Astrocast Wassermann-Zeit – Veränderung und Erneuerung durch Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit

Herzlich Willkommen im kalendarischen neuen Jahr! Aus astrologischer Sicht ist der kalendarische Jahreswechsel nicht wirklich relevant. Falls du dich also gefragt haben solltest, warum sich das neue Jahr nicht grundlegend anders anfühlt als das alte, könnte es damit zu tun haben, dass der kalendarische Jahreswechsel sich einfach mitten in der Steinbockzeit ereignet hat. Demzufolge macht es auch keinen Sinn, nun eine gewisse Aufbruchs- oder Neustart-Energie zu erwarten. Die kommt zum astrologischen Neujahr mit dem Widder um die Ecke. Aber da wir den Tierkreis noch nicht durchgespielt haben, müssen wir uns bis dahin noch zwei Monate gedulden.

Das aktuelle astrologische Jahr ist ein Saturnjahr und wird am 20. März von einem Jupiterjahr abgelöst. Verschieben wir dieses new year, new me Ding also einfach auf den März und knöpfen uns heute mal die bevorstehende Wassermannzeit vor.

Nach dem erdigen Steinbock betritt die Sonne am 20. Januar um 03:39 nämlich das luftige Zeichen des Wassermanns. Seit der großen Saturn Jupiter Konjunktion zur Wintersonnenwende 2020 reden ja viele vom Wassermannzeitalter, weil besagte Konjunktion sich im Wassermann ereignete. Und auch wenn es genau genommen Luftzeitalter heißen müsste, ist da natürlich was dran. Wir werden gesamtgesellschaftlich also zunehmend stärker mit Wassermann-Themen konfrontiert, was während der Wassermannzeit in den kommenden vier Wochen nun ganz besonders stark spürbar sein dürfte.

Der Wassermann sprengt die Norm. Sein Herrscher Uranus ist der Inbegriff für Veränderung. 

Hier geht es um Rebellion und um Erneuerung. Und so abgedroschen der Begriff mittlerweile auch sein mag – auch um Freiheit. Da wir uns bereits kurz vor dem Abschluss des Tierkreises befinden, der ja aufeinander aufbaut, ist hierbei aber eine individuelle Freiheit im humanistischen Sinn gemeint. Im Wassermann geht es um Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit. Diese Werte kollidieren mit dem Patriarchat, mit White Privilege, mit Homophobie, Antisemitismus und Ableismus. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Werte im Wassermann mit der gesamten Bandbreite rechtspopulistischer Strömungen kollidieren. Umso skurriler mutet es an, dass der Freiheitsbegriff gerade in diesen Kreisen derart stark instrumentalisiert wird.

Im Wassermann geht es aber auch um Digitalisierung. Diesbezüglich könnten wir viel von asiatischen Ländern wie Taiwan, Japan oder Südkorea lernen, die bei der Pandemiebekämpfung neben effizientem Handy-Tracking auch digital auf Gesundheitsdaten zugreifen können. Und auch mit Erfindungen als Folge neuer, innovativer Ideen können wir im Wassermann rechnen.

Wir erleben mit dem Wechsel der Sonne vom Steinbock in den Wassermann jetzt unterm Brennglas im Kleinen, was sich seit über einem Jahr bereits im Großen ereignet: Gesellschaftlich verhandelte Normen und Regeln werden aufgebrochen und neu verhandelt. Aber nochmal: 

Das einzelne Individuum mag zwar hervortreten, aber es geht an dieser Stelle immer darum, als unabhängiger Teil der Gesellschaft einen Beitrag zum großen Ganzen zu leisten. 

Dem Wassermann geht es um überpersönliche Themen, nicht um sein Ego. Er sucht nach Synergien und vernetzt sich mit Gleichgesinnten. Dabei ist die Vision keine geringere als eine bessere und gerechtere Welt. Vor allem in Sachen Klimakrise werden wir diese visionäre und humanistische Energie in den nächsten Jahren dringend brauchen. 

Aber schauen wir uns im Folgenden doch mal an, was die Wassermannzeit in diesem Jahr für uns bereit hält.

23.01. Sonne Konjunktion Merkur – innovative und verrückte Ideen

Am 23. Januar treffen sich der rückläufige Merkur und die Sonne um 11:28 im Wassermann. Wenn unser Denken auf unser Bewusstsein trifft, dürfen wir im Wassermann mit neuen, visionären und vielleicht auch verrückten Ideen rechnen.

