Astrocast Januar 2019: Power to the People

Am 21. Dezember wechselt die Sonne ins Erdzeichen Steinbock und wir feiern die Wintersonnenwende.

Kosmisch gesehen definitiv eine sehr bedeutsame, aber auch ernste Zeit, in der wir dazu inspiriert werden, einzukehren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Tierkreiszeichen Steinbock steht nämlich für Klarheit und für die innere Ausrichtung auf die Meisterung des Lebens.

Diese Reduktion auf die Essenz unseres Seins und Strebens macht Steinböcke oft sehr bescheiden, manchmal aber auch geizig. Allerdings ist die Ursache dieser eigenen Selbstkasteiung meist der unbedingte Wille zur Selbstständigkeit, denn Abhängigkeit und Unterwerfung kommen nicht in Frage.

Nutze diese Zeitqualität jetzt, um zu prüfen, für welche Projekte du deinen Leistungswillen, deine Ausdauer und Kraft einsetzen möchtest.

Saturn bzw. Steinbock ist nämlich der Herrscher von Karma (des kosmischen Prinzips von Ursache und Wirkung) und von Dharma (Ethik und Pflicht, Bestimmung, Lebensaufgabe, Einheit und Heiligkeit). Meist werden wir jetzt erinnert, dass jedes Tun eine Konsequenz hat. Du darfst dir dieser Macht bewusst werden und Verantwortung dafür übernehmen. Natürlich ist Vorsicht davor geboten, nicht ins Kontrollierenwollen zu verfallen. Du musst nicht alles alleine auf deinen Schultern tragen und dich auf Burnout und Depressionen zubewegen (ein typisches Steinbockproblem).

Mit diesem Wissen ist auch eine tiefe Demut verbunden, denn wir können nun realisieren, dass wirklich tiefgreifende Entwicklungen und Veränderungen Zeit, Konsequenz und Liebe brauchen. Du kannst jetzt in tiefer Anerkennung vor deinem Weg des letzten Jahres Rückschau halten. Respektiere, was möglich war, aber auch, was nicht möglich war. Alles ist ein Prozess. Alles, was wirklich von Bedeutung und Bestand sein will, muss reifen. Gib dir diese Zeit.

Wie schön, dass uns das Universum bei all dieser tiefen Ernsthaftigkeit und Melancholie gleich noch eine Merkur-Jupiter-Konjunktion schickt (exakt am 21.12.).

Wir vermögen also eben dennoch, hoffnungsvoll, zuversichtlich, mit großen Visionen und Weitblick in die Zukunft zu schauen. Diese Konstellation begünstigt sowohl Vertrags- oder Geschäftsabschlüsse wie Beförderungen (denn du kannst heute andere sehr gut von deinen Projekten mit Worten überzeugen), als auch konstruktive, erkenntnisreiche und sinnstiftende Gespräche. Die Kraft des positiven Denkens ist heute definitiv spürbar! Zentraler Punkt dabei um tiefe Fülle und Kraft zu verspüren: Du musst wirklich an das glauben was du denkst /sagst und es muss wirklich Sinn für dich ergeben.

Gleichzeitig schickt uns der Kosmos traumhafte Liebeskonstellationen und Einheitserfahrungen (Venus-Neptun-Trigon). Auf einer universelleren Ebene kannst du jetzt in einen tiefen Heilungsprozess eintreten. Deine Medizin ist Liebe. Der Kosmos öffnet die Türen der Verbundenheit, Akzeptanz, Dankbarkeit und Vergebung. Auch für künstlerische Prozesse aller Art öffnet dieser Transit die Schleusen zur höchsten Inspiration.

Am 22. Dezember zelebrieren wir den Vollmond auf der Steinbock-Krebs-Achse.

Nutze diese energetische, bewusstseinserweiternde Nacht, um die Vereinigung deines inneren Erwachsenen und deines inneren Kindes zu feiern. Erst wenn wir gelernt haben, gut in uns selbst zu wurzeln, wissen wie wir Geborgenheit und Selbstfürsorge in unser Leben holen. Dann können wir in großer emotionaler Stärke auf der Bühne des Lebens strahlen und Verantwortung übernehmen ohne daran zu zerbrechen. Welchen der beiden Anteile möchtest du noch mehr in deinem Leben aktivieren, um in eine größere Balance zu kommen?

