Auf Wiedersehen, Yogi Bhajan: Kundalini Yoga abseits des Mainstreams

Kundalini Yoga hat in den letzten Jahren einen beinahe irrwitzigen Zulauf erlebt. Mittlerweile hat es fast jeder Yogi zumindest einmal ausprobiert und ist entweder hängen geblieben und schwört darauf oder hat ein wenig die Nase gerümpft und höflich „nahhh, ist nichts für mich“ gesagt. Grund für Letzteres liegt zumeist hier:

Wir haben Kundalini Yoga synonym für „Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan“ gesetzt.

Und dabei völlig vergessen, dass es noch andere Traditionen gibt. Tempo bezeichnet ja auch nicht alle Taschentücher-Sorten. Yogi Bhajan, der Kundalini Yoga im „Westen“ verbreitet hat, hat Eigenheiten eingebracht, die eben einige abschrecken. Und andere anzieht wie die Motte zum Licht. Wie die westlich geprägte Kundalini-Yogaszene genau aussieht, hat Franziska im Yoga Arten Finder prima zusammengefasst.

Aber es existiert auch ein Kundalini Yoga, das anders ist und ohne weißes Baumwollgewand und Turban funktioniert.

Vor ein paar Jahren stieß ich in Südindien selbst das erste Mal auf Kundalini Yoga. Die Lehrerin war Britin und unterrichtete Bhajan-konform in strahlendem Weiß die selbstsuchenden Westtourist*innen in schöner Garten-Atmosphäre. Ich war eine davon und ich habe es geliebt. Die Verrücktheit. Den spirituellen Tiefgang. Den ausgeprägt psychosomatischen Ansatz. Die Musik. Wunderbar.

Entgegen meiner Pläne entschied ich, einen Monat länger zu bleiben und von Devi zu lernen. Ich machte mir nicht so viele Gedanken, woher die Kriyas kamen, warum alle in weiß gekleidet waren und was die lustige Sprache zu bedeuten hatte. Der einschlagende Effekt der Übungen und die Leidenschaft, die ich dabei empfand, waren mir genug.

Als ich später nach Berlin zog, ließ ich mich zur einer Kundalini-Yogalehrerin ausbilden.

Wenn ich ehrlich bin, trübte meine Ausbildung meine Liebe zum Kundalini Yoga.

Ich begann zu begreifen, wie rigide dieses System war, das wir da lernten. Und warum so manche*r lieber Abstand davon nimmt.

Kundalini Yoga trifft Sikh-Dharma

Yogi Bhajan war ein in Indien geborener Sikh, der in den 70ern nach Nordamerika fuhr und dort dem Westen eben nicht nur Kundalini Yoga, sondern auch seine Glaubensrichtung brachte. Denn die äußere Kundalini-Codierung mit den weißen Kleidern, Turbanen, silbernen Armreifen und den lang gewachsenen Haaren entstammen dem Sikhismus.

Das ist eine recht junge Religion aus dem 15. Jahrhundert, die ihre Wurzeln gleichermaßen in Indien findet. Sicherlich haben wir für all das inzwischen spiri-neutrale Erklärungen gefunden (weiß ist die Farbe der Aura, der Turban schützt vor ungewolltem Energieverlust, der Armreif erinnert an unseren Weg, die Haare sind feine Energieantennen) und trotzdem eckt der teilweise unreflektierte Umgang damit, in Form von blinder Imitation, an. Und ist der Grund, warum viele hinter der Kundalini-Szene eine Art Sekte vermuten und lieber Land gewinnen.

Viele mögen sagen, dass abseits des Dresscodes der Sikhismus keine große Rolle spielt, allerdings bedienen wir uns nicht nur der Sikh-Sprache Gurmukhi und chanten diese, sondern huldigen auch den Sikh-Gurus und verbinden uns vor jeder Kundalini-Stunde mit der sogenannten goldenen Linie der Sikhs.

Der Sikhismus ist permanent präsent.

Nun kann man anmerken, dass es mit dem Sanskrit und den hinduistischen Göttern wie Shiva und Co. in den anderen Yoga-Richtungen nicht anders ist. Dass wir uns mit Mala-Ketten behängen, Blumen des Lebens eintätowieren lassen und auch aufgehört haben Schwarz zu tragen. Und das stimmt. Wofür ich plädiere, ist eine klare Differenzierung, eine Bewusstmachung der Herkunft solcher Charakteristika; und vor allem: dass daraus kein Muss, kein Dogma entsteht, sondern eine Freiwilligkeit bleibt.

