Happy new year aus NYC, Lovers!

Ein Monatsmantra zum Start ins neue Jahr zu schreiben, ist keine einfache Aufgabe. In den letzten Wochen haben ich einige Ideen in Kopf, Herzen und auf dem Papier hin und her bewegt. Manche davon bedeutungsschwanger, manche davon sehr leicht und einfach. Keine dieser Ideen hat es im Rennen um das Januar-Monatsmantra bis zum Ziel geschafft. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Den Text, das Mantra, das ich dir mit in dein 2017 geben möchte, gibt es schon. Es brauchte nur einen neuen Anstrich…

Vor einigen Jahren hat ein Buch die Art und Weise, wie ich meine Träume spinne grundlegend verändert. Desire Map von Danielle LaPorte. Auch dieses Jahr habe ich es wieder herausgeholt und war wie jedes Jahr schwer begeistert von der Klugheit der Wonderwoman aus Kanada. Doch lass uns von vorne und vor allem mit dir beginnen.

Welche guten Vorsätze hast du dieses Jahr deinen Freunden champagnertrunken ins Ohr geflüstert? 

Off sugar? Mehr Sport? Täglich meditieren? Oder ganz klassisch, nicht mehr zu rauchen? Natürlich nicht um Mitternacht, sondern erst ab dem nächsten Morgen. Oder hast du ohnehin keine Vorsätze gefasst und beschlossen, dich dieses Jahr vom Flow mitnehmen zu lassen. Wen schert schon diese ewige Selbstoptimierung?

Egal welche Variante: Das Problem ist meistens, dass unsere Vorsätze mit konkreten Zielen verbunden sind. 

Zielen, denen wir dann das ganze Jahr über hinterher hecheln können. To-Do-Listen-artig reihen wir Projekte aneinander, die wir dann vielleicht mit einem „mehr Zeit für mich und meine Liebsten“ abschließen. Mir fallen etliche Dinge ein, die die patente Macher-Frau in mir am liebsten gleich morgen in die Tat umsetzen würde. Doch wenn ich eines gelernt habe 2016, dann ist es, dass man eben immer die Sachen machen muss, die gerade dran sind. Und nicht die, die wir uns am Jahresanfang mit Blick auf unserer besseres Selbst ausgedacht haben. Deshalb will ich dir einen Vorschlag machen.

Nimm dir jetzt deine Vorsatz-Liste und unterziehe sie einer grundlegenden Review.

  1. Was ist, wenn du „Projekt X“ nicht erreichst?
  2. Was ist, wenn du „Projekt X“ erreichst?
  3. Was steckt hinter deinem Wunsch? Worum geht es wirklich?

Ich will ein Beispiel versuchen.

Auf meiner Liste steht unter anderem: ein eigenes Online-Produkt für die spirituelle Praxis zuhause kreieren. Hier meine ungeschminkten Antworten.

  1. Wenn ich kein eigenes Online-Produkt schaffe, ist mein Cash-Flow weiterhin von externen Auftrag-Gebern abhängig. Das schränkt mich ein, hat großen Kommunikationsaufwand und kostet viel Zeit und Energie.
  2. Finanzielle und örtliche Unabhängigkeit. Ich könnte Mitarbeiter bezahlen, Fuck Lucky Go Happy ausbauen und mehr Yoga unterrichten. Außerdem müsste mir nicht allzu große Gedanken ums Geld machen.
  3. Ich möchte unabhängig sein. Vor allem möchte ich mich frei und reich fühlen. So frei, dass ich mal eine Weile in New York wohnen könnte zum Beispiel.

Danielle LaPorte Desire Map

Das heißt: Es geht gar nicht so sehr darum, welche To Dos auf der Liste stehen, sondern vielmehr darum, welches Gefühl wir hoffen darüber zu erzeugen.

Wahrscheinlich ist diese Erkenntnis für dich nicht ganz neu. Das war sie für mich auch nicht, als ich das erste Mal Desire Map von der großartigen Danielle LaPorte gelesen habe, jenem Buch, das die Art und Weise, wie ich Zukunftspläne schmiede grundlegend verändert hat. Und trotzdem: Danielles Idee, den ganzen Vorsatz-Prozess umzudrehen und erst herauszufinden, wie man sich fühlen möchte und von dieser Basis aus Pläne zu schmieden, macht wahnsinnig viel Sinn und war – einmal durchexerziert – ein wahrer Gamechanger.

Seit ich meine so genannten „Core Desired Feelings“ (frei übersetzt als „Wunschgefühle“) definiert habe, dienen sie mir als wertvoller Wegweiser. Bei kleinen Fragen des Alltags sowie bei großen Entscheidungen des Lebens. Und auch bei Silvester-Vorsätzen.

Die Frage um die sich alles dreht lautet also: Wie willst du dich fühlen? 

Weil es gar nicht so einfach ist, diese scheinbar simple Frage zu beantworten, habe ich eine Übung aus Desire Map für dich vereinfacht aufbereitet.

Danielle LaPorte desrie Map

Die alternative Jahres-Review für deinen Kick-Start in 2016

Brainstorm, Baby!

