Acht Wochen Bali – So habe ich meinen Traum manifestiert

Ich werde dieses Jahr zum zweiten Mal den deutschen Winter verkürzen. Im dunkelsten Monat des Jahres werde ich meine Zelte auf der Sonneninsel Bali aufschlagen. Kokusnuss und Avocado-Shake inklusive.

Dass ich das mal erleben dürfte, hatte ich viele Jahre selbst nicht geglaubt. Wie ich es trotzdem geschafft habe mir acht Wochen Auszeit und Ausland zu gönnen und wie du deinem persönlichen Traum näher kommst, teile ich im heutigen Montagsmantra mit dir.

Our dreams and desires define us. (Danielle Laporte)

Zur Sicherheit nochmal auf Deutsch: Unsere Träume und Wünsche definieren uns. Seit jeher haben Träume eine wichtige Funktion für unser menschliches Dasein.

Freud entdeckte, dass sie das Tor zu unserem Unbewussten sind, zu dem was wirklich in uns abgeht. Und viele Visionäre hatten ihre großen Offenbarungen im Traum.

Kurzum: Deine Träume sind der wichtigste Schlüssel zu dem, was dein Unbewusstes dir mitteilen will. Sie können dir offenbaren, was sich deine Seele wünscht. 

Wie aus meinen Traum vom Winter in der Wärme Wahrheit wurde

Als ich im Mai 2009 meinen ersten entscheiden „Ich kann so nicht weitermachen“-Zusammenbruch erlitt, schneite ich jeden Dienstag Abend um 18 Uhr bei einer Psychotherapeutin ein. Schnell hatte ich mich daran gewöhnt, jede Woche meine Sorgen abzuladen und wieder klarer zu sehen.

Bis der Dezember kam und sie mir offenbarte, dass sie die kommenden sechs Wochen mit der Transsibirischen Eisenbahn durch die Mongolei reisen würde.

„Wir sehen uns dann wieder Anfang Februar“, sagte sie. Ohne Entschuldigung für die lange Abwesenheit, als wäre es das normalste der Welt.

Ich war schwer beeindruckt! Sich als Psychotherapeutin gerade in dem Monat aus dem Staub zu machen, in dem die Selbstmordquote erwiesenermaßen ansteigt und sich viele arme Menschenseelen inklusive meiner selbst bei ihr ausheulen wollen, lehrte mich etwas Entscheidendes:

Niemand anders wird es dir erlauben, außer du selbst tust es.

Zu sehen, dass meine Psychotherapeutin sich erlaubte, ihre Patienten im grauen Berlin zurückzulassen, während sie in der transsibirischen Eisenbahn die Schönheit der Landschaften aufsaugte, erlaubte mir:

Wieder zu träumen!

Mit attestierter Depression und alltäglichem Gedanken-Grauschleier hatte ich meine bunten Träume aus Kindertagen längst von der Liste gestrichen. Doch nun wagte ich seit langem wieder einen Versuch.

„Wie wäre es, wenn ich jeden Winter ein Land kennenlernen dürfte?“, rief ich mein Traumbild herbei. Die Antwort: „Ein fernes Land, indem du dich in leichte Kleider hüllen kannst und die Sonne immer für dich scheint, soll es sein.“

„Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich mich mindestens vier, lieber aber ein paar Wochen länger treiben lassen könnte, ohne Termine, Timelines und Textabgaben?“

„Leicht, frei, kraftvoll, ruhig“, atmete es erleichtert in mir auf.

„Dafür könnte ich zwölf Stunden in einem Tempel sitzen und schweigen, wenn mir danach ist. Meine innere Welt entdecken, mir ein Surfbrett leihen und in den offenen Ozean rauspaddeln. Mich spontan einem Backpacker anschließen und jeden Morgen in dem Wissen aufwachen, dass ein neues Abenteuer auf mich wartet.“

„Großartig! Das klingt großartig“, freute sich mein inneres Kind.

„Und wie würde es sich anfühlen mit diesen Geschichten, Geschmäckern, Gesichtern und gebräunter Haut in Berlin zu landen?“

„Zufrieden. Vorausgesetzt, dass die Tage wieder länger werden und der Schnee bald schmilzt.“

Bäm! In meinem Traum war ziemlich klar, was sich meine Seele wünscht:

Freiheit, Leichtigkeit, Flow, raus aus dem Hamsterrad!

Dieser Traum löste eine derart starke Endorphin-Welle in mir aus, dass mein inneres Universum kurzfristig mit dem äußeren Universum auf einer Welle funkte. Ich war high on happiness.