Ich aber musste zu Beginn meiner Ausbildung unterschreiben, immer in weißen Naturmaterialien und mit Turban zu unterrichten. Hmm.

Erleuchtung auf Rezept

Eines der größten Merkmale des Kundalini Yoga nach Bhajan sind die festgelegten Übungsabfolgen und Meditationen, die verschiedene Resultate fördern sollen, genannt Kriyas. Eine präzise Anleitung und Wegbeschreibung zum höheren Selbst – sogar mit exakten Zeitangaben.

Erleuchtung auf Rezept sozusagen. An dem wir um Himmels willen auch nichts verändern dürfen. Ansonsten sei für nichts mehr garantiert und es wird diese berühmt-berüchtigte Gefahr des Kundalini Yoga angedeutet. Im Grunde ein Suggestions-Prinzip á la „Tu dies und es bewirkt das.“

Vieles in der (Spiri-)Welt läuft so ab und ich glaube wir stehen insgeheim alle ein bisschen drauf.

Es ist eben so wunderbar bequem und irgendwie sicher, wenn uns jemand vorher sagt, welche Frucht aus welchem Samen in welchem Zeitraum entsteht. „Mach 40 Tage diese Meditation und all deine Selbstzweifel werden verflogen sein.“ Gekauft! Klar ist das geil. Irgendwie.

Die Kraft von Suggestion ist groß und funktioniert auch häufig. Nur machen wir uns dabei eben auch abhängig, weil wir etwas blind übernehmen und die Eigenverantwortung am Eingang abgeben. Außerdem steht Suggestion der tantrischen Tradition, aus der Kundalini eigentlich kommt, völlig quer. Denn da geht es um unser ureigenes Erleben, das spontan aus erwartungsfreier Offenheit und Erfahrungsleere entsteht.

Die Reinheitsgebote des Yogi Bhajan

Die Regeln sind zahlreich. An den Kriyas darf also nichts verändert werden. Und auch nichts mit hinein genommen. Solltest du eine Aufwärmübung aus einer „artfremden“ Schule machen wollen (was schon ein halbes No-Go ist), dann nur vor dem Schutzmantra, das wir zu Beginn jeder Klasse chanten. Denn dies gilt ausschließlich für die eigenen Lehren.

Und um die möglichst rein zu halten, so sind wir dazu angehalten, unsere individuelle Persönlichkeit in der Lehrtätigkeit völlig aufzugeben. Mit einer Fünf-Finger-Geste schwören wir, weder Mann, noch Frau, noch eine Person, noch wir selbst (!) zu sein. Sondern einzig und allein Lehrer*in.

Musik sollte im Übrigen auch nur sehr sparsam verwendet werden, das könnte ablenken und die Lehre emotional trüben. Und wenn, dann nur aus der Gurmukhi-Kundalini Musikszene. Was entsteht, ist ein ganzer Katalog an Richtlinien, die entscheiden ob man jetzt Teil des Kundalini Sanghats ist oder eben nicht. Ein Prinzip, das man schon lange kennt und das interne Gruppendynamiken durch Abgrenzung nach Außen stärkt.

„Yogi Bhajan“ ist zu einer Art Gütesiegel geworden, damit wir sicher sein können, dass das Kundalini Yoga, zu dem wir da gehen, „gut“ ist. Leider ist es aber sowieso das einzige und alternatives Kundalini Yoga in Deutschland eine echte Rarität!

All diese Exklusion, Tradition und Rigidität haben mich so traurig gemacht und ich sehnte mich nach einem ursprünglich tantrischen Kundalini:

Inkludierend, unvoreingenommen und non-dual, ohne „so und so nicht“. Es musste da doch noch was anderes geben! Ich fragte mich, wie Kundalini Yoga wohl vor Yogi Bhajan und dem Sikhismus aussah. Als ich eine Schule in Nordindien fand, die traditionelles Kundalini Yoga anbot, beschloss ich, fremd zu gehen und fuhr hin.

