3 Yoga Bücher, die jeder Yogi kennen sollte

Um ein wenig Orientierung im Dschungel der Yoga Literatur zu schaffen, werden wir uns dem Thema intensiver widmen. Los geht es mit den Klassikern. Genau genommen mit der philosophischen Grundlage der Verrenkungen, die wir Tag für Tag auf unseren Matten veranstalten.

3 Yoga Bücher, von denen jeder Yogi gehört haben sollte

Das Studium und die Erforschung des Selbst, auf Sanskrit svadhyaya genannt, ist laut der Schriften ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis. Da ist damit nicht nur Selbstreflexion gemeint, sondern auch das Studium der alten Schriften. Empfohlen werden Bücher mit spirituellem, religiösen oder philosophischen Inhalt. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, ist mit diesen drei Werken gut beraten.

Yoga Buch Nummer 1: Yoga Sutra von Patanjali

Das Yoga Sutra ist der zentrale Text der Yoga-Philosophie und stammt vermutlich aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Ob sein Verfasser Patanjali, ein Maharishi (großer Weiser), wirklich existiert hat, ist unklar. Im Kern besagen die vielen, komplexen Mythen rund um das Yoga Sutra jedenfalls, dass die heilige Schrift von Gott Vishnu zu den Menschen geschickt wurde und verdeutlichen so den hohen Wert der Lehre.

Das Yoga Sutra besteht aus 195 Sutren (sutra = Faden) und ist ein Buch über die Freiheit und Meditation. Es teilt sich in vier Bücher, in denen Patanjali eine Anleitung für ein glückliches und zufriedenes Leben gibt.

Das Yoga Sutra beschreibt verschiedene Wege und Techniken mit denen der spirituell Suchende der Erleuchtung näher kommen kann. Zentral für die meisten Yoga Arten ist dabei der achtgliedrige Pfad des Yoga. Patanjali gibt uns darin Handlungsanweisungen und Empfehlungen, mit denen der Übende Geist und Sinne zur Ruhe bringen kann und darauf vorbereitet wird, sich selbst und bedingungslos Gott zu überlassen. Asana (Körperübungen) ist dabei übrigens nur eine von acht Stufen.

Folgende deutschsprachige Ausgaben des Yoga Sutra sind zu empfehlen:

Mit Übersetzung und Kommentar von R. Sriram: Das Yogasutra: Von der Erkenntnis zur Befreiung

Einführung von Desikachar mit CD: Über Freiheit und Meditation. Mit CD. Das Yoga Sutra des Patanjali. Eine Einführung

Kommentar von Desikachar: Yoga – Tradition und Erfahrung. Die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali

Yoga Buch Nummer 2: Bhagavad Gita von Vyasa

Meistens wird die Bhagavad Gita (deutsch: göttlicher Gesang) einfach nur „Gita“ genannt. Sie entstand vermutlich etwas später als das Yoga Sutra. Die Gita besteht aus 700 Strophen und 18 Kapiteln, ist eine der wichtigsten Schriften im Hinduismus und wird oft als Quintessenz der Vedenbetrachtet. Als Verfasser wird häufig der Maharishi Vyasa genannt, der als eine Inkarnation von Gott Vishnu gilt.

Die Rahmenhandlung bildet ein Krieg zwischen zwei Familien, den Pandavas und den Kundavas. Der Krieg ist als Symbol für die inneren Widersprüche der Menschen zu sehen. Ganz konkret kommen die inneren menschlichen Kämpfe in Form eines Zwiegesprächs zwischen dem Lehrer Krishna (Inkarnation Vishnus) und seinem Schüler Arjuna (Anführer der Pandavas) zum Ausdruck. Im Laufe der Handlung stellt Arjuna Krishna viele praktische und philosophische Fragen zum Leben und zu Yoga.

Für die Meisten ist die Bhagavad Gita etwas leichter zugänglich als das Yoga Sutra. Obwohl es sich auch hier um einen spirituellen Text handelt, erzählt sie eine Geschichte, die sich je nach Ausgabe liest wie ein Roman. Außerdem bietet die Figur des Arjunas ein hohes Identifikationspotential für uns Yogis. Denn Krishna lehrt ihn vor allem, dass es nötig ist, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und zu handeln, allerdings die Früchte seines Handelns loszulassen. Ein menschliches Grundthema, das wohl den meistens Yogis schon einmal begegnet ist.

Folgende deutschsprachige Ausgaben der Bhagavad Gita sind zu empfehlen:

Yoga Buch Nummer 3: Hatha Yoga Pradipika von Yogi Svatmarama

Viel jünger als die beiden philosophischen Grundlagenwerke der Yoga-Philosophie ist die Hatha Yoga Pradipika (deutsch: Licht auf Hatha Yoga). Dieses wichtige Yoga Buch beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Materie und Bewusstsein. In der recht praktisch ausgerichteten Schrift werden allerhand yogische Techniken beschrieben, die den physischen Körper nutzen, um in Kontakt mit dem energetischen Körper zu kommen. Somit bildet sie die Grundlage aller modernen Yoga Arten.

Kurz: Mit Anleitungen für Asana (Körperübungen), Pranayama (Atemübungen), Kriya (Reinigungsrituale) und Mudras (symbolische Handgesten) gibt uns die Hatha Yoga Pradipika handfeste Tools, die uns der Erleuchtung vielleicht ein Stückchen näher bringen. Durch regelmäßiges Üben soll man im Übrigen sogar übernatürliche Kräfte entwickeln.

Folgende deutschsprachige Ausgaben der Hatha Yoga Pradipika sind zu empfehlen:

Diese drei Yoga Bücher sind für Yoga ein bisschen wie das 1×1 für die Mathematik. Auch wenn du nicht alle Bücher von vorne bis hinten studieren musst, lohnt es sich aus meiner Sicht für alle Yogis, ab und zu einen Gedanken an das reiche philosophische System zu verschwenden, das hinter all dem Mattensport steckt. Für Yogalehrer ohnehin ein MUST!

Viel Spaß beim Lesen,
Deine Rebecca

PS: Für alle, die es lieber seicht mögen, hier ein paar Leseempfehlungen für den Urlaub von Franziska.

2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

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