Unter dem Venus-Lilith-Quadrat am 23. 12. kann es emotional ziemlich heftig zugehen, aber es lohnt sich, sich diesen Stimmungen zuzuwenden.

Die intensiven Gefühle, die jetzt möglicherweise in dir hervorbrechen, haben nichts mit Drama zu tun. Hierbei geht es wirklich um tief empfundenes Leid:, weil wir uns ins unserer eigenen schöpferischen Potenz begrenzen/begrenzt wurden und uns sogar destruktiv bekämpfen, weil wir uns ausgestoßen, nicht akzeptiert, abgelehnt, schuldig, benachteiligt und einsam fühlen, und weil wir uns unterdrückt, ohnmächtig oder in Schatten der Vergangenheit verstrickt erleben.

Ich rate dir sehr, eine geeignete Möglichkeit zu finden all diesen Schmerz zu entladen (ausgiebige Kundalini Yoga Session/Dynamic Meditation von Osho oder Urschreitherapie) sonst kommt es am Ende zu Wutanfällen, Verbitterung oder tiefem Groll unterm Weihnachtsbaum.

Das Merkur-Neptun-Quadrat am 25.12. schenkt uns nach einigen Verwirrungen und Tränen im besten Fall heilsame Gespräche die Frieden und Vergebung ermöglichen.

Übrigens auch uns selbst gegenüber!

Diesen Transit kannst du am besten ausschöpfen, indem du dich gedanklich locker machst und die Unperfektheiten des Lebens mit einem Lächeln umarmst. Wenn möglich empfehle ich dir dringend, den ganzen Tag im Schlafanzug zu verbringen und Gemütlichkeit, Nichtstun sowie berührende Gespräche zu feiern.

Beziehungstechnisch beschert uns das Venus-Pluto-Sextil am 28.12. leidenschaftliche Sexualität, aber auch intensive emotionale Auseinandersetzungen.

Diese können unser Beziehungsbewusstsein nachhaltig verändern. Sextile zeigen astrologisch betrachtet immer Möglichkeiten und kein Muss an. Ihr (als Paar) könnt diesen Transit also wunderbar für konstruktive Konfrontationen nutzen. Schließlich „muss“ jede Partnerschaft wachsen und sich verändern um lebendig und authentisch zu bleiben; verleugnet man diese gesunde und heilsame, letztendlich stabilisierende Notwendigkeit auf die Dauer, kann es zu Beziehungsverlusten kommen.

Für die Zeit vom 29. Dezember bis zum 3. Januar möchte ich folgendes Zitat vorwegstellen:

„Gesunde Aggression gibt uns den Willen, mehr von dem zu entfalten, der wir sind, und in das hineinzuwachsen, was wir zu werden bestimmt sind“ – Paul Tillich

Genau das versucht uns der Kosmos gerade noch einmal zu sagen. Vielleicht fühlst du dich durch die Mars-Kairon-Konjunktion am 29. Dezember besonders leicht angegriffen, wehrlos, durchsetzungsschwach, bist besonders selbstkritisch mit deinem Körper und hart mit dir oder spürst aggressive Impulse in dir aufsteigen und würdest am liebsten die ganze Welt schuldig sprechen.

Kosmisch gesehen geht es aber darum, deine Wut weder gegen dich selbst noch gegen andere zu wenden, sondern das, was dich frustriert, ins Bewusstsein zu heben und damit zu sein z.B. deine eigenen Hemmungen, Blockaden und selbst auferlegte oder erlebte menschliche Begrenzungen.

Diese Konstellation erinnert dich daran, dass du deine Kraft weise und zur Heilung einsetzen kannst und sie nicht schädlich und destruktiv bspw. durch heruntergeschluckten Ärger leben musst. Vielleicht fordert dieser Transit von dir daher auch einen neuen Umgang mit deiner Power. Wie und für was möchtest du sie einsetzen?

Astrologisch gesehen rät dir der Kosmos, dich auf deine Bestimmung zu besinnen.

Denn die Sonne-Saturn-Konjunktion in Steinbock (exakt am 02.01.19) unterstützt dich, all deine Kraft zu konzentrieren und zu mobilisieren um deine Lebensaufgabe zu manifestieren. Zugegeben das kann harte Arbeit sein, aber wenn deine Ausrichtung und dein Tun wirklich deinem Selbst entsprechen, dann arbeitest du jetzt an dem Fundament deines lebenslangen Glücks.

