Astrocast Juli 2020

Kaum zu fassen, dass ich jetzt schon den Astrocast für den Juli schreibe… die Zeit rast und steht still zugleich, oder? 

Am 20. Juni wandert die Sonne ins Wasserzeichen Krebs.

Dieser Monat eignet sich ganz wundervoll dafür, mit deinem innerseelischen Gefühlsreichtum und deinen bedürftigen Seiten in Kontakt zu treten. So schön das klingt, immer nur angenehm ist die Konfrontation mit der eigenen Verwundbarkeit natürlich nicht. Allerdings ermöglicht das Zulassen der auftauchenden Gefühle oft den ersten Schritt in Richtung Heilung und den Aufbau einer echten, sicheren Basis in uns selbst. Dies ist natürlich ein sich lebenslang fortsetzender Prozess – umso besser, sich dessen immer wieder bewusst zu werden. 

Da Krebs eines der sensibelsten und empathischsten Zeichen des Tierkreises ist, möchte uns diese Zeit des Jahres daran erinnern, wie wertvoll es ist, Expert*innen unserer Psyche und Seele zu sein. 

Jetzt fühlen wir alles viel intensiver: die Liebe, die Freude, die Zärtlichkeit, die Schönheit des Lebens.

All das kann uns jetzt viel leichter zu Tränen rühren. Da die Krebs-Energie extrem poetisch und musisch ist, wäre ein kosmischer Tipp, deine Gefühle auch durch kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu kanalisieren. Das Ganze ist ein sehr persönlicher Prozess, bei dem es nicht darum geht, das, was du aus deiner Seele geschaffen hast, für andere sichtbar zu machen. Es ist eher eine wundervolle Möglichkeit aus deinem Innersten, dem Schmerz, der Freude oder der Trauer, etwas zu erschaffen – quasi eine heilende, künstlerische Selbsterfahrung zu machen.

Die etwas herausfordernde Seite der Krebs-Energie ist die Tendenz, alles, was passiert, sehr persönlich zu nehmen und die oft labile Stimmungslage, die sich manchmal als anstrengende Launenhaftigkeit darstellt. Die Gefahr dabei wäre, im Inneren-Kind-Modus stecken zu bleiben, die eigenen Emotionen an jeder Ecke herauszuhauen und mit einer Haltung durch die Welt zu laufen, jemand anderes als wir selbst wäre für unsere Emotionen verantwortlich.

Das gegenteilige Schattenthema des Krebszeichens wäre die übergriffige Bemutterung anderer.

Dadurch, dass andere einen brauchen, fühlt man sich sicher und gewollt. Hinter diesem Gedanken steckt jedoch oft die Angst, allein und ungeliebt zu sein. Wir dürfen uns diesen Monat also alle noch einmal eine Extraportion Selbstliebe gönnen und zum Beispiel durch Verwurzelungsrituale oder lange Aufenthalte in der Natur unsere Geborgenheit spendende Mutter Erde zu erkennen.

Der Neumond in Krebs am 21. Juni um 8:41 Uhr wird von einer Sonnenfinsternis begleitet.

Die Astronerds wissen, was das heißt: Es wird intensiv! Viele Astrolog*innen sprechen bei Sonnenfinsternissen von der Möglichkeit und auch der Aufforderung eines spirituellen Resets aka dem Holy Shift. Anders gesagt: Die Neustart-Energie, die der Neumond sowieso schon mit sich bringt, wird extrem verstärkt.

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Möchtest du mit Krebsthemen arbeiten, beziehe folgende Fragen in deine Meditationspraxis mit ein:

  • Was brauche ich, um mich wirklich verwurzelt und zuhause zu fühlen?
  • Was braucht meine Seele, um zu heilen?
  • Wie gut stehe ich mit meinen Gefühlen in Kontakt?
  • Kann ich mich selbst mit Liebe versorgen oder was brauche ich, um mich emotional geborgen zu fühlen? Was nährt mich?
  • Was möchte meine Seele auf die Welt bringen?

Oder du setzt dich mit dem Krebs-Schatten auseinander und reflektierst über folgende Fragen:

  • Wo bin ich aufgrund eines tiefen Bindungswunsches oder Angst vor Beziehungsverlusten unselbstständig geblieben und habe mich klein gemacht?
  • Wo verharre ich in alten, negativen Affekten, mache anderen Vorwürfe und weise Schuld zu, anstatt meine tiefen Gefühle von Verletztheit, Enttäuschung oder Wut zuzulassen und mich so zu Veränderung und Loslösung führen zu lassen?

Aus Selbstliebe und Liebe zu den anderen solltest du beginnen, deine Gefühle wirklich ernst zu nehmen – sie sind Botschaften deiner Seele.

