5 Dinge, die du über Yin Yoga wissen solltest

Endlich mal runterkommen. Das wünscht sich der gestresste Großstädter von heute.

Ein kurzer Blick in unsere vollgepackten Google-Kalender erklärt auch warum: Zwischen Meetings, Deadlines und To Dos finden mindestens drei [themecolor]Yogaklassen pro Woche[/themecolor] genauso Platz wie Dinner-Dates mit Freunden oder der Wochenendausflug in die Natur. Unverplante Zeit: Fehlanzeige.

Ist es da wirklich verwunderlich, dass sich regenerative Yoga Arten immer größerer Beliebtheit erfreuen? Eigentlich nicht. Wir wollten es aber genau wissen und haben bei der Expertin nachgefragt.

Andrea KubaschAndrea Kubasch, in der Szene als „Qbi“ bekannt, hat Yin Yoga direkt vom Begründer des Yin Yoga [themecolor]Paul Grilley[/themecolor] gelernt. Im November bietet sie bei [themecolor]Peaceyoga Berlin[/themecolor] gemeinsam mit ihrem Mann Dirk Bennewitz das erste Poweryoga Germany Yin Yoga Training außerhalb Hamburgs an. Wir sind dabei und haben uns vorab mit ihr über die Kunst des Loslassen unterhalten.

Was bedeutet Yin Yoga eigentlich? 

Der Ausdruck „Yin Yoga“ kombiniert zwei Weisheitlehren. Zum Einen die aus dem Taoismus stammende Denkweise von Yin und Yang. Unsere Welt besteht aus Gegensätzlichkeiten: Tag und Nacht, Sommer und Winter, schwarz und weiß, Materie und Energie, etc. Diese beiden Qualitäten unseres Lebens streben immer nach Ausgleich und nach der taoistischen Lehre ist Gesundheit dann gegeben, wenn wir  in einem harmonischen und ausgeglichenen Zustand sind. Das gilt für den Körper wie für den Geist.

Der zweite Aspekt ist Yoga als Weg zur Selbstvervollkommnung über körperliche und geistige Übungen. Im Yoga gibt es einen „Yang“-Weg (dynamisch und schweißtreibend) und eben auch einen „Yin“ Weg, der eher statisch und langsam ist.

Wer hat Yin Yoga „erfunden“?

Die Kombination der beiden Aspekte ist im Westen passiert. Vor etwa 30 Jahren trafen in den USA der Yogalehrer Paul Grilley und der Kampfkünstler Paulie Zink aufeinander. Paul Grilley hat die Prinzipien von Paulie Zink erlernt und dann auf seine eigene Art und Weise weiterentwickelt. Die Ursprünge beider Lehren liegen aber natürlich in Indien (Yoga) und in China (Kampfkunst, Taoismus). Es ist also nicht extra für Westler mit unserem Lebensstil konzipiert worden, aber es hat sich durch den Ursprung hier automatisch in diese Richtung entwickelt.

Wie ist eine klassische Yin Yoga Stunde aufgebaut? 

Wie in jeder anderen Yogastunde auch folgt eine Yin Yoga Klasse einem thematischen Schwerpunkt. Der kann anatomisch, energetisch, spirituell oder sonstwie sein. Die Haltungen werden meistens ohne Aufwärmen (z.B. Sonnengrüße) ausgeführt und dann mit möglichst geringem muskulären Kraftaufwand zwischen drei und fünf Minuten gehalten.

Stichwort „loslassen“: Warum funktioniert das beim Yin Yoga so gut?

Durch die lange Haltedauer der Übungen wird der Körper dazu gebracht, innere Spannungen zu lösen. Zu Anfang verkrampft der Körper eher, denn die Übungen führen ihn in ungewohnte Positionen. Die Reaktion darauf ist eher eine Anspannung. Wenn man dann eine Weile in den Asanas verweilt, „lernen“ der Körper und das Nervensystem, dass keine Gefahr droht und die Muskelanspannung lässt nach. Und da Körper und Geist eine Einheit bilden, hat das immer auch eine Auswirkung auf unseren psychischen und emotionalen Zustand. Auch dort tritt eine Entspannung ein, die wir als Ausgleich zu unserem hektischen Laben so dringend brauchen.

Wie oft sollte man Yin Yoga üben?

Das ist eine individuelle Entscheidung. Wir empfehlen zwei bis drei Mal pro Woche. Es spricht aber auch nichts dagegen, jeden Tag Yin Yoga zu üben, wenn man sich gut dabei fühlt. Man sollte allerdings immer im Auge behalten, dass es nicht darum geht, flexibler zu werden. Mehr ist hier nicht immer mehr. Das Ziel ist in anatomischer Hinsicht, muskuläre Spannungen zu lösen, das fasziale Gewebe zu stimulieren und seine Regeneration zu fördern.

Warum gibt es immer noch so wenige Yin Yoga Angebote und warum gehen die meisten dann doch in die anstrengenden Stunden?

Viele Menschen glauben, dass Training und auch die Yoga-Praxis immer schweißtreibend und anstrengend sein müssen. Es entspricht unserer Leistungsmentalität, uns anzustrengen und danach so richtig „kaputt“ zu sein. Yin Yoga wird dabei als Nebensache empfunden, die mit Dehnen zu tun hat. Aber das Gegenteil ist der Fall, auch Yin Yoga ist funktionell sinnvolles Training, mit dem gleichen Schwerpunkt wie dynamische Yoga Praxis auch, der Gesunderhaltung. Deswegen praktizieren es auch viele Leistungssportler, denn es fördert ihre Regeneration. Ich glaube es ist also eher ein Missverständnis, das sich jetzt durch die zunehmende Popularität von Yin Yoga und seinen Inhalten langsam aufklärt.

Vielen Dank und bis bald beim Yin Yoga Training bei [themecolor]Peaceyoga[/themecolor]!

Wer nun neugierig geworden ist, kann sich auf der Seite von [themecolor]Poweryoga Germany[/themecolor] ein wenig umschauen oder einen Blick in Andrea und Dirks bald erscheinendes Buch [themecolor]Faszientraining mit Yin-Yoga[/themecolor]
werfen.

Wer sich gleich zum ersten Yin Yoga Teacher Training am 22. Und 23. November bei Peaceyoga Berlin anmelden will, kann das [themecolor]hier[/themecolor] machen.

See you on the mats, blankets and bolsters!

Eure Fuck Luckys

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