Astrocast Juni: Liebe, Schmerz, Spiritualität und andere Geschichten

Am 21. Mai sind Sonne sowie unser Kommunikationsplanet Merkur ins Zeichen Zwilling gewechselt.

Vielleicht spürst du eine Flut von Wissensdurst in dir anschwellen und du hast den Drang, möglichst viel Neues und Inspirierendes auszuprobieren und zu lernen. Die Zwillingszeit eignet sich tatsächlich ganz hervorragend dazu, geistigen Input zu tanken und dich mit möglichst vielen verschiedenen Menschen zu kontakten und auszutauschen.

Im besten Fall fällt es uns jetzt wieder etwas leichter, die Zähigkeit und Blockaden der letzten Wochen bis Monate aufzubrechen, flexibler bezüglich unseres Umgangs damit zu werden und die Anstrengungen (arbeitsbedingt oder emotional) mit einem neuen, offenen Blick anzuschauen – ohne uns selbst oder andere zu verurteilen.

Zwillinge haben ein stark intellektuell-kognitiv betontes Interesse und eine enorme rhetorische Begabung.

Außerdem zeigen sie oft eine große Flexibilität, Offenheit und Anpassungsbereitschaft, die aber auch ihren Preis hat: Entscheidungsschwierigkeiten, überstarkes intellektuelles Grübeln und Zweifeln, zuweilen Verlust der eigenen Intuition bis hin zur Verzettelung bei diesen vielen Möglichkeiten.

Dabei besteht die Gefahr, alles zu Emotionale wegzuschieben, denn Themen, die die gefühlsmäßige Ebene stark berühren, werden eher als bedrohlich, weil als nicht kontrollierbar, erlebt: dazu gibt es nämlich nicht immer eine Information, die man einholen könnte oder ein alles erklärendes Buch.

Daher ist die Gefühllosigkeit und innere Leere bis hin zur Depression ein „Schatten“ des Zwillings, den sie oft sogar vor sich selbst sehr lange verborgen halten und den wir so oft übersehen, wenn sie so leichtfüßig, fast schwerelos, oft witzemachend um uns herumtänzeln.

Gerade die Sternenkonstellationen dieses Monats laden uns ein, auch zum*r Forscher*in unserer seelischen Unterwelt zu werden.

Und das bei aller Freude am Lernen, am Verstehen und Begreifen, sowie am rauschhaften Ideenaustausch.

Gleich zu Beginn der Zwillingszeit läuft Merkur ins Quadrat zur Lilith (am 22.05.).

Diese Konstellation könnte die Herausforderung mit sich bringen, die eigene Kraft und Aufmerksamkeit nicht in hassgeladenen Selbstgesprächen zu verlieren oder in negativ-verurteilenden Kommentare über Andere oder in Gesprächen mit Anderen zu investieren, sondern die Klarheit und Schärfe der Gedanken lieber für eigene Ziele und Projekte einzusetzen.

Gerade diese Kanalisierung deiner Kraft könnte dich wunderbar unterstützen, dich von alten unliebsamen Gewohnheiten und von dich selbst einengenden Verhaltensweisen zu befreien (Mars-Uranus-Sextil exakt am 22.05.). Schau, was da gerade eine frische Erneuerungsdusche braucht. Das ist eine kosmisch schöne Chance.

Ansonsten könnte dir das folgende Sonne-Lilith-Quadrat (exakt am 23.05) noch einmal mit aller destruktiven Härte gegen dich selbst begegnen oder dich mit schmerzhaften Schwächegefühlen konfrontieren (Mars-Kairon-Quadrat (25.05.). Das Geschenk dieser Konstellationen wäre, sich bewusst und radikal für die Entfaltung der eigenen Schöpferkraft zu entscheiden und die empfundene Durchsetzungsschwäche oder den mangelnden Mut in heilende, weise Kräfte zu übersetzen.

Aus kosmischer Sicht ist dabei jedoch ein Aspekt wirklich zentral:

Suche die „Schuld“ für aktuelle Verletzungen und Schmerzen nicht im Außen, sondern blicke noch einmal zurück in die Vergangenheit.

Was ist die Wurzel der Wunde? Die möglichen Einsichten werden dich langfristig sehr viel weiter bringen, als deine Wut kurzfristig zu externalisieren.

Am 30. Mai bildet Merkur ein Quadrat zu Neptun und eine Opposition zu Jupiter (exakt am 31.05.).

Hier überschwemmt uns der Kosmos quasi mit einer Extraportion Fantasie und großartigen Visionen. Zugegebenermaßen können beide Transite tendenziell zu übersteigerten Hoffnungen oder Gedankenchaos führen. Aber manchmal braucht es ja genau das: einfach mal ein bisschen zu groß denken und einfach mal an die eigenen Träume glauben. I like it.

Liebestechnisch stehen die Sterne in den nächsten Tagen definitiv fabelhaft.