24.01./26.01. Mars und Merkur im Steinbock und Neptun Quadrat Lilith – Ausdauer und Geduld werden belohnt

Am 24. Januar verlässt Mars den Schützen, wo er, seinem feurigen Naturell entsprechend, eher stark unterwegs war und tritt um 13:53 in den erdigen Steinbock ein. Mars im Steinbock spielt uns in die Karten, wenn wir beim Verfolgen unserer Ziele mit der notwendigen Geduld und Beharrlichkeit dranbleiben.

Nur zwei Tage später läuft dann auch Merkur um 04:05 zurück in den Steinbock. Er wird nach seiner Rückläufigkeit erst am 14. Februar wieder in den Wassermann eintreten. In den nun folgenden knapp drei Wochen werden das visionäre Denken sowie die Ideen und Einfälle aus Merkurs Zeit im Wassermann möglicherweise nochmal durch aktuell geltende Regeln und Normen zurechtgestutzt. Es ist aber auch gut möglich, dass Merkur im Steinbock nochmal einige Informationen einholen muss, die für ein tragbares Fundament der Wassermann-Ideen notwendig sind.

Um 06:17 bildet außerdem Neptun ein Quadrat zu Lilith. Das kann sich wie ein inneres Aufbäumen bei der Bewältigung des Alltags anfühlen. Wir sind also herausgefordert, die stoffliche und die feinstoffliche Welt irgendwie unter einen Hut zu bekommen.

29.01.-30.01. Merkur Konjunktion Pluto, Venus direktläufig, Venus Trigon Uranus und Sonne Quadrat Uranus – was darf bleiben und was muss sich verändern?

Am 29. Januar ist ordentlich was los. Um 05:16 trifft Merkur im Steinbock auf Pluto. Dieser Aspekt war vor Merkurs Rückläufigkeit bereits am 30. Dezember exakt. Dadurch können wir nun erneut Einblicke in alte Glaubenssätze und Zugang zu ungemütlichen Themen erhalten, mit denen wir uns sonst eher ungern auseinandersetzen. Da ja viele während der Rauhnächte Tagebuch geführt haben, kann es interessant sein, sich nochmal anzuschauen, was am 30. Dezember so los war.

Um 09:46 wird Venus wieder direktläufig und bildet nur wenige Stunden später ein Trigon zu Uranus. Durch ihre Rückläufigkeit ist Venus eine gefühlte Ewigkeit im Steinbock unterwegs. Dadurch dürfen wir uns vier(!) Monate lang mit unseren Beziehungen und Werten auseinander setzen und uns auch hier fragen, welche Beziehungen und Werte uns in der Zukunft noch tragen. Das Trigon zu Uranus kann sich diesbezüglich wie ein liebevoller Schubs anfühlen, der uns zu Veränderungen ermutigt.

Und auf den letzten Metern des Monats bildet dann am 30. Januar die Sonne im Wassermann um 20:32 nochmal ein Quadrat zu Uranus im Stier. Uranus, der im bewahrenden Stier ja eher mit der Brechstange unterwegs ist, trifft also auf ein bewegliches und innovatives Wassermann mindset. Dieser Aspekt kann uns klar vor Augen führen, was wirklich gehen muss, damit wir gesamtgesellschaftlich vorankommen. Wir werden vielleicht feststellen, dass uns nur eine vermeintliche Sicherheit vorgegaukelt wird, wenn wir uns aus Angst vor Veränderung an alten Strukturen festkrallen.

01.02. Neumond im Wassermann – Alt gegen Neu reloaded

Am 1. Februar kommen Sonne und Mond im Wassermann zusammen, und zwar ganz in der Nähe von Saturn. Der Neumond ist um 06:46 exakt. Durch die Nähe zu Saturn wird das Saturn Uranus Quadrat nochmal angestachelt, das viele von uns mit dem Jahreswechsel bestimmt gerne ad acta gelegt hätten. Als Jahresthema hat uns dieses Alt gegen Neu Gerangel ja bereits durch 2021 begleitet. Und auch wenn es 2022 eher zu einem Hintergundrauschen verblassen sollte, weil andere Themen in den Vordergrund treten, kommt es zu diesem Neumond nochmal so richtig auf den Tisch. Gut möglich also, dass sich zum Neumond im Wassermann die Fronten zwischen Regeln, Ordnung und Staat auf der einen Seite und dem Begriff Freiheit in all seinen Facetten auf der anderen Seite nochmal verhärten.

Daher machen zu diesem Neumond erneut die folgenden drei Fragen Sinn:

  • Wo befindet sich die Grenze, an der meine eigene Freiheit endet, weil sie die Freiheit anderer touchiert?
  • Bin ich mir als Individuum meiner Verantwortung der Gesellschaft gegenüber bewusst?
  • Wie kann ich mich mit Gleichgesinnten verbinden und Synergien nutzen, die dem großen Ganzen dienlich sind?

