Astrocast Januar 2020

Am 22. Dezember wechselt die Sonne ins Erdzeichen Steinbock.

Kosmisch gesehen beginnt jetzt eine sehr bedeutsame, aber auch ernste Zeit, in der wir dazu inspiriert werden, einzukehren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. 

Das Tierkreiszeichen Steinbock steht nämlich für Klarheit und für die innere Ausrichtung auf die Meisterung des Lebens. Diese Reduktion auf die Essenz unseres Seins und Strebens macht Steinböcke oft sehr bescheiden, manchmal aber auch geizig. Allerdings ist die Ursache dieser eigenen Selbstkasteiung meist der unbedingte Wille zur Selbstständigkeit, denn Abhängigkeit und Unterwerfung kommen nicht in Frage.

Wenn du diese Zeitqualität für dich ausschöpfen möchtest, empfehle ich dir, jetzt noch einmal zu prüfen, für welche Projekte du deinen Leistungswillen, deine Ausdauer und Kraft einsetzen möchtest.

Saturn bzw. Steinbock ist nämlich der Herrscher von Karma (des kosmischen Prinzips von Ursache und Wirkung) und von Dharma (Ethik und Pflicht, Bestimmung, Lebensaufgabe, Einheit und Heiligkeit). 

Meist werden wir jetzt erinnert, dass jedes Tun eine Konsequenz hat.

Du darfst dir dieser Macht bewusst werden und Verantwortung dafür übernehmen. Natürlich ist Vorsicht davor geboten, nicht ins Kontrollieren-Wollen zu verfallen. Du musst nicht alles alleine auf deinen Schultern tragen und dich auf Burnout und Depressionen zubewegen (ein typisches Steinbockproblem).

Mit diesem Wissen ist auch eine tiefe Demut verbunden, denn wir können nun realisieren, dass wirklich tiefgreifende Entwicklungen und Veränderungen Zeit, Konsequenz und Liebe brauchen. Du kannst jetzt in tiefer Anerkennung vor deinem Weg des letzten Jahres Rückschau halten. 

Respektiere, was möglich war, aber auch, was nicht möglich war. Alles ist ein Prozess.

Alles, was wirklich von Bedeutung und Bestand sein will, muss reifen. Gebe dir diese Zeit.

Das gleichzeitig heute (am 22.12) wirksame Mars-Pluto-Sextil schenkt dir kurz vor Weihnachten Willensstärke, Kraft, Konzentration und Vitalität.

Du kannst jetzt also nochmal durch die Wohnung wirbeln, um unerledigten Dinge abzuhaken oder einen letzten Bastel-Kekse-backen-kreatives-Verpacken-Marathon starten.

Beziehungstechnisch ist die Energie allerdings nicht ganz so easy-going, denn unter einem Venus-Uranus-Quadrat (auch exakt am 22.12.), kann es schon mal zu kleinen Explosionen oder aber Einsamkeitsgefühlen kommen (wenn man sich entfremdet von seinen Nächsten fühlt). Mein Tipp an Dich: Gönn dir heute dein Ding auf deine ganz spezielle Art und Weise zu machen. 

Feier deine Individualität und habe Spaß dabei, aber schenke auch deinem Gegenüber genau diese Freiheit.

Andersartigkeit ist ja auch wahnsinnig spannend und lebendig, auch wenn es dann man knallt.

Das Sonne-Kairon-Quadrat am 23. Dezember ist allerdings nicht so leicht weg zu stecken, aber vielleicht ist das auch genau gut so. Es öffnet uns allesamt für den auf der Welt existierenden Schmerz, häufig auch durch Aufbrechen eigener persönlicher Wunden oder Unzulänglichkeitsgefühlen. 

Die konstruktive Wirkung dieses Transits liegt in einer tiefen Selbstannahme und Akzeptanz der empfundenen Beschränkungen und Grenzen, die vielleicht letztlich gar keine sind, aber von uns so bewertet werden. Um wirklich Veränderung und Entwicklung zuzulassen und anzugehen, ist es oft ein zentrales Element, unsere aktuelle und vergangene emotionale Situation erst einmal so anzunehmen wie sie ist. 

Auch auf einer überpersönlichen, gesellschaftlichen Ebene scheint es so wichtig, hinzuschauen und den Schmerz auch zuzulassen.

Dann kommt oft der Wunsch, im eigenen Leben etwas zu verändern und die Zukunft der Menschenkinder (wie aller Lebewesen und Mutter Erde überhaupt) nachhaltig zum Guten zu verändern. 

Genau dazu lädt uns das Sonne-Uranus-Trigon dann am 24. Dezember ein:  Es öffnet dein Bewusstsein und zeigt dir auf, was möglich ist.