Der Kosmos schenkt uns jetzt extrem zärtliche, sinnliche Stunden miteinander (Venus-Neptun-Sextil am 30.05.), fordert dafür aber ein tieferes Commitment, denn das Venus-Saturn-Trigon am 31. Mai ist nicht auf kurzfristige Befriedigung, sondern auf langfristiges Beziehungsglück aus.

Ist dies gegeben, könnt ihr in den folgenden Tagen zusammen in neue Tiefen der Intimität, Verschmelzung und Leidenschaft eintauchen (Venus-Pluto-Trigon am 03.06.).

Auch kreative Prozesse jeder Art werden durch diese Transite beflügelt.

Am 3. Juni um 12:02 Uhr dürfen wir den Neumond im Zwilling zelebrieren und uns nun auch innerlich auf die Zwillingsenergie einstimmen.

Innerseelisch ist jetzt alles auf Neustart gepolt.

Vielleicht möchtest du dich jetzt mit folgenden Fragen näher auseinander setzen, um deine Weichen neu zu stellen:

  • Wo darf mehr Leichtigkeit und Unbeschwertheit in mein Leben treten?
  • Erlaube ich mir, die Vielseitigkeit meiner Interessen und des Lebens zu feiern?
  • Worte sind eine mächtige Möglichkeit, um Einfluss zu nehmen: Für welche Gedanken möchte ich Sprachrohr sein?
  • In welchen Momenten möchte ich noch offener für andere Perspektiven, Überzeugungen und Ideen sein?

Oder du setzt dich bewusst mit den Schattenthemen des Zwillings auseinander, um dich von ihnen zu lösen:

  • Wann tendiere ich dazu, mich durch Rationalisieren von meinem Gefühl abzuschneiden? Gibt es bestimmte Situationen, die diesen Mechanismus verstärken?
  • Wo bringen mich meine überstarke Flexibilität und Anpassungsbereitschaft aus meiner Mitte? Was will ich wirklich? Was ist mein Ziel?
  • Wo unterbreche ich durch meinen permanenten Zweifel immer wieder den Kontakt zu meinem höheren Selbst?

Am 7. Juni steht ein Merkur-Kairon-Quadrat am Sternenhimmel.

Es bringt dich mit dem schmerzhaften Eindruck in Kontakt, immer noch nicht dein ganzes Potenzial zum Ausdruck bringen zu können.

Ursache hierfür ist oft die wiederholte Erfahrung, in Gesprächen nicht genügend Präsenz und Verständnis erlebt zu haben, was nun mit einer erhöhten Angst und entsprechenden Zurückhaltung einhergeht, sein Innerstes zu zeigen und wieder zu erfahren, dass man nicht verstanden oder nicht gehört wird. Die Sterne fordern dich jetzt aber dazu auf, in liebender Akzeptanz deiner schmerzhaften Vergangenheit und daraus resultierender Ängste (die nun mal zum Menschsein dazugehören) zu deiner Individualität und deiner Wahrheit zu stehen und diese auch zum Ausdruck zu bringen (Merkur-Lilith-Trigon).

Durch das gleichzeitig wirksame Merkur-Uranus-Sextil wird es dir bestimmt möglich sein, die oben genannten Erlebnisse anders als sonst zu verstehen, daraus neue Erkenntnisse und geniale Lösungswege zu entwickeln.

Diese Transite ermöglichen dir, die Kraft deiner Gedanken bspw. durch therapeutisches Schreiben oder heilsame Gespräche zu nutzen.

In den Tagen vom 9. bis zum 18. Juni haben wir eine unglaublich spannende Planeten-Energiekombination.

Kurz zusammengefasst könnte man sagen: Wir sind umgeben von himmlischen Vibes und werden dann doch vom Kosmos aufgefordert, die harte Arbeit der Umsetzung und Realisierung hier unten anzugehen. Ich krempel schon mal die Ärmel hoch.

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Der Kosmos schenkt uns hier Traumverwirklichungsenergie, die wir aber auch als melancholisch-sphärische Realitätsrückzugswünsche erleben können.

Schau was bei dir gerade dran ist. Mein Tipp: Gib dich dem Vertrauen hin.

Aber eins nach dem Anderen. Der Startschuss dieser Energie bildet das Sonne-Neptun-Quadrat (exakt am 09.06.). Es ruft oft Sehnsucht nach Stille und Isolation hervor, manchmal auch einhergehend mit körperlicher Erschöpfung, ermöglicht dir aber auch in andere Sphären einzutauchen.

Schau, welche Möglichkeiten es gibt, dieser Sehnsucht nachzugehen. Vielleicht fährst du an einen einsamen See, gönnst dir Yoga Nidra oder gehst wandern.

Die „Gefahr“ dieser Konstellation wäre, sich selbst etwas vorzumachen oder nicht so genau hinzuschauen (die meisten Astrolog*innen würden dir bspw. davon abraten, jetzt große Entscheidungen zu treffen).

