Ana Forrest in Berlin: 1 Wochenende, 14 Stunden Yoga & jede Menge Detox

Yogastoned. So beschreibt Ana Forrest den Zustand nach bestimmten Yogapositionen.

Sie meint damit dieses Post-Yoga-Gefühl, das irgendwo zwischen gerade aufgewacht, ein bisschen dizzy im Kopf und so richtig gut durchgewaschen liegt. Jedenfalls fühlte ich mich so, als ich am Sonntag Nachmittag das Spirit Yoga West in Berlin verließ.

Über 14 Stunden Yoga mit Ana Tiger Forrest lagen hinter mir. Verteilt auf drei Tage und fünf Workshop-Einheiten.

Ana Forrest

In den ersten beiden Workshops widmeten wir uns dem Nacken, den Schultern und den Hüften. Ziel war es, die Muskeln zu lockern und Verspannungen zu lösen. Am Samstag Nachmittag ging es ans Eingemachte:

 

Working with a Specific Emotional Issue.

Über den Atem, Intention und bestimmte Yoga Übungen führt Ana Forrest ihre Schüler an emotionale Themen heran und ermutigt sie, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, damit sich verfestigte Muster nach und nach auflösen können. Den Sonntag begannen wir mit einem Flirt mit unserer Seele. Dabei geht es darum, die eigene Seele aufzuhellen und den liebevollen Kontakt zu sich selbst zu stärken. Übertragen auf die Yogapraxis bedeutet das, zu beobachten, was im Körper und diesem Prozess mit Faszination und Offenheit zu begegnen. In Workshop Nummer 5 gab es dann mein persönliches Schmankerl: Umkehrhaltungen und Armbalancen.

Jeder Workshop-Teil hatte seinen Reiz, aber die Upside Down Geschichte am Schluss war mein absolutes Highlight. Bekanntermaßen steigern die beiden Asanagruppen den Ausstoß vom Glückshormonen. Die Anstrengung machte der Einstellung

Jetzt ist doch auch schon egal, ich atme einfach weiter!

Platz, was für den finalen Kick sorgte. Vielleicht habe ich auch zum ersten Mal so richtig verstanden, was es bedeutet, sich durch etwas durchzuatmen und trotz massiver körperlicher Anstrengung wirklich Yoga zu praktizieren. 

Ana Forrest Berlin

Als es dann vorbei war, war ich sogar ein bisschen traurig. Weil es echt Spaß gemacht hat. Und stolz war ich auch. Sechs Stunden Yoga am Tag sind schon eine Nummer.

Um das ganze Yoga wieder ein bisschen auszugleichen, gab es am Sonntag Abend noch vietnamesisches Essen und eine Runde Tatort mit Family und Friends, so dass ich dann glücklich, müde und rundum zufrieden in mein Bett fallen konnte.

Mein Fazit: Ana Forrest ist außergewöhnlich.

Kein Om, kein Sanskrit, kein Streben nach Erleuchtung. Damit kann Ana nichts anfangen. Sie will Menschen Tools an die Hand geben, mit denen es Ihnen besser geht. Im Hier und Jetzt. Das gelingt ihr auch sehr gut. Forrest Yoga ist nicht in erster Linie für indische Yogis gemacht, sondern für westliche Schreibtischtäter, die mit klassischen Zivilisationskrankheiten wie Rückenproblemen, Schulterverspannungen und Depression zu kämpfen haben. Die Asanas sind entsprechend modifiziert und es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Schüler sich nicht verletzen.

Diese Herangehensweise zog sich durch den gesamten Workshop. Zunächst mussten alle Schüler ihre Matten mit Aufkleber versehen, auf denen Verletzungen und der eigene Name standen. Ana und ihren Assistenten gelang es so trotz der 80 Schüler, jeden einzelnen im Auge zu behalten, hier und da individuelle Variationen anzubieten und das Gefühl der Aufgehobenheit zu vermitteln.

Last but not least: Die Praxis ist richtig anstrengend und Detox durch und durch. Es wurde geschwitzt wie in der Sauna, die Luft war zum Schneiden dick. Die Anstrengung war aber nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Und genau das ist es, was mich persönlich am Yoga so fasziniert. Über die körperliche Praxis passiert sehr viel auf psychischer Ebene, was sehr heilsam sein kann. Vorausgesetzt man gerät an den richtigen Lehrer. Ana Forrest gehört aus meiner Sicht definitiv dazu und schafft einen sicheren Raum, der Schülern erlaubt, voll und ganz loszulassen ohne Angst vor dem Aufprall haben zu müssen.

Fest steht: Forrest Yoga ist eine unkonventionelle Yogaform. Ob sie etwas für dich ist oder nicht, kannst du nur selbst entscheiden. In jedem Fall ist ein Workshop bei Ana und Co. ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Mehr über Ana Forrest:

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, hier ein paar schnelle Tipps:

  1. In ihrem Buch Die Yoga-Kriegerin: Power für Körper und Seele mit Forrest Yogaschreibt Ana Forrest über ihre eigene (durchaus extreme) Geschichte, ihren Weg zum Forrest Yoga und heilsame Yoga Übungen. LESEN! 
  2. Ich habe Ana interviewt. Sobald das Interview geschnitten ist, wird es hier bei uns im Blog veröffentlicht. Bei Facebook dranbleiben oder den Newsletter abonnieren!
  3. Der hier ist für Yoga-Lehrer: Nächstes Jahr findet ein Forrest Yoga Advanced Teacher Training in Berlin statt. Infos findet ihr demnächst hier.

Das war’s zum Workshop, im Interview gibt es dann mehr Infos zu Ana Forrest als Person.

Danke an alle, die dabei waren, es war super mit euch zu Schwitzen und Turnen. Wie so oft im Leben steht und fällt die Sache ja auch mit den Leuten, die dabei sind.

Love and kisses und auf bald,
Rebecca

Quelle Titelbild: PR Forrest Yoga

3 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Rebecca,

    leider vermisse ich in dem Artikel eine genaue Angabe darüber, wie viel Geld das Yoga-Wochenende mit Ana T. Forrest gekostet hat oder waren die 14 Stunden Unterricht, welche auf fünf Workshop-Einheiten verteilt wurden, kostenlos ???

    Übrigens, das Buch „Die Yoga-Kriegerin – Power für Körper Geist und Seele mit Forrest Yoga“, lese ich gerade. 351 Seiten Buch für 9.99 Euro sind in Ordnung.

  2. Hallo Rebecca,
    wow der Bericht hat mich richtig mitgezogen und ich habe beim Lesen mit dir „gelitten“ und mich gefreut :) Besonders schön finde ich wie du das Post-Yoga-Gefühl beschreibst. Ich bin jedes mal wieder aufs Neue fasziniert was Yoga mit einem anstellen kann… v.a. dann wenn man es am wenigsten erwartet. Ich bin jetzt richtig neugierig auf Ana geworden und freue mich auf dein Interview!
    Liebe Grüße nach Berlin,
    Christiane

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*