Dieser Transit schickt uns im schönsten Falle geniale, kreative Ideen und Lösung um die Zukunft neu zu gestalten. Lass dich auf dieses Abenteuer ein, dann kannst du kosmisch gesehen ein tiefes Gefühl von Freiheit, Hoffnung und der Freude an der Veränderung wahrnehmen. 

Am 26. Dezember umarmen sich ganz früh morgens um 6:13 Uhr Sonne und Mond im Zeichen Steinbock – Neumondzeit ist angesagt.

Dies ist ein wundervoller Saatmoment, durch den du alle deine inneren Steinbockthemen noch einmal vertieft beleuchten und einen Neubeginn einläuten kannst. Dieser Neumond findet in der Nähe des absteigenden Mondknotens statt und wird daher von einer (ringförmigen) Sonnenfinsternis begleitet (sichtbar vor allem in Südostasien). Man sagt Finsternisse resetten unsere spirituellen Energien. Das Universum öffnet dich also gerade unter diesem Neumond für wundervolle Verwandlungen, seelische Neustarts und ermöglicht kosmisch-magische Initationsmomente.

Vielleicht widmest du dich heute folgenden Fragen:

  • Worüber möchte ich noch mehr Klarheit gewinnen und mich auf das Wesentliche konzentrieren?
  • Wie kann ich für meinen ureigenen Weg Verantwortung übernehmen?
  • In welchen Bereichen möchte ich wahre Meisterschaft erlangen und eine „Autorität“ werden?  

Oder du setzt dich mit deinem Steinbock-Schatten auseinander:

  • Wo erdrückt mich die Last von Pflichterfüllung, Leistungsdruck, Stress und Normen?
  • Wo drohe ich vor all der Verantwortung unter Schuldgefühlen und Burn-out-Gefahr zu leiden?

Drohst du vor lauter Steinbockhaftigkeit alle lebendigen, inneren Impulse zu unterdrücken, dann gönn dir jetzt eine extra Portion Zärtlichkeit – zelebriere das Gefühl, geborgen zu sein und auch mal jemanden brauchen zu dürfen.

Bist Du heute noch mit der Familie und Verwandten unterwegs, möchte ich dir ein bisschen zur achtsamen Wortwahl raten. 

Denn heute steht auch noch ein Merkur-Lilith-Quadrat am Sternenhimmel und das könnte dich dazu verleiten, deine inneren Wahrheiten vielleicht etwas zu radikal rauszuhauen und deine Mitmenschen mit deinen Worten mehr zu verletzen, als dir bewusst ist. Also bitte nicht falsch verstehen: An tiefem, ehrlichem Austausch ist ganz und gar nichts auszusetzen, es geht nur ein bisschen um das „wie“. Damit inspirierst du auch wieder dein Umfeld, dass ja heute vielleicht auch etwas extrem regieren könnte. 

Wie schön, dass uns der Kosmos am 27. Dezember eine Sonne-Jupiter-Konjunktion schickt, die hoffentlich die gesamten Feiertage spürbar ist und sie mit ihrer zauberhaften Schwingung umgibt. 

Denn dieser Transit steht für tiefe Freude, Großzügigkeit, Glücksgefühle, Fülle und Zuversicht.

Im besten Fall bist Du erfüllt von einem jupiterhaften, hoffnungsvollen Blick in die kommende Zeit, aber auch in tiefer Wertschätzung und Respekt für dein Leben, deine Lieben und das was ist (da Sonne und Jupiter ja in Steinbock stehen). 

Die Zeit um den 30. Dezember eignet sich astrologisch betrachtet fantastisch für eine (Jahres)-Rückschau (Sonne am absteigenden Mondknoten).

Was hast Du aus dem Vergangenem gelernt? Welche Ressourcen und Fähigkeiten hast Du daraus entwickelt? Welche Eigenschaften/inneren Themen hindern Dich gefühlt immer noch an einem Vorankommen und an deiner seelischen Entwicklung?

Vielleicht tauchen noch einmal schmerzhaften Erinnerungen auf (Merkur-Kairon-Quadrat) aber vielleicht kommen auch schon unglaublich kreative Ideen, Lösungsmöglichkeiten und Veränderungswünsche zu dir (Merkur-Uranus-Trigon). Gerade ein schön fließendes Merkur-Uranus-Trigon ermöglicht den Zugang zu neuen, inspirierenden Denkweisen und erleichtert es uns von eingefahren Gedankenkreisen loszukommen.

Am 31. Dezember prägt der sensible Fischemond im Sextil zu Jupiter und Sonne die Stimmung.

Sternentechnisch definitiv keine klassische Partykonstellation, aber das muss es ja auch gar nicht sein, oder? Ok, ekstatische Parties, auf denen wir uns mit allem und jedem verbunden fühlen und die allumfassende Liebe feiern, würden durchaus zu diesen Transiten passen, aber auch Rückzug und Stille, mit Kerzen und Tee, alleine oder gemeinsam. Fühl rein was du heute brauchst. 