04.02. Merkur direktläufig, Mars Sextil Jupiter und Sonne Konjunktion Saturn – vom Rückwärtsgang in den ersten Gang

Am 4. Februar wird Merkur um 05:13 wieder direktläufig. Von nun an ist also zunehmend wieder nach vorne gerichtete Energie am Start. Dinge, die wir in den vergangenen drei Wochen nochmal überdacht oder überarbeitet haben, können jetzt angeschubst werden. Ein Sextil zwischen Mars und Jupiter um 14:38 dürfte uns dabei sogar wohlwollend unterstützen.

Am Abend um 20:05 treffen Sonne und Saturn im Wassermann aufeinander. Hier dürfen wir uns nochmal intensiv mit Einschränkungen auf der einen Seite und dem Thema Freiheit auf der anderen Seite auseinandersetzen. Da die Konjunktion im Wassermann stattfindet, können wir uns bewusst machen, dass der Mix aus Einschränkungen und Lockerungen nicht nur jedes Individuum für sich beeinflusst, sondern dass wir alle miteinander vernetzt sind und zusammenhängen. Aus Diskussionen zu diesem Aspekt gehen dann im Idealfall Argumente in die Impfpflicht-Debatte oder in die Freigabe der Patente für Impfstoffe ein.

06.02./08.02. Mars Quadrat Chiron und Mars Trigon Uranus – Achtsamkeit statt kommunikativem Nahkampf und Veränderung durch Beharrlichkeit

Am 6. Februar bildet Mars im Steinbock um 13:57 ein Quadrat zu Chiron im Widder. Das kann dafür sorgen, dass alte Verletzungen wieder aufgerissen werden. Eine entsprechend  einfühlsame Kommunikation wäre daher angesagt. Auf der anderen Seite sind alte Wunden, die sich bemerkbar machen, ja auch eine Chance: Wenn wir uns ihnen nun bewusst zuwenden und dranbleiben, können wir vieles transformieren.

Um 15:57 bildet Mars im Steinbock ein Trigon zu Uranus im Stier. Die Beharrlichkeit von Mars im Steinbock dürfte den dringend notwendigen Veränderungen, auf die Uranus im Stier pocht, nun in die Karten spielen.

11.02./14.02. Merkur Konjunktion Pluto, Sonne Trigon Lilith und Merkur im Wassermann – Unbewusstes kann bewusst werden und Denken und Kommunikation gewinnen wieder an Beweglichkeit

Aller guten Dinge sind bekanntlich ja drei, daher kommen am 11. Februar um 15:04 der nun wieder direktläufige Merkur und Pluto noch einmal im Steinbock zusammen. Nach dem 30. Dezember und dem 29. Januar sind wir mittlerweile ja vielleicht schon routiniert, was dieses Aufeinandertreffen angeht. Dennoch gilt auch heute, dass wir Einblicke in alte Glaubenssätze oder zu Themen erhalten können, die wir sonst lieber deckeln oder verdrängen. Ein Trigon zwischen Sonne und Lilith um 21:53 kann uns bei der Verarbeitung oder der Integration unterstützen, indem uns Schattenanteile bewusst werden.

Und zu guter Letzt tritt Merkur um 22:54 auch wieder in den Wassermann ein, den er im Zuge seiner Rückläufigkeit für knapp drei Wochen verlassen hatte. Das dürfte freieres, wendigeres und innovativeres Denken zur Folge haben. Freuen wir uns also auf mehr geistige Flexibilität in der Kommunikation miteinander!

16.02. Venus Konjunktion Mars und Vollmond im Löwen – klare Spielregeln, ein stabiles Beziehungsfundament und die Kunst, sich selbst unterzuordnen

Am 16. Februar treffen sich Venus und Mars um 15:29 im Steinbock und leiten so einen neuen Venus Mars Zyklus ein. Die letzte Konjunktion der beiden Planeten fand am 13. Juli 2021 im Löwen statt. Der Venus Mars Zyklus wird in der Regel auf hetero-normative Beziehungen gedeutet, und zwar in Form von weiblich und männlich. Diese Labels sollten wir im Sinne des Wassermanns nun aber langsam hinter uns lassen. Es geht also um zwischenmenschliche Liebesbeziehungen, egal welchen Geschlechts. 