Diese Konstellation birgt aber auch das Potenzial in sich, vom emotionalen, kollektiven Unbewussten stark berührt bis hin zu geöffnet zu werden und als Kanal tief inspiriert zu kreieren oder die eigene spirituelle Praxis zu vertiefen.

Durch die fast gleichzeitig wirksame Sonne-Jupiter-Opposition (um den 10.06. herum spürbar) sind wir gleichzeitig auf hoffnungsvollem Visions-Expansionskurs.

Diese Kombi kann unglaublich hilfreich sein, um unsere Träume kraftvoll zu visualisieren.

Gekoppelt mit dem Wunsch sie dann wirklich zu realisieren, kann es dann aber ehrlicherweise doppelt frustrierend sein, wenn wir feststellen, dass die Umsetzung uns doch einiges abverlangt; durch das nicht so schnelle Vorankommen könnten wir uns blockiert oder gehemmt fühlen mit der Gefahr, wieder aufzugeben und doch lieber in unseren Träumen zu schwelgen (Mars-Saturn-opposition am 14.06).

Aber Mars-Saturn-Konstellationen gelten auch als Leistungsarchetypen-Transite.

Schau ob du die Energie konstruktiv für dich gedreht bekommst, der Schlüssel wäre kosmisch gesehen in der Hingabe an die innere Führung und in dem Vertrauen auf das große Ganze zu finden (Mars-Neptun-Trigon exakt am 14.06.).

Diese Stimmung begleitet uns dann auch noch die nächsten Tage, wenn Merkur ins unterstützende Trigon zu Neptun läuft und dir heilsame Einsichten und kosmische Botschaften schickt (Journaling-Time ist angesagt), aber Merkur gleichzeitig in Opposition zu Saturn läuft und uns auffordert:

Mach was draus und verlier den Blick für die Realität nicht.

Das heißt, der Kosmos sendet uns die Ansage, nicht nur in Fantasiewelten abzutauchen, sondern sie auch aufs Papier, konzentriertes Arbeiten oder konkrete Ideen zu übersetzen. Jenseits und Diesseits wollen ausgewogen bedacht werden.

Am 17. Juni um 10:30 Uhr feiern wir den Vollmond im Zeichen Schütze in Opposition zur Zwillings-Sonne.

Heute kannst du der Vereinigung von Verstand und Intuition, Hoffnung und Zweifel, von den ersten Ideen und der großen Vision, ein großes Stück näher kommen.

Durch die Ganzheit, die entsteht, wenn wir das Streben nach Horizonterweiterung und spiritueller Sinnsuche mit der alltäglichen Kommunikation und dem Glück im Hier und Jetzt vereinen, können wir erkennen, dass wir alle zugleich auf der Suche und schon angekommen sind, und dass wir nicht unbedingt zu einem Guru in der Ferne reisen müssen, um die tiefsten Einsichten zu erlangen.

Oft können diese bereits durch scheinbar kleine Begegnungen oder Bemerkungen im Alltag ausgelöst werden.

Das gleichzeitig wirksame spirituell expandierende Jupiter-Neptun-Quadrat ermöglicht uns an das Wunder und das Gute zu glauben.

Es nimmt uns die Angst vor der Hingabe und dem Dunkel.

Das abschließende Saturn-Neptun-Sextil am 18. Juni steht wie keine andere Konstellation für die Chance seinen tiefsten Träumen eine reale Form geben zu können bzw. den Start dafür zu initiieren. Wir müssen sie allerdings auch ergreifen.

Ein bisschen warnen möchte ich jedoch davor, nicht zu sehr über eigene (körperliche) Grenzen zu gehen (also gerade, wenn du von dir weißt, dass du stark perfektionistische, fordernde Anteile in dir trägst), wenn Merkur und Mars in Opposition zu Pluto laufen (19. und 20.06).

Beide Transite sind potentiell ziemlich herausfordernd und können in Form von starkem Druck oder Höchstleistungsansforderungen – von uns selbst an uns selbst oder möglicherweise auch von außen auf uns zukommend – zu uns kommen oder auch als alte, negative Glaubensmuster bis hin zu extrem vernichtenden Gedanken, die uns für Totalversager erklären.

Das Geschenk der Konstellationen wäre genau bei diesen auftauchenden Themen, den Schritt weiter zu gehen und zu forschen:

Woher kommen diese alten Muster?

Stammen sie aus dem Familiensystem (die Auseinandersetzung mit psychischen Tabu- oder Ahnenthemen wird jetzt begünstigt)? Warum halte ich daran fest bzw. warum hole ich sie mir in mein Leben?

Steckt dahinter eine Angst die Kontrolle zu verlieren, die ich mit Perfektionismus versuche zu kompensieren? Oder habe ich Angst Beziehungen aufs Spiel zu setzen, wenn ich aus der Verstrickung aussteige?

Ich wünsche dir ganz viel Traumverwirklichungkraft und eine extra Portion Liebe!

Deine Luisa

Titelbild © Lydia Hersberger

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