Es war geschehen. Mein Wunsch wurde erhört, war manifestiert. Jetzt musste ich ihn nur noch auf Planet Erde bringen.

Und genau hier stellen sich üblicherweise die Blockaden aus Angst, limitierenden Glaubenssätzen, fehlendem Selbstglauben und Vertrauen dazwischen.

Dein Traum ist nicht unrealistisch ist, weil er so weit weg erscheint, sondern weil du nicht an ihn glaubst.

In meinem Fall dauerte es fast vier Jahre, bis ich wirklich an meinen Traum von Freiheit, Flexibilität und Winter in der Ferne glaubte. Ich bin überzeugt, dass es hätte schneller gehen können, doch ich bin ganz zufrieden mit meinem Weg, der sich wie folgt ebnete:

Ich begann meinen Freunden von meiner coolen Psychotherapeutin zu erzählen und dass es mein großer Traum ist, auch eines Tages woanders zu überwintern.

Ich spürte schnell, dass ich mich wohler fühle, wenn ich unterstützendes Feedback erhielt und umgab mich deshalb lieber mit Menschen, die diesen Traum teilten oder bereits lebten, wie meine Freundin Conni von Planet Backpack.

Ich spürte immer stärker, dass Freud Recht hatte: Träume sind das Tor zum Unbewussten. Meiner offenbarte mir den tiefen Wunsch meiner Seele nach einem freien, grenzenlosen Leben, indem keine andere Person meinen Urlaubsantrag abnickt, außer ich selbst.

Das Einzige, was ich jetzt noch tun musste, war mir dieses Leben zu erlauben. Schritt für Schritt und mit Hilfe von Coachings, Selbsthilfebüchern, Meditation und Co. ging ich diesen Weg.

Angefangen mit einer Vier-Tage-Woche, schließlich der kündigung meines Jobs, über die Zeit als PR-Freelancer hinzu journalistischen Aufträgen und schließlich meinen Lebenstraum:

Der Arbeit als Lifecoach, Autorin auf unserem schönen Blog und anderen Formaten sowie als Rednerin und Seminargeberin.

In diesem neuen Leben bestimme ich, wie viel Urlaub für meine Arbeit angemessen ist.

Und das brachte mich zu einer weiteren bahnbrechenden Erkenntnis:

Denn in den letzten Monaten war kein Urlaub für mich drin. Es gab keinen Osterurlaub, keinen Sommerurlaub, nur einen kurzen Herbst-Urlaub. Aber es gab auch keinen Chef mehr, auf den ich meine Jammerei über zu wenig Urlaub abschieben konnte.

Und so verstand ich endgültig das Prinzip, das meine Psychotherapeutin mir vorlebte:

Du selbst musst es dir erlauben. Erst daraus kann sich dein Weg ebnen.

Bei jedem Schritt in Richtung mehr Größe, mehr Fülle, mehr Freiheit, mehr Sicherheit, mehr [setze hier dein Thema ein] geht es darum, ob du es dir selbst erlaubst. Ob du dich von deinen alten Glaubenssätzen lösen kannst.

Sag tschüss zu „Arbeit ist anstrengend“, „Geld verdienen ist schwer“, „Luxus ist abgehoben“, „Ich bin nicht gut genug für meinen Traumjob“ und erlaube dir, was sich deine Seele wünscht.

Und dann erwarte ein Wunder.

Mein Wunder geschah vor zwei Monaten. Lange saß ich im Reisebüro und schob die Daten hin und her. „Wenn Sie später fliegen und früher zurückkehren, sparen Sie 400 Euro“, sagte der bemühte Flugverkäufer zu mir. Und meine innere Stimme schrie laut „Fuck it! Wir probieren das jetzt. Wir fliegen 8 Wochen. Punkt. Wird schon schief gehen.“

Und so buchte ich meinen Flug. Der Clou daran: Ich war nie ein Überflieger. Eher eine mittelmäßige PR-Beraterin in Festanstellung. Deshalb bin ich überzeugt, dass es jeder seinen Traum leben kann kann, der bereit ist, sich auf den Weg zu machen und sich mit seinen Ängsten und inneren Saboteuren auseinanderzusetzen.

Hier eine Anleitung für dich:

  1. Schließ deine Augen und fang wieder an zu träumen! Wenn das am Anfang schwierig ist, erlaube dir bewusst zu träumen – je bunter, desto besser! Übe es.
  2. Schreib auf, welche Gefühle deine Träume für dich verkörpern. Zum Beispiel Freiheit, Sicherheit, Wildheit, Geborgenheit, Abenteuer usw.
  3. Sprich laut aus, dass du dir diese Dinge erlaubst.
  4. Ganz wichtig: Spür nach! Klingt ein unstimmiges Bauchgefühl an? Dann sprich es erneut aus, bis es sich richtig gut anfühlt.
  5. Schreibe dir diese Gefühle auf einen Post-It und klemm ihn in deinen Kalender oder an deinen Rechner, damit du sie immer präsent hast.
  6. Wenn du vor einer Entscheidung stehst, klopf immer deine Wunschgefühle ab und entscheide dich für sie.