Und während die nach der letzten Konjunktion im Löwen noch eher unter dem Thema Spiel und Spaß liefen, hat der nächste Venus Mars Zyklus durch den Steinbock einen konservativen Einschlag. Hier geht es um Verbindlichkeit, um Pflichten, Grenzen und Verantwortung. Und auch wenn das erstmal spaßbefreit klingt, können aus dieser Zeit Partnerschaften mit stabilem und belastbarem Fundament hervorgehen. 

Allerdings kommen bereits am 6. März 2022 Venus und Mars erneut zusammen, und zwar im Wassermann. Der Zyklus, der im Steinbock beginnt, ist also nicht wirklich ein Zyklus im wahrsten Sinne des Wortes. Zu dem Zyklus, der im Wassermann beginnt, dann aber mehr im nächsten Astrocast.

Um 17:57 desselben Tages kommt es zu einem Vollmond, bei dem die Sonne aus dem Wassermann den Mond im Löwen anstrahlt. Da schwingt natürlich zu einem großen Teil die Konjunktion von Mars und Venus im Steinbock mit rein. Zum anderen ereignet sich der Vollmond aber auch im Quadrat zur Mondknotenachse, was karmische Themen an die Oberfläche spülen kann. 

Auf der Löwe Wassermann Achse, auf der der Vollmond stattfindet, muss das Ich mit dem Wir in Einklang gebracht werden. Auf der einen Seite steht der Löwe, der sich selbst gerne im Mittelpunkt sieht. Ihm gegenüber ordnet sich der Wassermann in seiner ganz eigenen Individualität zum Wohle aller dem Kollektiv unter. In Kombination mit der Venus Mars Konjunktion ergeben sich daraus die folgenden drei Fragen zum Vollmond:

  • Gerade innerhalb der spirituellen Szene ist eine löwenhafte Selbstdarstellung in den sozialen Medien ja an der Tagesordnung. Gelingt es mir, mein Ego zum Wohle aller auch mal hinten anzustellen?
  • Wie kann ich mein Strahlen und meine Präsenz in den sozialen Medien, egal wie groß oder klein meine Reichweite auch sein mag, zum Wohle aller nutzen?
  • Welche Art von Beziehung tut mir gut? Wie sollten die Spielregeln aussehen, wie viel Verbindlichkeit wünsche ich mir und wo verlaufen meine ganz individuellen Grenzen?   

18.02. Jupiter Sextil Uranus – von Veränderungen und einer besseren Welt träumen

Am 18. Februar kommt es dann um 01:13 abschließend zu einem Sextil zwischen Jupiter in den Fischen und Uranus im Stier. Bei diesem Aspekt dürfen wir schon mal von den Veränderungen hin zu einer besseren Welt träumen. Bevor wir sie in den kommenden Jahren nach dieser Übergangsphase dann aktiv gestalten.

Und Träumen ist schon mal die perfekte Überleitung, denn um 17:42 zieht die Sonne weiter in die Fische, dem letzten Stop des Tierkreises, bevor mit dem Widder vier Wochen später dann das Jupiter-Jahr beginnt.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass wir uns nach wie vor in einem nicht allzu glamourösen Übergang befinden, in dem die einen möglichst viel von dem Alten bewahren wollen und in dem die anderen am liebsten schon gestern mit dem Neuen durchgestartet wären. Was sich für die einen wie der Untergang des Abendlandes samt all ihrer Privilegien anfühlt, kann für die anderen wie ein Feststecken im Geburtskanal anmuten. Letztere dürfen sich allerdings über einen spürbaren Aufschwung freuen, der uns spätestens zum Frühling erwartet, wenn wir das Saturnjahr hinter uns gelassen haben. 

Nutzen wir bis dahin den Übergang und machen das Beste draus!

Jenny

Titelbild © Lydia Hersberger

Das könnte dich auch interessieren:

3 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Ich mag Deine Art zu schreiben so sehr! „Das einzelne Individuum mag zwar hervortreten, aber es geht an dieser Stelle immer darum, als unabhängiger Teil der Gesellschaft einen Beitrag zum großen Ganzen zu leisten.“ Danke für diesen Satz, liebe Jenny! Der sagt für mich gerade einfach alles aus. Wenn wir es schaffen würden, diese wassermännische Qualität mehr zu leben, dann könnten wir einfach durch den Geburtskanal ins Luftzeitalter rutschen…Man darf ja noch Träumen! ?

  2. New World Order – ich freu mich drauf, es darf neu gedacht werden, es darf sich gelöst werden von verkrusteten Strukturen. Liebe! Und: Jenny schreibt wie immer die großartigsten Texte ✨

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*