 Am 25. Juni wechselt die Venus wieder ihre Richtung und wird direktläufig. 

Das ist für all diejenigen wichtig, die sehnlichst darauf warten, dass es beziehungstechnisch wieder vorwärts geht, beziehungsweise mehr Klarheit herrscht. Ich hoffe, du konntest die Rückläufigkeitsphase gut für dich nutzen. Vielleicht hast du dich durch Innenschau mehr mit deinen Werten auseinandergesetzt, dich mit der Liebe in dir und zu dir verbunden, selbstwert-destabilisierende Gewohnheiten aufgebrochen oder bist alte Money Mindset Themen angegangen? 

Falls du bezüglich dieser Themen noch nicht da bist, wo du gerne sein würdest – sei nicht zu streng mit dir! Die Astrologie geht davon aus, dass unser ganzes Leben ein zyklischer Entwicklungsprozess ist.

In der letzten Juniwoche ist noch einmal der Fokus auf den Themen Lebenskraft, Motivation und Ins-Handeln-Kommen.

Die Mondknotenachse steht im Quadrat zum Kraftplaneten Mars und möchte ganz viel Bewusstsein auf unsere Marsthemen lenken.

Da es sich um eine Quadratkonstellation handelt, schwingt in dieser Konstellation der Auftrag mit, Veränderung einzuleiten. Du könntest dich zum Beispiel fragen: 

  • Wo möchte ich mehr ins Handeln kommen? 
  • Wo verletze ich mich selbst, indem ich über meine eigenen Grenzen gehe? 
  • Was bedeuten Kraft, Wut, Selbstbestimmung und Durchsetzung für mich? 
  • Sind diese Begriffe positiv oder negativ besetzt? 
  • Unterdrücke ich meinen Ärger und nehme ihn nach innen? 
  • Für was möchte ich kämpfen? 
  • Wer oder was braucht meinen Mut und meine Kraft? 

Wie gut, dass am 28. Juni Mars ins Zeichen Widder wechselt und uns mit richtig viel Power ausstattet. Nach der Bewusstwerdung kannst du jetzt gleich zur Tat schreiten! Gib nicht auf, selbst wenn du in der ersten Juliwoche vom Weltschmerz oder deinem eigenen Gefühl von Unzulänglichkeit überschwemmt wirst.

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Sonne und Merkur laufen ins Quadrat zum verwundeten Heiler Kairon und öffnet uns für den auf der Welt existierenden Schmerz.

Häufig erfolgt diese Öffnung durch Aufbrechen eigener Wunden oder durch die Konfrontation mit den Grenzen der Möglichkeiten, etwas zu verändern – das erfährt man zwangsläufig als Mensch. Die konstruktive Wirkung dieses Transits liegt in tiefer Selbstannahme und Akzeptanz der empfundenen Beschränkungen, die vielleicht letztlich gar keine sind, aber von uns so bewertet werden

Um wirklich Veränderung und Entwicklung zuzulassen, ist es wichtig, unsere aktuelle und vergangene emotionale Situation so anzunehmen, wie sie ist.  

Auch auf einer über-persönlichen, gesellschaftlichen Ebene ist so wichtig, hinzuschauen und den Schmerz auch zuzulassen. Dann kommt oft der Wunsch, im eigenen Leben und am eigenen Verhalten aktiv etwas zu verändern und die Zukunft der Menschenkinder – wie aller Lebewesen und Mutter Erde überhaupt – nachhaltig zum Guten zu verwandeln.

In dieser ziemlich herausfordernden Zeit hilft uns hoffentlich die Jupiter-Pluto-Konjunktion.

Sie findet exakt am 30.06. statt, wird aber den ganzen Juli spürbar sein. Die Konjunktion hilft uns dabei, in Kontakt mit unserer Zuversicht und unserem Transformationswillen in Richtung unserer Vision zu bleiben. Im Kern geht es jetzt um einen massiven Weiterentwicklungsdrang, darum, den Glauben an das Gute in dir zu aktivieren und um transformierende Erkenntnisse. Die Chance dieser Zeit liegt darin, zu realisieren, wie kraftvoll du dein Leben und dadurch auch dein Wirken in der Welt mit der Kraft deiner Überzeugungen gestalten kannst und damit Krisen in Chancen verwandeln kannst. 

Es geht also um die positive Kraft deiner persönlichen Macht.

Das ist eine wichtige Gegenbewegung, oder besser gesagt Ergänzung, zu den aktivierten Kaironthemen. Da beide – also Jupiter und Pluto – aktuell rückläufig sind, könnte es sein, dass diese Prozesse erst einmal in deinem Inneren stattfinden, bevor sie dann später im Jahr sichtbar werden. 

