur deine Meinung und kaum Fakten. Ich denke ich werde diese Internetseite aufgrund deiner Art und Weise nicht mehr besuchen und das habe ich vorher öfter. Mir gefällt deine passiv-aggressive Art nicht.

    1. Der Autor Delippe dieses Artikels ist ein guter Bekannter von Virsa Singh und nicht wirklich wissenschaftlich erarbeitet. Ich setze mich intensiv damit auseinander und was hier alles stattfindet ist gefährliches Halbwissen. Also lasst uns doch erstmal abwarten, was genau wie herauskommt bevor hier Meinungen wie gebildet werden. Die Missbrauchsvorwürfe sind gerechtfertigt und mein größtes Beileid an die Opfer. Aber bitte nicht in Halbrecherchen und Teilwahrheiten und Vermutungen und Behauptungsmodus verfallen.

  6. Guten Morgen…wenn ich unterrichte, komme ich zwangsläufig auf (die) Kundalini Shakti zu sprechen. Da mir Aufklärung sehr wichtig ist, benenne ich den Kundalini Yoga nach Bhajan als Marke. Und – was mir noch wichtiger ist -, dass aller Yoga zu Kundalini Yoga wird, sobald Mula Bandha gesetzt wird.
    (Ich selbst praktiziere die sehr gegensätzlichen Yogas bzw. Techniken Kundalini Pranayama Kriya nach Babaji’s Kriya Yoga und den Kundalini Hatha Yoga nach Reinhard Gammenthaler.)

  7. Danke für den Artikel und deine Offenheit, er spricht mir aus der Seele. Habe gerade das zweite Modul der KY Ausbildung hinter mir und stoße mich auch an der Regidität und den Dogmen. Ich versuche es erstmal als Experiment für mich zu nehmen und schau dann, was ich draus mache… Viele Grüße

  8. Ein super Artikel von Dir. Viele. Dank dafür. Gibt es denn in Deutschland solch eine Ausbildungsstätte zu empfehlen? Über Tipps bin ich dankbar

  9. Liebe Katha,
    danke für deinen so ehrlichen und offenen Artikel!
    Ich bin selbst KY Lehrerin nach YB, seit 2012. Ich teile einige deiner Ansichten und kann deinen Weg und deine Erfahrungen gut nachvollziehen. In der YL Ausbildung begann es bereits in mir zu rebellieren und ich empfand vieles als starres dogmatisches System.
    gleichzeitig fühlte und fühle mich sehr wohl im KY nach YB, liebe die Mantren und die vorgegeben Kriyas geben mir und meinem sehr freiheitsliebenden Geist eine bestimmte Art von Routine, Sicherheit und Stabilität. Ich hab für mich die positive Seite daran gefunden, ohne mich dogmatisieren zu lassen.
    In meinen Unterrichtsklassen fließen ebenfalls Elemente aus dem Hatha Yoga oder Yin Yoga mit ein – und ich empfinde es bereichernd und rund. Oft mache ich allerdings auch reine KY Stunden – je nach Tag und Gefühl und Energie.
    Ich glaube, wir müssen uns langsam einfach alle ein wenig von der Vorstelung lösen, dass es diesen “einen” Weg (zu uns) gibt, sondern ganz viele verschiedene – am Ende aber immer mit dem gleichen Ziel, ein Stückchen mehr bei uns anzukommen und auch die Energie ist in allen Traditionen des Yoga die gleiche.

    Meine Erfahrungen der letzten Jahre, in denen ich intensiv in der deutschen KY Community unterwegs war, ist, dass es leider sehr viele Menschen (immer noch oder schon wieder) in D gibt, die sich nach genau solchen Dogmen und rigiden Strukturen sehnen. Und sehr schnell nach oben abdriften, weil KY einfach krasse Tools bereit stellt. Da ist m.M. auch jeder Lehrer aufgerufen, seine Schäfchen gut zu beobachten – denn wir sind ja nicht mehr in der gleichen gesellschaftlichen und sozialen Phase wie Ende der 60er, als KY nach Europa kam, anscheinend aber in einer ähnlichen, nur 40 Jahre weiter in der Geschichte der Zeit. Oftmals denke ich, dass KY damals stehen geblieben ist und ich empfinde es u.a. als meine Aufgabe als authentische Lehrerin, die in einer modernen und digitalisierten Zeit unterrichtet, die Leute dort abzuholen, wo sie gerade stehen.

    Und das bedeutet dann eben auch ganz oft: Keine weiße Kleidung, kein Turban, keine Mantra Meditation, sondern abgewandelte Asanas, Atemübungen und eine stille Medi, die den Geist beruhigt – ohne dabei auf die Uhr zu schauen. Geht auch alles, und bisher kam die Yoga-Polizei noch nicht um die Ecke ;-)

    Liebe Grüße und Sat Nam!