„Weder religiös, noch spirituell. Sondern natürlich.“

Diese Worte schrieb unser Philosophie-Lehrer zu Beginn der vierwöchigen Ausbildung an die Tafel. Das war wirklich der beste Start, den ich mir vorstellen konnte. Ich wusste, ich war hier richtig. Und tatsächlich wurde mein größter Kundalini-Bauchschmerz geheilt und vom Dogma befreit.

Denn bereits in der ersten Woche imitierten wir Schüler*innen brav die vorgezeigten Asanas, als wir fließend in eine Meditation geführt und gefragt wurden: „Was macht das mit dir?“ – Hoppla, Investigation auf eigene Faust! Es war an uns, ohne Spickhilfe und Souffleuse unsere ganz eigene Antwort zu finden.

Wir lernten, unseren Energien ohne Souffleuse auf den Zahn zu fühlen.

Und wie zaghaft wir alle waren! Etwas Falsches sagen zu können. Nicht die richtige Antwort zu haben. Es war bestürzend. Und so was von nötig. Das Selbstvertrauen weiter aufbauend waren wir ab Woche drei dann aufgefordert, zu den verschiedenen Energiezentren selbst stimmige Bewegungen und Chants zu finden. Sprich, eigens Asanas und Mantren zu wählen – aber auch zu erfinden! Kriyas zu kreieren. Wahrhaft schöpferisch im Hier und Jetzt in aller Individualität unseren Energien auf den Zahn zu fühlen. Es war stark, inspirierend und beflügelnd. Ich spürte meine Liebe zum Kundalini neu entfachen.

Außerdem war die Schule innerhalb der Zeit mega bemüht, uns unserem wahren Kern nahe zu bringen; nahm sich für jeden persönlich Zeit und arbeitete individuell mit uns an unseren Stärken. Und motivierte uns entgegen der deutschen „Sei so neutral wie ein Butterbrot“-Politik, diese in unseren Unterricht einfließen zu lassen.

Und während ich meine Abschlussklasse dem Thema „Love-making with the universe” widmete, sang Sarah ihre eigenen Songs und Ian brachte seine Kristalle mit. Es war so unglaublich schön, auch während des Lehraktes alle in ihrer Leidenschaft und Authentizität blühen zu sehen! Bitte mehr davon.

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Was ist Kundalini Yoga jenseits von Yogi Bhajan denn nun genau?

Kundalini Yoga ist das Yoga des Bewusstseins. Alle Kundalini Praktiken widmen sich dem Chakren-System und versuchen dieses zu harmonisieren und zu verbinden. Ziel ist, die im Muladhara (dem Wurzelchakra) schlummernde Schlangenenergie, die mit Shakti assoziiert wird und für die Schöpfungskraft steht, nach oben zum dritten Auge zu lenken, um sich dort mit Shiva zu vereinigen, dem höchsten Prinzip der Bewusstheit.

Der ganze Akt an sich ist ein kosmisches Liebemachen.

Es ist ein inklusives System, das aus dem Tantra kommt und Asana mit Meditation und Mantra-Gesang verbindet. Deswegen wird es auch häufig liebevoll als die „Mutter des Yoga“ tituliert. Wobei es in der 1.0 Kundalini-Version gar keine Asanas gab. Es war genauso wie jeder andere Yoga-Pfad vornehmlich eine meditative Praktik, die keine körperliche Bewegung einbezog, sondern lediglich die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Energiepunkte lenkte.

Erst so ab dem 12. Jahrhundert geriet Yoga wortwörtlich in Bewegung. Und da Hatha Yoga die älteste der Asana einbeziehenden Praktiken ist, war und bleibt Kundalini Yoga im Grunde nichts anderes als ein fortgeschrittenes Hatha-Yoga, das die Erleuchtung über den Energieweg zu erlangen versucht. Jede bewusste energieforcierte Praktik ist bereits Kundalini Yoga und muss weder fixen Bewegungen oder Abläufen folgen, noch eine bestimmte Sprache sprechen!

Ich lehne mich sehr weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass Yogi Bhajan diese sehr typischen dynamisch-bewegten Kundalini-Asanas erfunden hat.

Ich weiß. Aber ich glaube nicht, dass er uns das urtraditionelle Kundalini Yoga aus den Höhlen des Himalaya brachte. Erstens da dieses ja auf keinen Fall mit dem Sikhismus verwandt gewesen sein kann und zweitens, da ohnehin mittlerweile immer mehr Stimmen laut werden, die nachweisen, dass das Yoga wie wir es heute kennen, in all seiner superkörperlichen Betonung seinen Ursprung tatsächlich in Europa findet und sich vor gerade mal 100 Jahren mit Indien gegenseitig befruchtete.