Dein Montagsmantra: „Ich erlaube mir […..]

Erzähl mir in den Kommentaren von deinen Träumen und manifestiere sie auf diese Weise. Alles, was du aussprichst, schreibst, teilst, ist eine Form des in die Welt bringen.

Falls du konkrete Unterstützung für das Finden und Leben deiner Träume suchst, kannst du mit mir skypen oder noch bis zum 22. Dezember nach Berlin zu mir in die Blogfabrik zu einer Soul Session kommen.

Dream big,

Zränf-Klaue-pink

 

 

 

21 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

  1. Thanks for your 2 cents BJ! Personally, I’ve always felt cash and fixed income is part of the perfect core.Do you think your &#8E16;N2W’ investment strategy will be implemented at once or gradually introduced?

  2. Liebe Franziska,

    danke für diesen wunderschönen inspirierenden Artikel. Ich wünsch dir viel Freude und Erholung auf Bali!

    Ich selbst arbeite momentan im klassischen 9 to 5 Bürojob der meine Rechnungen bezahlt und mir eine abwechslungsreiche Freizeit ermöglicht. Mehr aber nicht.

    Viel mehr gibt mir meine Yogalehrausbildung die ich im vergangenen Oktober begonnen habe. Ich freue mich unbändig auf die kommenden 4 Jahre Lernen, Selbsterfahrung & Weiterentwicklung und hoffe irgendwann Menschen so positiv beeinflussen zu können wie es meine Yogalehrerin bei mir geschafft hat. – Und darauf den langweiligen Bürojob aufgeben zu können

    Bei 30°C überwintern kann ich mir im Übrigen auch sehr sehr gut vorstellen! Oder Teil eines so wunderbaren Blogs wie eurem zu sein :-)

    Liebe Grüße
    Tanja

  3. Liebe Franziska,
    es ist so SCHÖN euren Blog sich immer weiterentwickeln zu sehen. Ich liebe Eure Posts, diese nicht mehr wegzudenkende MontagsMantras.
    Addicted to you!
    DANKE für soviel positives mindsetting!
    Ist es möglich eine Yogalehrerausbildungs-Empfehlung gern auch via Mail abzugeben?
    Franziska, Du warst da u.a. in Indien oder?

    Alles Liebe,
    Franziska

  4. Toller, inspirierender und ehrlicher Post! Konkrete Träume, bunt und detaillreich sind so wertvoll. Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit in Bali! Vielleicht laufen wir uns ja über den Weg, bin nämlich bis Ende Januar auch da :)

  5. Ich möchte gerne in wärmeren Gefilden am Meer leben und auch mein eigener Chef sein. Meine eigenen kleine Projekte zu starten und evtl. ein paar Wintermonate am Meer zu verbingen wäre hier schon mal ein Anfang. :-)

  6. Hallo Franziska, was für ein WUNDER-schöner Artikel. Er lässt mich garnicht mehr los :-) Ich träume schon so lange davon mit meinem rosa- und türkisfarbenem VW-Bus zu den schönsten Trödelmärkten zu fahren um dort kleine und große Schätze zu finden, die ich aufarbeite, mit neuem Leben versehe und dann wieder verkaufe. Ich träume von Sand unter den Füßen, Sonne auf der Haut, einen Blick in die Weite auf Felsen, auf Wasser. RUHE. Ich träume davon meinen eigenen Blog zu schreiben, genau zu lernen, wie man das macht, mich mit gleichfühlenden zu verbinden… Nach deinem Artikel bin ich wieder mehr motiviert und werde jetzt anfangen mal so richtig zu träumen. DANKE und viele liebe Grüße, Petra

  7. Wow, wirklich schöner und inspirierender Beitrag und genau „auf meiner Welle“ :-)
    Ich habe auch lange Zeit nicht gewagt, daran zu glauben, mir ein Leben in „Freiheit“ zu ermöglichen. Vor fast 2 Jahren habe ich den ersten Schritt getan und mir ein lang erträumtes Sabbatical gegönnt. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann in Sydney und mache gerade (mit 47) nochmal eine Ausbildung in Nutrition. Uuuund: vor rund 3 Wochen habe ich mir noch einen Traum erfüllt, nämlich meinen eigenen Blog zu starten. Ihr beiden seid daran nicht ganz „unschuldig“, da mich Euer Blog immer sehr inspiriert und beflügelt.
    Lieben Dank und schon mal gute Reise nach Bali (ist ja quasi um die Ecke ;-))
    Cristina

