„Verdammt, wo bin ich denn hier rein geraten?“ Meine erste Yin Yoga-Stunde war tatsächlich das Ergebnis eines Missverständnisses. Ich hatte mich im Plan verguckt und landete statt in einer bewegungsfreudigen Vinyasa-Klasse beim Yin Yoga. Mein Körper, der schon ganz hibbelig auf schweißtreibende Sonnengrüße gewartet hatte, wurde ruhig gestellt. Etwas genervt und leicht vorurteilsbelastet („Yin Yoga? Gähn.“) wusste ich, dass es jetzt auch nichts bringen würde, sich dem Ganzen zu verschließen.

Und tatsächlich: Ich bin während dieser Stunde an Orte in meinem Körper und meiner Seele vorgedrungen, von deren Existenz ich bis dato nichts wusste. Wo Verspannungen, Gefühle und Gedanken stecken, an die ich sonst nie rankomme. Emotionen hochkochen und gehen lassen, intensive Dehnung, totale Entspannung. Also, ich sage dir: Dieses Yin Yoga kann was.

Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist eine ruhige, meditative Praxis, die hauptsächlich auf lang gehaltenen, liegenden und sitzenden Asanas beruht. Der Name rührt vom Yin-Yang-Prinzip her. Es entstammt der taoistischen Philosophie und besagt, dass das Leben aus Gegensätzen aufgebaut ist, die ohne einander nicht sein können: Licht und Dunkel, leicht und schwer, aktiv und passiv. Yang steht dabei für Aktivität, Yin für Passivität. Yin Yoga funktioniert also als ausgleichende Praxis, die für Entschleunigung und Entspannung sorgt.

Der Amerikaner Paul Grilley entwickelte den Stil in den 80er Jahren, inspiriert von Prinzipien einer langsamen Yogapraxis, die er durch den Kampfkünstler Paulie Zink kennenlernte. Beim Yin Yoga werden die Eigenheiten eines jeden Körpers bejaht. Der Körper wird dezidiert so genommen, wie er ist. Es geht nicht darum, ihn in eine bestimmte Form zu kriegen oder in irgendeiner Weise Leistung zu erbringen. Muskelkraft (Yang) wird bewusst ausgeklammert, um in tieferliegende Schichten wie Bindegewebe und Faszien vorzudringen, die bei dynamischer Yogapraxis meist gar nicht erreicht werden. Auf schweißtreibende Sonnengrüße und andere hitzige Haltungen wird verzichtet, denn das fasziale Gewebe dehnt sich am besten unaufgewärmt.

Ziel der Praxis ist es, den Fluss des Qi (Energie) in den u.a. auch im faszialen Gewebe liegenden Meridianen (Energiekanälen) zu stimulieren und so das Organsystem in Balance zu bringen und zu stärken. Die Begriffe Qi (Chi) und Meridiane stammen aus der traditionellen chinesischen Medizin und sind hier analog zu Kundalini und Nadi aus der Hatha Yoga-Philosophie zu verstehen.

Was du von einer Yin Yoga Klasse erwarten kannst

Was passiert so in den 1,5 Stunden, in denen du da auf Matte und Kissen rumliegst? Zuerst wirst du wahrscheinlich hibbelig und rastlos sein. Um am Ende auf Wolken davon zu schweben.

Während der Praxis werden verschiedene sitzende und liegende Asanas geübt. Diese werden sehr lange gehalten, meistens um die fünf, manchmal bis zu 15 Minuten. Der Atem fließt frei. Da die Grundidee ist, auf passive Weise, ohne Muskelaktivität und mit Hilfe der Schwerkraft, Dehnung und Entspannung herbeizuführen, werden viele Hilfsmittel genutzt. Polster, Decken und Blöcke sollen den Körper optimal unterstützen und den Stress des „sich halten Müssens“ wegnehmen. Das bedeutet nicht, dass Yin Yoga nicht sehr intensiv sein kann! In bestimmten Haltungen (hallo, Hüftöffner und Vorbeugen!) können Emotionen hochkochen, die einen vielleicht überraschen und überwältigen. Herz- und Kopfkino laufen also möglicherweise heiß, während man seinen Körper ruhig stellt. Mit diesem Sturm der Gedanken umzugehen und ihn vorbeiziehen zu lassen, ist für die Meisten die größte Herausforderung beim Yin Yoga. Danach fühlt sich aber alles gelöst und entspannt an.

Für wen ist Yin Yoga geeignet?

Was das Körperliche angeht ist Yin Yoga für alle geeignet. Insbesondere aber für Menschen, die…

  • eine tiefe muskuläre, fasziale und mentale Entspannung suchen, zum Beispiel als Ergänzung zu einem straffen Sportprogramm oder einer anstrengenden Yogapraxis
  • es lieben, hart zu chillen
  • als gestresste Großstädter endlich mal entspannen wollen

Wo kann ich in Deutschland Yin Yoga üben?

Yin Yoga wird oft als Ergänzung zu dynamischeren Yogastilen gesehen und gelehrt. Dementsprechend wirst du auch in vielen Studios beides antreffen. Probiere es aus!

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Tipps und Literatur-Empfehlungen:

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