Ich weiß, ich weiß, die ganzen Vorsätze für das neue Jahr, die uns gerade um die Ohren fliegen, können ziemlich nerven, insbesondere dann, wenn daran bestimmt normative Vorstellungen geknüpft sind, die es zu erfüllen gibt.

Wer trotz diesem Wahnsinn Lust und Zeit hat seine ganz eigenen Pläne zu machen, der kann dies definitiv besonders gut am 2. Januar.

Denn dann läuft Merkur in Konjunktion zu Jupiter und schenkt uns Weitblick wie Organisationstalent. Gleichzeitig hilft dieser Transit groß zu denken und uns mit unseren Visionen zu verbinden. Wer also auf Vision– und Mood-Boards oder Listen steht – heute ist euer Tag (wenn ihr nicht schon am Steinbock-Neumond fleißig Intentionen gesetzt habt). 

Die restliche erste Januarwoche eignen sich ganz wundervoll zum Träumen, schlafen, Märchen erzählen, Seele baumeln lassen und einfach mal nichts tun, denn Sonne und Merkur bilden ein schönes, zartes Sextil zu Neptun (07./08.01). Auch ein Stille-Retreat, eine Yogareise oder eine Zeit am Meer würde diese Zeitqualität besonders schön kanalisieren.

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Ab dem 10. Januar geht es dann sternentechnisch gesehen richtig rund.

Wir starten mit dem Vollmond auf der Steinbock-Krebs-Achse am 10. Januar um 20:21 Uhr, der durch die ihn begleitende Mondfinsternis energetisch noch einmal stark aufgeladen wird. Sei gespannt welche Erkenntnisse und Einsichten zu dir kommen wollen. 

Nutze diese bewusstseinserweiternde Nacht, um die Vereinigung deines inneren Erwachsenen und deines inneren Kindes zu feiern.

Erst wenn wir gelernt haben, uns gut in uns selbst zu verwurzeln und wissen, wie wir Geborgenheit und Selbstfürsorge in unser Leben holen, können wir in großer emotionaler Stärke auf der Bühne des Lebens strahlen und Verantwortung übernehmen, ohne daran zu zerbrechen. 

Welchen der beiden Anteile möchtest du noch mehr in deinem Leben aktivieren, um in eine größere Balance zu kommen?

Am 12. Januar wird dann die Sternenkonstellation exakt, die das ganze Jahr 2019 so stark geprägt hat, Saturn tritt in Konjunktion mit Pluto in Steinbock (diese Konstellation färbt aber bestimmt auch den ganzen Januar ein). Wie Robert Hand so treffend schreibt, geht es dabei um die „Konzentration aller zur Verfügung stehendenden Energie, um die notwendige Evolution zu verwirklichen

Wenn man sich diese Energie bewusst macht, versteht man, warum das Jahr 2019 so so anstrengend und doch gleichzeitig so bedeutsam und verwandelnd war.

Die Saturn-Pluto-Kraft wollte uns unbedingt mit der Wahrheit unserer Seele in Kontakt bringen, um unser Fundament für die nächsten Jahrzehnte darauf aufzubauen, was uns wirklich Halt gibt. Genau dafür sollen und dürfen wir absolute Verantwortung übernehmen. Bei manchen hatte das vielleicht eine tiefe Krise zur Folge, durch die sie aufgefordert wurden von alten Strukturen loszulassen, wirkliche Verwandlung zuzulassen. 

Im besten Fall mit der Konsequenz, sich wirklich seiner Bestimmung und Seelenaufgaben zuzuwenden (das betrifft weitaus mehr als „nur“ das Thema Berufung), weil man erkannt hat, was wirklich wichtig für einen ist und selbst in den dunkelsten Momenten Halt gibt. Selbst wenn du schon sehr in tune mit deinem Innersten ausgerichtet lebst, hat dich 2019 sicherlich gefordert, aber du hast vermutlich auch schon einen großen Entwicklungsschub, wie sichtbare Manifestationen deines Seelenplans erlebt. 

Feier sie in großer Dankbarkeit und würdige deinen mutigen Weg.

So oder so kommen diese Themen im Januar (insbesondere in der zweiten Januarhälfte) noch einmal sehr stark ins Bewusstsein, denn Merkur und die Sonne, treten auch noch in Konjunktion mit Saturn und Pluto (am 12.01. und 13.01.).

Dies ist der erste von drei entscheidenden Plantenzyklus-Neustarts in diesem spannenden Jahr 2020.

Manche Astrolog*innen sprechen gar von einer neuen Weltordnung, die dadurch angestoßen wird. Ich würde sagen, wir dürfen mächtig gespannt sein!

Jetzt wünsche ich dir erst einmal eine wundervolle Winter-Weihnachtszeit und einen magischen Start ins neue Jahr!

Deine Luisa*

Titelbild  © Araí Moleri

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