Astrocast Oktober

Am 23. September ist die Sonne ins Zeichen Waage gewandert und bringt eine neue Energie mit sich.

Diese Zeit verspricht eigentlich wieder mehr Leichtigkeit, inneren Frieden und Freude an der Begegnung. Ganz so leicht macht es uns dieser Oktober allerdings erstmal nicht. 

Waage ist ein Beziehungszeichen, sehr kontaktfreudig, extrem charmant, entspannt, und kann gut vermitteln.

Diese „Es-wird-alles-gut“-Stimmung bringt nach der gewissenhaften, auf Nützlichkeit und Perfektion ausgerichteten Jungfrauzeit natürlich gute Laune. Genieße also den goldenen Herbst und umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und dich in deinem Wachstum unterstützen. 

Die „Gefahr“ dieser Zeitqualität wäre, sich im Du zu verlieren und aus Harmoniesucht zu anpassungsbereit zu sein (Waage nimmt seismographisch kleine Veränderungen und Differenzen im Beziehungsgeschehen wahr). Dahinter steckt oft eine tiefe Verlustangst, die aus Angst vor Konflikten kompromisssüchtig macht oder Konflikte extrem lange verschleppt und dann zu plötzlichen explosiven Wutausbrüchen führt. 

Auftreten können damit auch vermehrt Entscheidungsschwäche, Verdrängungspotenzial und die Tendenz, Inneres nach außen zu projizieren. Umso wichtiger ist es, jetzt Menschen um sich herum zu haben, die wohlwollend spiegeln, wo wir uns gerade hinter einer Fassade verstecken oder um des lieben Friedens willen Probleme bagatellisieren.

Nicht unerwähnt bleiben darf die stark künstlerische Neigung dieses Zeichens. Waagen sind extrem ästhetisch und haben ein ausgeprägtes Stilempfinden, denn sie streben bereichsübergreifend nach Schönheit und Harmonie. Manche leben es durch Kleidung und Künstlertum aus, andere durch Entwicklung von strategisch perfekt aufeinander abgestimmten Konzepten, ob in Forschung, Architektur oder einem anderen Bereich. Auch diese Welle kannst du für dich nutzen.

Liebestechnisch und/oder bezüglich unserer Finanzen ist diese letzte Septemberwoche allerdings ziemlich herausfordernd. 

Kosmisch starten wir mit einem Venus-Saturn-Quadrat am 25. September. Unter diesem Transit fühlen wir uns schnell kritisiert, ungeliebt oder zurückgewiesen. 

Möglicherweise reagierst du hoch sensibilisiert auf gefühlte Ablehnung oder bist enttäuscht von Beziehungen in deinem Leben bzw. fühlst dich besonders einsam. Vielleicht fühlst dich nicht nur seelisch emotional im Mangel, sondern hast auch Existenzängste (Venus hat auch die Themen Finanzen und Werte im Gepäck). 

Gönne dir jetzt eine Extraportion Selbstliebe, verwöhne dich auf eine für dich gute Weise, aber baue keinen Schutzwall um dich herum auf, um die Anderen von dir fern zu halten.

Das würde dein Gefühl von Isolation und Einsamkeit nur verstärken. Das Potential dieser Zeit ist, dich mit alten Beziehungsmustern, Selbstwertthemen oder deinem Moneymindset zu konfrontieren (Venus im Quadrat zur Mondknotenachse am 26.09.). 

Das Merkur-Pluto-Quadrat am 27. September unterstützt dich dabei, tief in deine Seele zu tauchen.

Du kannst jetzt sonst unterdrückte Gedanken oder alte Glaubenssätze ans Licht zu holen, sie bewusst auszusprechen und zu transformieren.

Hole dir, wenn es stimmig für dich ist, in diesen Tagen professionelle Hilfe an deine Seite, um diese Energie möglichst konstruktiv zu leiten. Natürlich sollten auch Partnerschaften tiefgreifenden Aussprachen standhalten, sei dir aber bewusst: du hast immer die Freiheit zu wählen, wie du Konfliktmaterial kommunizierst.

Die gleichzeitig wirksame Sonne-Kairon-Opposition (exakt am 27. September) stößt dich ebenfalls auf deine persönlichen Wunden und Unzulänglichkeiten.

Ihr merkt schon, diese Woche gehört wirklich nicht zu den einfachsten, aber sie ermöglicht auch Heilungserfahrungen.

Die konstruktive Wirkung dieses Transits liegt in einer tiefen Selbstannahme und Akzeptanz der empfundenen Beschränkungen und Grenzen, die vielleicht letztlich gar keine sind, aber von uns so bewertet werden. Um wirklich Veränderung und Entwicklung zuzulassen und anzugehen, ist es oft ein zentrales Element, unsere aktuelle und vergangene emotionale Situation erst einmal so anzunehmen wie sie ist.  