Kommen jetzt depressive Stimmungen auf, dann entspricht das, was du tust, vermutlich noch nicht dir selbst, sondern mehr den Anweisungen eines harten, normativ orientierten, inneren Kritikers. Oder aber die Verantwortungsdosis ist gerade einfach zu hoch. Dann empfehle ich dir, gegenzusteuern und wieder mehr Selbstfürsorgepraxis in dein Leben zu holen (fühl doch mal rein, was das genau für dich bedeutet).

Es könnte gut sein, dass du dich im Laufe der ersten Januarwoche zudem unverstanden oder auf alte Wunden aus der Schulzeit zurückgeworfen fühlst.

Merkur läuft am 3.1. ins Quadrat zu Kairon. Die Kraft, die im Aussprechen unserer tiefsten Wunden liegt, wird heute ganz besonders offensichtlich. So kannst du Schwächen in Stärken verwandeln und auch besonders heilsame Worte für andere und deren Verletzungen finden.

Dieser Transit eignet sich sehr gut dazu, andere zu unterrichten (spirituelles Wissen und Lehren können jetzt besonders gut zur Anwendung kommen). Oder du nutzt diese Konfrontation mit deinen empfundenen Unzulänglichkeiten, um sie dieses Mal ganz anders als jemals zuvor zu sehen.

Das Merkur-Uranus-Trigon am 4.1. ermöglicht dir nämlich nicht nur Erkenntnisblitze und ein Ideengewitter, sondern auch einen vollkommen neuen, intuitiven Blick auf die „Realität“.

Einfach alles mal anders herum denken, ist jetzt die Devise. Also raus aus Versagensängsten und Selbstzweifelattacken, wo sie längst nicht mehr angebracht sind, und her mit den inspirierenden Eingebungen.

Der Kosmos schickt uns diese Woche gleichzeitig so schöne Heilungstransite, dass ich persönlich den Eindruck habe, wir dürfen noch einmal in Kontakt mit altem Schmerz kommen um diesen dann, getragen von einer höheren Macht und Liebe, ein Stückchen mehr loszulassen und uns selbst/der Welt zu vergeben.

Zum einen steht die Sonne im Sextil zu Neptun (04.01.) und ermöglicht dir auf sanfte Weise in tiefer Verbindung mit deiner Seele zu sein und dich als Teil des großen Ganzen zu erleben. Diese damit verbundene allumfassende Liebe hat astrologisch betrachtet schon etwas Heilsames an sich.  

Das Venus-Kairon-Trigon und das Venus-Mondknoten-Trigon (4. und 5. Januar) unterstützen dich, deine zukünftige, erfüllenden Form von Liebe und Selbstliebe noch klarer zu sehen.

Außerdem helfen sie dir dabei, alte Selbstwertwunden zu heilen, sowie deine Talente und Ressourcen dankbar wertzuschätzen.

Am 6. Januar umarmen sich Sonne und Mond im Zeichen Steinbock – Neumondzeit ist angesagt.

Dies ist ein wundervoller Saatmoment, durch den du alle deine inneren Steinbockthemen noch einmal vertieft beleuchten und einen Neubeginn einläuten kannst. Vielleicht widmest du dich heute folgenden Fragen:

  • Worüber möchte ich noch mehr Klarheit gewinnen und mich auf das Wesentliche konzentrieren?
  • Wie kann ich für meinen ureigenen Weg Verantwortung übernehmen?
  • In welchen Bereichen möchte ich wahre Meisterschaft erlangen und eine „Autorität“ werden?   

Oder du setzt dich mit deinem Steinbock-Schatten auseinander:

  • Wo erdrückt mich die Last von Pflichterfüllung, Leistungsdruck, Stress und Normen?
  • Wo drohe ich vor all der Verantwortung unter Schuldgefühlen und Burn-out-Gefahr zu leiden?

Drohst du vor lauter Steinbockhaftigkeit alle lebendigen, inneren Impulse zu unterdrücken, dann gönn dir jetzt eine extra Portion Zärtlichkeit – zelebriere das Gefühl, geborgen zu sein und auch mal jemanden brauchen zu dürfen.