  10. Sehr guter Artikel. Ich betrachte die alten Lehren als eine Art Wegweiser und jede Tradition bringt etwas mit sich. Aber für mich sind die Lehren wie eine Sprache. Wer die Worte kennt kann noch keine Geschichte schreiben, die Geschichte entspringt deinem Geist und keiner hat sie vor dir aufgeschrieben. Dogmatismus macht blind und ist etwas für Schäfchen.

  11. Hallo, ich bin eben durch Zufall auf diese Seite gestoßen und war erstaunt, dass jemand meine Meinung übe KY teilt und dies auch noch öffentlich darbietet. Ich selbst habe vor vielen Jahren eine Hatha-Ausbildung absolviert. Hatte nie das Ziel zu unterrichten. Es war also nur für mich und meine Entwicklung gedacht. Bin nach der Ausbildung weiter zum Yoga als Schülerin gegangen. Mein Yogalehrer zog um und mir war der Weg einfach zu weit. Da ich auf einem Dorf wohne und die Möglichkeiten Yoga zu praktizieren eher gering waren, bin ich zum KY gestoßen und fand es zunächst toll. Ich habe dann noch eine zusätzliche Ausbildung KY Kinderyoga absolviert. Dieses Kinderyoga war völlig frei von Yogaformen. Es beinhaltete Elemente vom Hatha-Yoga und KY. Dies fand ich total schön und ich dachte mir, dass man dieses auch bei Erwachsenen anwenden kann. Hier brauchte ich auch keinen Eid auf KY ablegen, was mich bei einer KY-Ausbildung ungemein gestört hätte. Ich lege keinen Eid ab und schwöre damit, nur die vorgegebenen Kriyas anzugeben, weil sie ja eben diese Wirkung haben, einschließlich der Meditation, Ein- und Ausstimmen. Das sind Dogmen, die ich nicht bereit bin weiter zugeben. Seit ca. 2 Jahren unterrichte ich nun doch selber. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man KY mit Hatha-Yoga vermischt. Mani ist flexibler und man kann eher eingreifen und erklären, wenn man bei einem Schüler Fehler bemerkt und man dann aus seiner gewählten Übungsreihe abweichen muss, ggf. Alternativen anzeigen muss. So verhält es sich auch bei Meditationen aus dem KY. Jede Meditation hat auf jeden Menschen eine andere Wirkung. Jeder soll selbst spüren, was passiert. Dogmen, wie z.B. die Sa Ta Na Ma-Meditation finde ich schrecklich. Das hier in Deutschland praktizierte KY nach Yogi B. hat wirklich nichts mit dem eigentlichen Kundalini-Yoga zu tun. Es ist ein Yoga des Yogi B. Herzlichen Dank, für die Ausführungen, die ich hier lesen durfte und die mich bestärkt haben, alles richtig zu machen.

    1. Hi, gerade die Sa-Ta-Na-Ma Meditation ist wirkungsvoll gegen Alzheimer, weil sie die Nerven-Enden der Finger mit dem Gehirn in optimaler Weise verbindet — Wenn du deinen Schülern so eine segensreiche Meditation vorenthältst, nur zu — Dein Karma freut sich sicher darüber! Liebe Grüße und Sat Nam.

  12. Hallo liebe Katha,
    mit großem Interesse habe ich eben deinen Artikel gefunden und gelesen.
    Du hast vieles angesprochen, was mich zögern lässt, eine Kundalini Yoga Ausbildung nach Yogi Bhajan zu machen.
    In viele Aspekte von Kundalini Yoga habe ich mich verliebt, einige “Eigenschaften” des KY nach Yoga Bhajan lassen mich jedoch instinktiv zurückschrecken: Die Dogmen, starren Regeln, die unumstößlichen Wahrheiten, die “Vaterfigur”, wie du sie so passend genannt hast, die einem das Denken und Fühlen vorgibt….dies sind alles Sachen, von denen ich mich in meinem Leben mühsam in Therapien und Depressionen befreit habe, und die ich nicht in neuer Gestalt, in Form einer Lehre, der ich mich verpflichte, neue Macht über mich und Leben geben möchte.

    Daher meine Frage: Gibt es denn überhaupt einen Ort in Deutschland oder Europa, an dem das ursprüngliche Kundalini Yoga gelehrt wird?
    Ich würde mich sehr über Tipps freuen: :-)

    Danke nochmal für deinen Artikel und ahoi aus Hamburg,
    Anneke

  13. Ich habe genau diesen Beitrag gebraucht! Wo war die Schule die du gemacht hast? Ich würde wahnsinnig gerne diese Ausbildung machen! Bin Hatha yoga Lehrerin aber liebäugle die ganze Zeit mit Kundalini(-:Namasté Vanessa

    1. Liebe Vanessa,

      ich freu mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefallen und so mit dir resoniert hat! :)
      Die Schule befindet sich in Rishikesh, Nordindien und heißt Nada Yoga School.

      Alles Herzlichst Liebe
      Katha

  14. Hallo….ich begebe mich auch gerade auf dem Weg von kundaliniyoga und würde gerne eine Ausbildung bzw intensiver Zeit darin verbringen. magst du die schule nennen wo du in Indien warst? Die Ausbildung hier in Deutschland sprechen mich nicht anhand danke für den Input mit gammenthaler, von ihm hatte ich noch nichts gehört.
    Liebe Grüsse… sat Nam…Namaste..