  • Nimm dir drei Blätter und verschieden farbige Stifte
  • Auf Blatt 1 notiere nun spontan verschiedene Situationen, die dir unangenehm waren bzw. du dich unwohl gefühlt hast.
  • Auf Blatt 2 schreibe Situationen, in denen es dir so richtig gut ging
  • Mit einem anders farbigen Stift schreibe neben die Situationen Gefühle auf, die du mit der Situation verbindest. Zum Bespiel: traurig, schwach, voller Freude, ausgelassen, etc. Lass deiner Fantasie freien Lauf und finde so viele Gefühle, wie dir einfallen
  • Verkehrung ins Gegenteil: Schau jetzt alle deine „negativen“ Gefühle noch einmal an und frage dich, wie du dich gerne anstelle dessen in besagter Situation fühlen möchtest. Notiere das Ergebnis auf Blatt 3 und ergänze es mit den „positiven“ Gefühlen von Blatt 2. Nutze das erneute Aufschreiben als Gelegenheit, um Synonyme zu finden oder Worte, die das Gefühl für dich besser ausdrücken. Je mehr, desto besser.

Was ist eigentlich ein Gefühl?

Darüber, wie man „Gefühle“ definiert, streiten sich die Wissenschaften. Das liegt vor allem daran, dass Gefühle begrifflich schwer erfassbar sind. Eine simple Definition, die mir persönlich gut gefällt und für unserer Zweck völlig ausreichend ist, ist folgende:

Das Gefühl, die Emotion, ist ein subjektiver Zustand oder ein Grundphänomen des Erlebens oder des Wahrnehmens von Freude, Lust, Geborgenheit, Wut, Liebe, Trauer, Ärger, Angst, Wohlbehagen. (…) Das Gefühl kann sich in seiner Beschreibung und in seiner Wirkung vollständig unterscheiden oder decken mit dem objektiv zugrunde liegenden Zustand. Nach dem gegenwärtigen Stand der Gefühlsforschung gibt es weder in der Psychologie noch in der Neurologie oder Philosophie eine Übereinstimmung darin, was genau Fühlen ist. Im Alltag scheinen wir recht genau zu wissen, worum es sich handelt.

(Quelle Pflegewiki)

Da es bei dieser Übung darum geht, was du persönlich mit dem Ausdruck verbindest, ist es ohnehin zweitrangig, ob dein Wort offiziell als Gefühl durchgeht. Ich empfehle dir aber auf eine Sache zu achten: Braucht es einen anderen Menschen, damit das Gefühl entsteht? Ja? Dann versuche es durch etwas, was von innen kommt zu ersetzen. Zum Bespiel: „Ich fühle mich akzeptiert!“ Dein vermeintliches Gefühl ist abhängig von jemand anderem, der sagt: „Du bist in Ordung so wie du bist.“ Frag dich hier: Was steckt dahinter? Fühlst du dich vielleicht „stolz“, „großartig“, „natürlich“, „in Frieden“ oder „verbunden“? Es ist sinnvoll, seine Wunschgefühle unabhängig von den Launen anderer zu machen.

Schaffe Klarheit!

  • Jetzt nimm einen neuen Stift und kringel alle Gefühle ein, die wirklich wichtig für dich sind. Wenn es Worte mit gleicher Bedeutung gibt, wähle das Wort, das dir besser gefällt. Bei meinem Beispiel wäre das: „frei“ statt „unabhängig“. Oder „ausgelassen“ statt „witzig“.
  •  Wiederhole das bis du mit deiner Auswahl glücklich bist

Deine Wunschgefühle

Übrig bleiben auf deinen Zetteln einige Gefühle, von denen du vermutlich gerne mehr im Alltag hättest. Nutze diese Gefühle als Wegweiser und klopfe die großen und kleinen Fragen des Lebens auf sie ab. Fühle ich mich in Situation X (Wunschgefühl einsetzen)? Dieses Wissen wird dir viele Antworten erleichtern.

Warum das Ganze?

Ist es nicht wunderschön, Träume in Gefühle zu verwandeln statt in strikte to Do Listen? Es lässt so viel mehr Raum für unvorhergesehene Geschehnisse. Auch wenn ich mein Online-Produkt zur Spiritual Home Practice wirklich launchen möchte, so weiß ich, dass der Antrieb mein Wunsch nach Freiheit ist. Ein Gefühl, dass ich genauso durch eine Reise herstellen könnte. Oder einen Umzug. Ich könnte auch einfach mehr projektbezogen arbeiten und dadurch ortsunabhängiger leben. Wie am Ende das Gefühl der Freiheit den Weg in meinen Alltag findet, ist mir am Ende egal. Wichtig ist nur, dass ich entspannt abwarten kann, wie sich die Dinge entwickeln und in der Zwischenzeit immer wieder überprüfe:

Fühle ich mich gerade so, wie ich mich fühlen möchte?

Lass diese Frage dein Mantra sein und dich von ihr durch den Monat, ach was, durch das Jahr, begleiten. Wenn dir die Übung gefallen hat und du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, bestelle dir Desire Map am besten selbst. Auf Englisch ist das Buch allein schon wegen Danielles großartiger Schreibe ein Fest, inzwischen gibt es das Buch aber auch auf Deutsch.

Guten Start ins neue Jahr!

Unterschrift XOXO Rebecca_pink

 

 

 

 

 

 

PS: Das Online-Produkt stand auch schon letztes Jahr auf meiner Liste. Dem Gefühl der Freiheit bin ich allerdings auf andere Weise näher gekommen. Seit August 2016 liegt Fuck Lucky Go Happy in meiner alleinigen Verantwortung. Das ist ein gutes Gefühl und macht nun auch Raum für neues. Vielleicht besagtes Online-Produkt.

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