Durch den ebenfalls am 6.1. stationär direktläufigen Uranus wird die Kraft die Neustartenergie des Neumondes noch verstärkt.

Das markiert ihn als einen der Höhepunkte des Monats. Beobachte, welche genialen, kreativen Eingebungen jetzt aus dir hervorbrechen. Dabei handelt es sich vermutlich um die Verdichtung der einzigartigen Pläne, Ideen und zukünftigen Projekte, die du im letzten halben Jahr ausgetüftelt hast. Diese können jetzt mit ganzer Energie an die Öffentlichkeit gebracht werden. Es ist die perfekte Zeit für die Bekanntgabe großer Neuigkeiten.

Soviel Kraft voraus kann einen manchmal überfordern, reizbar oder nervös machen, insbesondere wenn Merkur im Quadrat zu Mars steht (am 08.01.).   

Sei also vielleicht etwas achtsam mit dir selbst und verwickle dich nicht in unnötige, aufreibende Streitgespräche. Aber auch hier gilt natürlich die wichtige Frage: Was hat sich innerlich an Unstimmigkeiten aufgebaut? Woher kommen die Nervosität und innere Unruhe, die Veränderung fordert? Mein Tipp: Take a deep breath.

Oder melde dich zu einem Neujahrs-Retreat an und buddel nochmal richtig tief in deiner Seele.

Das wäre zumindest eine grandiose Umsetzung der Sonne-Pluto-Konjunktion am 11. Januar. Dieser Transit eignet sich wirklich hervorragend dafür, innere Transformationsarbeit zu leisten und Überlebtes wirklich zu Ende zu bringen. Umso mehr du jetzt von negativen Energien loslassen kannst, umso stärker und kraftvoller gehst du – wie neugeboren – aus dieser Zeit hervor.

Für mich ist es auch der Selbstermächtigungstransit schlechthin, denn er ermöglicht dir den Kontakt zu deiner unbändigen, puren Urkraft.

Diese ist allerdings nur dann im Flow, wenn du wirklich deine innere Wahrheit lebst – der Essenz deiner Seele folgst. Diese zu erkennen und zu verstehen ist nun nicht immer so einfach. Oft sind wir in Widerständen und alten Loyalitäten gefangen. Dann erleben wir die Botschaften der Seele mehr als ausgeliefert sein oder Schicksalsschlag, versuchen zu verdrängen und zu kontrollieren damit alles so bleibt wie es ist.

Wie bezaubernd, dass gleichzeitig noch das spirituell expandierende Jupiter-Neptun-Quadrat am Sternenhimmel steht und uns durch seine visionäre Kraft ermöglicht, an das Wunder und das Gute zu glauben und uns die Angst vor der Hingabe und dem Dunkel nimmt. Was sind deine größten Träume und Hoffnungen?

Stell dir vor was dabei entstehen kann, wenn du deine tiefsten Wünsche mit deiner persönlichen Macht kombinierst:

Du setzt dann (im besten Falle) deine Willenskraft für das Wirken des göttlichen Kanals durch dich ein. Das Universum fordert dich dazu auf, deine Erkenntnisse und Visionen wirklich ernst zu nehmen und dann verantwortungsvoll in die Tat umzusetzen, auch wenn das Kraft kostet (Merkur in Konjunktion zu Saturn am 13.01.) – anstatt wieder zurück in alte Ohnmachtsgefühle oder Verdrängung zu verfallen.

Aber keine Sorge, du wirst dabei kosmisch geführt, denn deine Intuition ist jetzt besonders stark (Merkur-Neptun-Sextil exakt am 14.01.19). Neben einer gesteigerten Imaginationsfähigkeit kannst du jetzt Infos direkt aus der Quelle mitgeteilt bekommen. Die Merkur-Pluto-Konjunktion am 18. Januar schenkt dir dann extrem gesteigerte geistigen Fähigkeiten, sowie hohe Konzentrationskraft. Du kannst jetzt hervorragend Projekte mit Hochdruck, Disziplin und Fokus zum Abschluss bringen oder aber an tiefsitzenden alten Glaubenssätzen und Denkmustern rütteln.

Weise, besinnliche Weihnachten und einen traumhaften, magischen, mystischen Start ins neue Jahr wünscht dir

Luisa

Titelbild © Lydia Hersberger

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