    1. Liebe Jaqueline,

      sehr gerne und und schön, dass der Artikel dich inspiriert hat.
      Die Schule in Indien befindet sich in Rishikesh und heißt Nada Yoga School :)

      Alles Liebste
      Katha

  15. Salut liebe Katha,

    danke, dass du deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Kundalini Yoga und Yogi Bhajan so offen mit uns teilst. Ich habe gerade die Ausbildung KY nach YB Stufe 1 beendet und nehme diese Gedanken gerne mit. Zu Beginn der Ausbildung hatte ich ähnliche Gedanken und habe mich hin und wieder an diesen sehr strikten Vorgaben gestoßen.

    Während der Ausbildung habe ich für mich ein eigenes “Erfahrungs-Experiment” gemacht. Forsche, erfahre und bilde dir deine eigene Meinung. Wie fühlt es sich an, wenn ich weiß trage? Was passiert mit mir, wenn ich 11 Minuten Sat Kriya mache? Und so habe ich Stück für Stück meine Erfahrungen gemacht. Im Lehrbuch steht in den ersten Kapitel, dass im Vordergrund die Erfahrung steht. Und das scheinst du auch gemacht zu haben. Selbst erfahren :)

    Für mich war die Ausbildung dennoch eine sehr intensive und hilfreiche Erfahrung, die mir in meinem Leben weitergeholfen hat. Und nach wie vor ist und bleibt es wichtig den Geist offen zu halten. Ein limitierter Geist wird nicht weit wandern.

    Alles Liebe
    Jenni

    1. Hallo liebe Jenni,

      ich danke dir super herzlich für dein Feedback! Es ist sehr interessant es von Jemandem zu lesen, der selbst auch die Ausbildung gemacht hat. Und ja auch ich behalte diese Zeit mit Dankbarkeit und Wertschätzung in Erinnerung. Setze sie lediglich und allerdings in meinen selbst gewählten Rahmen :)

      Noch mal danke dir und ich wünsche dir alles alles Liebe!
      Katha

  16. Hallo Liebe Katha,
    ich bin so dankbar und freudig über diesen Beitrag! Wie wichtig es ist hier ein wenig “Aufklärung” zu betreiben….

    Es ist tatsächlich schade, dass Kundalini Yoga mit dem Yoga nach Yogi B. gleichgesetzt wird.

    Mit persönlich fehlt in dem Artikel ein wenig der Bezug bzw die Erwähnung des Yogas nach Dhirendra Brahmachari bzw wie es Reinhard Gammenthaler lehrt. Denn hier fühlt man sich dem s.g. “echten, wahren” Kundalini Yoga sehr nah. Auch hier lernt man ganz neu, auf den eigenen (Energie-) Körper zu hören und darf herausfinden, was zu einem passt. Die Übungen haben erstmal auch realtiv wenig mit den Übungen aus dem Ashtanga (Vinyasa) Yoga zu tun.
    Interessanterweise hat Yogi Bhajan bei Dhirendra Brahmachari sich einige Übungen abgeschaut, aber eben angepasst.
    Man findet deutliche Parallelen…..

    Jedoch ist das Yoga nach Brahmachari wesentlich freier und in keine Reihenfolge o.ä gepresst. Jeder muss für sich selbst herausfinden was funktioniert. So experimentell! : ) Und aufregend.

    Ganz viele liebe Grüße,
    Stefan

    1. Lieber Stefan,

      super, dass du Gammenthaler hier noch mal so schön erwähnst und auch ein wenig erläuterst!
      Ich hatte ihn zunächst auch mit im Artikel drin – nur hätte er dann erstens den Rahmen deutlich gesprengt und zweitens befürchtete ich, dass es missverstanden werden könnte, dergestalt dass Guru A einfach Guru B ersetzt wird ;) haha.

      Daher noch mal, herzlichen Dank!
      Ich persönlich schätze seine Lehren nach Brahmachari sehr!

      Schönste Grüße
      Katha

      1. Klar, hat Yogi Bhajan sich (wie Gammenthaler) einiges bei Dhirendra Brahmachari abgeschaut hat. Soweit ich es gelernt habe, war das schließlich sein Lehrer. ;-)

        Was Gammenthaler angeht, war ich einmal bei einem Workshop von ihm. Leider war das Kommerz pur. Da liegt mir Yogi Bhajan dann schon näher.
        Trotzdem sehe ich viele Dinge öhnlich wie Katha und tu mich schwer mit den rigiden Meinungen vieler Kundalini Yogis. Ich würde allerdings nicht so weit gehen, das Yogi Bhajan anzukreiden. Meinem Gefühl nach, wird das von Jahr zu Jahr ausgeprägter. Irgendwie typisch deutsch ;-)

        Viele Grüße! Sat Nam
        Astrid

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