Den Höhepunkt der Woche bildet dann der Neumond im Zeichen Waage am 28. September um 20:26 Uhr.

Wie unglaublich magisch, denn gerade den Waageneumond kannst du wie keinen zweiten dafür nutzen, neue Impulse bezüglich des Themas Beziehung und Begegnung zu setzen.

Wenn du magst, dann nutze doch diesen, mit dem Zyklusbeginn einhergehenden, Saatmoment, um dich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:

  • Wo möchte ich noch mehr die Schönheit des Lebens und der Liebe zelebrieren?
  • Wie komme ich noch besser mit meinen männlichen und weiblichen Anteilen in Kontakt? Und wie kann ich lernen, beide Energien noch besser zu integrieren?
  • Erkenne ich die göttliche Schönheit meines unendlichen Seelenanteils an?
  • Was kann ich tun, um meine Selbstliebe zum Wachsen zu bringen? 

 Oder du setzt dich mit dem Waage-Schatten auseinander:

  • Wo ist meine Seelenlage noch zu stark von der Rückmeldung meiner Mitmenschen abhängig?
  • Wann kämpfe ich mit Entscheidungsschwierigkeiten, wann bin ich zu kompromissbereit?
  • Woher kommt die quälende Verlustangst, wenn ich einmal nicht den Erwartungen des anderen entspreche, und wirklich meinen eigenen Weg gehe?

Zeitgleich steht Saturn am absteigenden Mondknoten. Wenn das nicht DER Moment überhaupt ist, um dich von tiefsitzenden Ängsten, Mustern zu befreien und „Karma“ loszulassen, dann weiß ich auch nicht. 

Eine kleine Verschnaufpause schenkt uns der Kosmos am 29. September. Venus läuft ins Sextil zum Glücksplanet Jupiter und schickt uns die Chance (die wir auch ergreifen müssen/dürfen) auf glückliche Fügungen, innerseelischen Frieden und erfüllende Liebesmomente.

Die erste Oktoberwoche startet mit zwei ziemlich intensiven Konstellationen. Neptun läuft in Konjunktion mit Lilith und Venus bildet ein Quadrat zu Pluto (am 1.10. ).

Diese Transitkombination ist ehrlich gesagt unglaublich tief und komplex und kann sehr verschiedene Formen annehmen. Die zwei schönsten Möglichkeiten wären, dass du entweder mystischen, leidenschaftlichen Sex hast – quasi eine körperlich-spirituelle Verschmelzungserfahrung erlebst oder aber ganz tief sitzende Ohnmachtserfahrungen aufgrund von Ausgrenzungen oder Unterdrückung ein Stück weit verwandeln und heilen kannst – dass das nicht ganz ohne schmerzhafte Konfrontationen abläuft, dürfte klar sein. 

Natürlich sind solche großen Themen nicht mit einem Transit abgehandelt, aber alles ist ein Prozess und diese Zeitqualität ist definitiv eine Chance, diese alte Wut oder Ohnmacht ein bisschen mehr in Autonomie und radikale Schöpferkraft zu verwandeln.

Durch den Wechsel von Merkur in Skorpion am 3. Oktober bist du sowieso aktuell nur an tiefgründigen Begegnungen und Gesprächen interessiert.

Der Zeichenwechsel von Mars ins Friedenszeichen Waage (04.10.) ermöglicht uns bei all diesen schwierigen, ernsten Themen unseren Beziehungssinn nicht zu verlieren und uns trotz unserer Seelenwahrheit nicht nur auf uns zu fixieren, sondern auch immer wieder den Kontakt zum Gegenüber zu pflegen, den Dialog zu suchen und Kompromisse zu finden.

Auch die zweite Oktoberwoche bringt ehrlich gesagt ziemlich herausfordernde, aber auch sehr spannende, befreiende Energien mit sich.

Erst einmal zu der herausfordernden Seite: Die Waage Sonne steht aktuell im Quadrat zu Saturn und der Mondknotenachse. Diese Transitkombination sensibilisiert dich für alte, tiefsitzende Insuffizienz- oder Versagensgefühlen oder einem Zuviel an sehr fordernden Verpflichtungen, sodass vermehrt Sorgen, Ängste oder sogar depressive Gefühle in dir aufsteigen können. 

Vielleicht kommst du mit sehr alten, blockierenden Persönlichkeitsanteilen in Kontakt, die vorgeben, dich vor negativen Erfahrungen beschützen zu wollen, aber dich eigentlich nur hemmen.

Diesen Transit kannst du produktiv nutzen, wenn du dir bewusst machst, dass dich dein Zweifel und deine Angst zu dem Thema führen, dass du eigentlich mit ganzem Herzen meistern möchtest. Allerdings braucht diese Meisterschaft Zeit. Sei also in diesen Tagen ganz besonders geduldig, achtsam und liebevoll mit dir. Jetzt gilt es, ohne zu urteilen einen Schritt nach dem anderen zu machen.