Yogi Bhajan war ein kluger Mann, der damals begriff, genauso übrigens wie Osho, was der Westen brauchte.

Ein bewegungsreiches System gepaart mit Spiritualität und Glaubenssätzen, das uns helfen sollte mit all unseren unterdrückten Gefühlen umzugehen.

Denn während wir zwar prima denken, effizient arbeiten, Lösungen finden und Komplexitäten erörtern können, wurde uns nicht beigebracht, mit Emotionen umzugehen. Außerdem sind wir zu Sesselpupsern geworden, die den ganzen lieben Tag rumsitzen und nicht aus ihren Köpfen raus kommen. All das hat uns sehr unglücklich gemacht und frustriert. Also brachten die beiden uns ein Ventil, die Seele zu läutern und zu reinigen: Anleitungen, Chaos und Bewegung, um unsere Köpfe auf mute zu schalten, Mantren und Meditationen, um unsere Herzen wieder zu füllen.

Sie brachten uns Katharsis.

Und ich finde es macht es nicht schlechter. Yogi Bhajans Kundalini Yoga ist kraftvoll, die Effekte nicht zu leugnen und seine Philosophien inspirierend. Ist doch großartig. Und ich habe mich damals verliebt und werde immer dankbar dafür sein. Ich bin lediglich für einen bewussteren Umgang mit Kundalini Yoga.

Wir müssen verstehen, dass Yogi Bhajan eine Schule ist, und nicht die komplette Tradition.

Es gilt, Hintergründe zu begreifen, Dinge beim Namen zu nennen – und ja, es vielleicht auch ein wenig mehr zu öffnen und Alternativen aufzuzeigen.

Es ist wie mit vielen der Guru-Yogas: Wir sind so durstig nach immanenter Bedeutung und wollen nichts lieber als glauben. Dass alles einen Sinn hat. Dass alles gut wird. Und wir wollen, dass uns jemand sagt, was wir tun müssen. Und so klammern wir uns an eine Vaterfigur, streben nach seiner Anerkennung, befolgen die Regeln und imitieren den Bewunderten.

Aber wir müssen uns emanzipieren.

Aufhören Kinder zu sein und, wie Erich Fromm gesagt hätte, den Papa in uns selbst finden. Unseren eigenen Weg gehen. Lehrer und Gurus sind hervorragende Inspirateure und Influencer. Sie sind unsere Wegschilder und super wichtig. Aber wir dürfen den Menschen nicht mit der Lehre verwechseln, wie Buddha gesagt hätte, und dürfen wieder selbstverantwortlich forschen und entdecken.

Sat nam. So Hum. Aho und ahoi.

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10 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe genau diesen Beitrag gebraucht! Wo war die Schule die du gemacht hast? Ich würde wahnsinnig gerne diese Ausbildung machen! Bin Hatha yoga Lehrerin aber liebäugle die ganze Zeit mit Kundalini(-:Namasté Vanessa

    1. Liebe Vanessa,

      ich freu mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefallen und so mit dir resoniert hat! :)
      Die Schule befindet sich in Rishikesh, Nordindien und heißt Nada Yoga School.

      Alles Herzlichst Liebe
      Katha

  2. Hallo….ich begebe mich auch gerade auf dem Weg von kundaliniyoga und würde gerne eine Ausbildung bzw intensiver Zeit darin verbringen. magst du die schule nennen wo du in Indien warst? Die Ausbildung hier in Deutschland sprechen mich nicht anhand danke für den Input mit gammenthaler, von ihm hatte ich noch nichts gehört.
    Liebe Grüsse… sat Nam…Namaste..

    1. Liebe Jaqueline,

      sehr gerne und und schön, dass der Artikel dich inspiriert hat.
      Die Schule in Indien befindet sich in Rishikesh und heißt Nada Yoga School :)

      Alles Liebste
      Katha

  3. Salut liebe Katha,

    danke, dass du deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Kundalini Yoga und Yogi Bhajan so offen mit uns teilst. Ich habe gerade die Ausbildung KY nach YB Stufe 1 beendet und nehme diese Gedanken gerne mit. Zu Beginn der Ausbildung hatte ich ähnliche Gedanken und habe mich hin und wieder an diesen sehr strikten Vorgaben gestoßen.