Am 5. Juli um 6:44 Uhr erwartet uns mit dem Vollmond in Steinbock inklusive partieller Mondfinsternis der energetische Höhepunkt der letzten zwei Wochen.

Nun kann das zur Erfüllung kommen, auf was wir in den vergangenen Zyklen hingearbeitet haben. Oder du vertiefst den Bewusstwerdungsprozess der letzten Tage noch – insbesondere, falls es dir schwer gefallen ist, ins Fühlen zu kommen. Dann eignen sich die Tage um den Vollmond besonders gut, um mit dem bisher emotional Abgespaltenen in Kontakt zu kommen. 

Unter diesem Vollmond geht es um die Synthese von innerseelischer Verwurzelung und Halt durch äußere Strukturen.

Es geht um Verwundbarkeit und Unberührbarkeit und um den Wunsch nach Familie versus Streben nach Anerkennung im Beruf. Du kannst jetzt deine seelischen Anliegen manifestieren, indem du ausdauernd und achtsam an der Realisierung deines innerpsychischen kreativen Potenzials arbeitest.

In der Woche vom 6. bis zum 12. Juli erwarten uns emotionale Streitgespräche oder das Gefühl, verstummen zu müssen.

Du hast vielleicht das Gefühl, dass nichts, was du sagst, wirklich verstanden wird (Merkur in Krebs steht im Quadrat zum Mars in Widder am 08.07.). Es ist eine hohe Kunst, verständnisvoll und feinfühlig zuzuhören, wenn wir uns bedroht fühlen oder uns im Verteidigungsmodus befinden. Schau, was gerade für dich möglich ist.

Das Sonne-Lilith-Quadrat am 10. Juli macht die Situation nicht wirklich einfacher, symbolisiert es doch das Erleben, verstoßen und ausgegrenzt zu sein, oder es lässt alte traumatische Ohnmachtserfahrungen ins Bewusstsein drängen. Die Kraft dieses Transits ist es, Ungerechtigkeiten und Unterdrückung aufzudecken, um echte Gleichberechtigung und Selbstbestimmung möglich zu machen. Und wir erleben ja gerade gesellschaftlich, wie absolut notwendig das ist.

Das Sonne-Neptun-Trigon am 12. Juli ermöglicht uns den Zugang zu höheren Dimensionen und schickt heilsame Impulse.

Genau das was wir gerade brauchen, oder? Einfach mal kurz abtauchen, Nichtstun, meditieren, durchatmen, sich verbinden und universelle Liebe tanken. Aber auch in der nächsten Woche fordert uns der Kosmos weiter auf, uns mit den Wunden und Verletzungen der Welt auseinanderzusetzen – nun läuft Mars in Widder in Konjunktion mit Kairon (exakt am 14.07.). Hier möchte ich meinen Astrolehrer Markus Jehle gerne zitieren. 

“Um Held*innen zu werden, müssen wir fallen“. – Markus Jehle

Ich denke, was er damit meint, ist, dass es unglaublich stark ist, seine Schwächen, das, wofür man sich schämt, erlebte Mängel oder Erfahrungen des Scheiterns ehrlich mit anderen zu teilen und die eigene Verletzlichkeit offen zu zeigen. Das macht uns menschlich, verbindet uns alle und zeugt letztlich von so großem Mut.

Eine weitere, wichtige Sternenkonstellation dieser Woche ist die Opposition von Sonne zu Jupiter und Pluto (14. und 15.07.).

Diese könnte sich jetzt auf sehr unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen: Im herausfordernden Fall siehst du dich umgeben von Menschen, die versuchen, dir ihre Überzeugungen und Dogmen überzustülpen. Vielleicht fragst du dich verzweifelt, wo nun all die fanatischen Stimmen oder Missionare herkommen. Sei achtsam, denn ruckzuck könntest du in ähnlicher Weise handeln, weil du meinst, du wüsstest es definitiv besser. 

Das Potential dieses Transit wäre, sich ehrlich und doch voller Hoffnung auf die Reise zu deinem Innersten zu begeben. Ja, das kann sehr schmerzhaft sein und vielleicht siehst du dich auch konfrontiert mit Eigenschaften an dir, die du ablehnst. 

Das Geschenk wäre aber: Wachstum, Einsicht und Verständnis, mehr Kontakt mit deiner Seele und deiner unbändigen Willenskraft.

Auch nicht verkehrt, oder was denkst du? Ich wünsche dir trotz all dem emotionalen Sternengewitter einen traumhaften Juli!

Deine Luisa*

Titelbild © Araí Moleri

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