Setze dich nicht unter Druck, denn mit übertriebenem Krafteinsatz kommen wir gerade sowieso nicht voran (Mars-Kairon-Opposition 09.10.)

Wie gut, dass Merkur gerade in Opposition zu Uranus steht (exakt am 07.10.). Diese Konstellationen bringt uns im besten Sinne ziemlich durcheinander und fordert uns dazu auf, alles anders als bisher zu sehen und neu zu denken. Wenn du dich dafür öffnest, fliegen dir die kreativen, genialen Ideen jetzt nur so zu.

Am 13. Oktober um 23:08 Uhr können wir dann den Vollmond aka Höhepunkt des Mondzyklus im Zeichen Widder in Opposition zur Waage-Sonne feiern.

Dieser Vollmond bringt uns zu Bewusstsein, dass wir, um lebendige, kraftvolle wie liebevolle Beziehungen führen zu können, immer wieder versuchen dürfen, eine Integration von Ich und Du, Harmonie und Konflikt, dem Ergreifen von Initiative und der Kunst des Reagierens, anzusteuern.

Um wirklich bei dem Anderen sein zu können, müssen wir um unser stabiles Kernselbst wissen, sonst verlieren wir uns im Du. Sind wir allerdings nur auf unseren Egowillen zentriert, dann lassen wir uns nicht mehr von anderen berühren, werden inflexibel und starr – auch dann ist keine echte Begegnung mehr möglich. Lasst uns diesen Vollmond also einen Schritt in Richtung Synthese beider Pole machen.

In der dritte Oktoberwoche ist jetzt alles anders als zuvor. Der Kosmos schickt uns wahnsinnig schöne Konstellationen, aber um richtig mit dem Flow dieser Woche zu fließen, sollten wir unsere Kontrollwünsche abgeben und auf überstarkes Verdrängen verzichten. 

Sonst könnte sich das Sonne-Pluto-Quadrat (exakt am 14. Oktober) eher von seiner unangenehmen Seite zeigen und uns mit tiefen Ohnmachtsgefühlen konfrontieren.

Nichts läuft dann, wie es soll und wir fühlen uns ausgeliefert, wütend oder verzweifelt.

Erlaubst du dir, loszulassen und abzugeben, nicht krampfhaft an deiner Macht festzuhalten und mehr mit der Wahrheit deiner Seele zu gehen, kannst du die extreme Power dieses Transit für dich nutzen und fühlst dich so frisch wie nach einer energetischen Kundalini-Session oder einer eiskalten Dusche – quasi wie neugeboren.

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Du kannst die große Konzentrationskraft (Merkur-Saturn-Sextil  am 14.10.), gepaart mit Inspiration und verbaler Feinfühligkeit (Merkur-Neptun-Trigon am 16.10.) dieser Woche dazu nutzen, aus dir selbst zu schöpfen und kraftvoll Schritte in Richtung deines höheren Ziels zu gehen (Merkur-Pluto-Sextil am 20.10.). 

Diese Konstellationen unterstützen alle schriftstellerischen Prozesse, aber sie ermöglichen auch unglaublich sensible, tiefe Gespräche.

Auch beziehungstechnisch ist diese Woche (endlich mal wieder) sternentechnisch zauberhaft. Wir haben einen Zugang dazu, wie wir wirklich lieben wollen und was für uns Erfüllung in Liebe und Partnerschaft bedeutet (Venus-im Trigon zum aufsteigenden Mondknoten am 18.10.).

Das Venus-Neptun-Trigon am 21. Oktober unterstützt dich dann auch noch, magische Beziehungserlebnisse und wahre Hingabefähigkeit zu erfahren. Deine Feinfühligkeit ist gesteigert und deine Sehnsucht nach Zärtlichkeit stark spürbar – ein wahrlich wundervoller Zeitpunkt für das Vereinen der Kräfte und bedingungslose Liebe.

Die Kombination aus Venus-Lilith-Trigon (24.10.) und Venus-Pluto-Sextil (25.10.) schenkt dir, wenn du es darauf anlegst, eine magnetische Ausstrahlung, die verzaubert.

Es besteht eine sehr gute Chance, schicksalhafte Begegnung wie ekstatische Sexualität zu erleben. Natürlich können auch bestehende Beziehungen heute sexuelle Höhepunkte erleben. Schließlich fördert Vertrauen das Sich-Fallen-lassen und gelebtes Verlangen fördert wiederum die Tiefe eurer Partnerschaft.

Ich wünsche dir einen kraftvollen, verwandelnden Start in den Herbst

deine Luisa*

Foto © Araí Moleri

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