  8. DANKE wieder für ein tolles Montagsmantra! Ich stecke leider noch im megastressigen Job-Hamsterrad, bin totunglücklich und stehe kurz vorm Burnout. Ich weiß, dass ich etwas ändern MUSS – aber noch bin ich soooo feig – aus Angst zu Scheitern und vor einem finanziellen Desaster. Ich hoffe, dass ich auch irgendwann meinen Traum wirklich leben – und auch davon leben – kann. Das wäre mein größter Wunsch! :)

  9. Liebe Franziska,

    welch‘ tolles, erhebendes Montagsmantra – deine Freude ist voll zu spüren!!
    Ich freue mich für dich &; mache mich auch immer wieder weit und offen für Träume. Ich habe mich Anfang des Jahres getraut bzw. es mir erlaubt, mit dem Schreiben zu beginnen und meine Texte an Freunde und Bekannte zu schicken. Ein eigener Blog taucht seit ner Weile schon als neuer Traum auf – hier arbeite ich Schritt für Schritt daran. Nun rumort in Kopf & Herz, die Kundalini-Yoga-Ausbildung zu machen…Zumindest erlaube ich mir den Gedanken, dass das möglich ist;-)!
    Bei Gabby Bernstein las ich: “ Glänze bei den Sachen, die dir Spaß machen.“
    Und Ina Rudolph formulierte mal in einem Interview: „Sich die Erlaubnis geben, da lang zu gehen, wo es sich richtig gut anfühlt.“
    In diesem Sinne Auf nach Bali, feiere das Leben!
    Herzlich, Carolin

  10. Gute Reise Franziska ♡
    Für uns geht es im Januar nach Sri Lanka. Ich bin die letzten zehn Jahre viel gereist und spüre nun so einen neuen Wunsch: ein kleines Haus im Grünen, gerne mit einem großen, wilden Garten, in dem alte Apfelbäume blühen, wir liegen auf einer Decke, essen Käsekuchen und staunen über das Wunder Leben.

  11. Liebe Franziska,

    danke für dieses großartige Montagsmantra, welches mich auf so vielen Ebenen anspricht. Als Selbstständige haben wir so viele Freiheiten und landen dann doch so oft in unserem Hamsterrad aus Pflichtgefühlen, Angst und …Leidenschaft :-)

    Ganz viel Spaß auf Bali!
    Bettina

  12. Hi Franziska,

    wow, was für ein toller Artikel. Habe mich sofort von der Überschrift angezogen gefühlt, weil das meinem Plan ab 2016 recht ähnlich ist: Jeden November & evtl. auch noch jeden Februar weg, um den Winter hier schön kurz zu machen & meinem Fernweh nachzukommen :)

    Ich wünsche Dir eine wundervolle Zeit auf Bali!

    Alles Gute
    Suzanne

  13. Oh ja, ich hab mich so erkannt in dem Satz „Aber es gab auch keinen Chef mehr, auf den ich meine Jammerei über zu wenig Urlaub abschieben konnte.“. Das mit dem „ich erlaube mir…“ lerne ich immer und immer wieder :-)

  14. Danke für die Inspiration! Mein Freund und ich träumen davon, ein Semester im Studium auszusetzen und zuerst zu arbeiten, dann für 3 Monate irgendwo ans andere Ende der Welt zu reisen. Die große Frage ist nur, ob das Geld reichen wird…

  15. Freud schreibt dass die Nachtträume, also die Träume des Schlafes, an die man sich nach dem Erwachen noch kurz erinnert Schlüssel zum Unbewussten sind. Die Ahnungen und Vibes der Seele, die noch impliziten Wünsche, die man.sich erst erlauben muss gibt es und sind wunderschön, haben aber nichts mit Freundschen Schlüsseln zu tun.

    1. Hi Audi- I’ve been reading your blog for few months now (after you were metneonid on The Coveted). It’s a lot of fun!!! I live in Nob Hill and keep thinking I’ll see you on the street one day.

  16. DANKE.
    Ich träume schon lange von einem selbst bestimmenden Leben, einem Haus im Grünen und einer kleinen Familie und arbeite auch darauf hin bald dort anzukommen. Für mich verkörpert das Geborgenheit, einen hohen Wohlfühlfaktor und ein für mich perfektes Leben. Vielen Dank für deinen Artikel und die inspirierenden Worte.
    Liebe Grüße, Marisa

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