    Während der Ausbildung habe ich für mich ein eigenes „Erfahrungs-Experiment“ gemacht. Forsche, erfahre und bilde dir deine eigene Meinung. Wie fühlt es sich an, wenn ich weiß trage? Was passiert mit mir, wenn ich 11 Minuten Sat Kriya mache? Und so habe ich Stück für Stück meine Erfahrungen gemacht. Im Lehrbuch steht in den ersten Kapitel, dass im Vordergrund die Erfahrung steht. Und das scheinst du auch gemacht zu haben. Selbst erfahren :)

    Für mich war die Ausbildung dennoch eine sehr intensive und hilfreiche Erfahrung, die mir in meinem Leben weitergeholfen hat. Und nach wie vor ist und bleibt es wichtig den Geist offen zu halten. Ein limitierter Geist wird nicht weit wandern.

    Alles Liebe
    Jenni

    1. Hallo liebe Jenni,

      ich danke dir super herzlich für dein Feedback! Es ist sehr interessant es von Jemandem zu lesen, der selbst auch die Ausbildung gemacht hat. Und ja auch ich behalte diese Zeit mit Dankbarkeit und Wertschätzung in Erinnerung. Setze sie lediglich und allerdings in meinen selbst gewählten Rahmen :)

      Noch mal danke dir und ich wünsche dir alles alles Liebe!
      Katha

  4. Hallo Liebe Katha,
    ich bin so dankbar und freudig über diesen Beitrag! Wie wichtig es ist hier ein wenig „Aufklärung“ zu betreiben….

    Es ist tatsächlich schade, dass Kundalini Yoga mit dem Yoga nach Yogi B. gleichgesetzt wird.

    Mit persönlich fehlt in dem Artikel ein wenig der Bezug bzw die Erwähnung des Yogas nach Dhirendra Brahmachari bzw wie es Reinhard Gammenthaler lehrt. Denn hier fühlt man sich dem s.g. „echten, wahren“ Kundalini Yoga sehr nah. Auch hier lernt man ganz neu, auf den eigenen (Energie-) Körper zu hören und darf herausfinden, was zu einem passt. Die Übungen haben erstmal auch realtiv wenig mit den Übungen aus dem Ashtanga (Vinyasa) Yoga zu tun.
    Interessanterweise hat Yogi Bhajan bei Dhirendra Brahmachari sich einige Übungen abgeschaut, aber eben angepasst.
    Man findet deutliche Parallelen…..

    Jedoch ist das Yoga nach Brahmachari wesentlich freier und in keine Reihenfolge o.ä gepresst. Jeder muss für sich selbst herausfinden was funktioniert. So experimentell! : ) Und aufregend.

    Ganz viele liebe Grüße,
    Stefan

    1. Lieber Stefan,

      super, dass du Gammenthaler hier noch mal so schön erwähnst und auch ein wenig erläuterst!
      Ich hatte ihn zunächst auch mit im Artikel drin – nur hätte er dann erstens den Rahmen deutlich gesprengt und zweitens befürchtete ich, dass es missverstanden werden könnte, dergestalt dass Guru A einfach Guru B ersetzt wird ;) haha.

      Daher noch mal, herzlichen Dank!
      Ich persönlich schätze seine Lehren nach Brahmachari sehr!

      Schönste Grüße
      Katha

      1. Klar, hat Yogi Bhajan sich (wie Gammenthaler) einiges bei Dhirendra Brahmachari abgeschaut hat. Soweit ich es gelernt habe, war das schließlich sein Lehrer. ;-)

        Was Gammenthaler angeht, war ich einmal bei einem Workshop von ihm. Leider war das Kommerz pur. Da liegt mir Yogi Bhajan dann schon näher.
        Trotzdem sehe ich viele Dinge öhnlich wie Katha und tu mich schwer mit den rigiden Meinungen vieler Kundalini Yogis. Ich würde allerdings nicht so weit gehen, das Yogi Bhajan anzukreiden. Meinem Gefühl nach, wird das von Jahr zu Jahr ausgeprägter. Irgendwie typisch deutsch ;-)

        Viele Grüße! Sat Nam
        Astrid

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