Ich muss erstmal einen „Rave Dave“ im Smoothie Laden von Nebenan trinken, um darüber hinwegzukommen, dass mein Mitbewohner schon wieder tote Tiere in unserer gemeinsamen Küche angebraten hat. Ich kann den Geruch nicht vertragen. Mir wird schlecht. Ganz abgesehen von der Angstenergie, die jetzt in der Küche und an den Pfannen klebt… eines Tages wenn ich alleine umgeben von Heilsteinen, Pflanzen und guten Vibes in der Wohnung lebe, werde ich all diese Pfannen entsorgen. In der Zwischenzeit muss ich mich damit begnügen Reißaus zu nehmen, um mein Essen in einem der veganen Restaurants im Prenzlauer Berg zu verspeisen.

Für viele mag so eine Story lustig oder absurd klingen. Für mich ist sie der volle Ernst.

Ich bin ein Einhorn, hochsensibel und noch dazu Yoga süchtig. Was soll ich sagen? Sehen wir der Sache ins Gesicht, ich hebe zwischendurch gerne mal ab. Und ich glaube damit bin ich nicht alleine.

Es sollte eine Turban Pflicht für Yogis geben. Die Kundalinis machen das schon ganz richtig. Mit dem Schaffell unter dem Po und dem Turban auf dem Kopf bleibt die Energie nämlich da, wo sie hin soll. In unserem Körper in unserer Mitte, die uns stark macht und mit beiden Beinen auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Sorry, wenn ich deinen Helium Luftballon zum platzen bringe, aber du gehörst einfach mal hier runter auf den Planeten Erde.

4 Tipps wie du dich erden kannst

Ich habe für mich herausgefunden, dass es mir einfach besser geht, wenn ich mich zwischendurch immer wieder mal erde. Deshalb habe ich fleißig zum Thema „Earthing“ – ja, das ist offensichtlich fast schon ein Trend – recherchiert und ausprobiert. Diese Tools funktionieren bei mir. Und vielleicht auch bei dir. Teste sie doch einfach mal!

1. Eine erdige Yogapraxis

Richte Deine Yogapraxis so aus, dass die Energie nicht nur nach oben steigt, sondern in deinem Körper zirkuliert. Wenn Du ohnehin zum Abheben neigst oder hochsensibel bist, dann konzentriere dich bei deiner Praxis auf die Übungen, die einen guten Kontakt zur Erde herstellen und lass alle Übungen bei denen deine Füße zu lange den Bodenkontakt verlieren getrost mal aus. Lies dazu auch gerne meinen Text über Yoga für hochsensible Menschen. Und es muss ja nicht gleich ein Turban sein, aber probier doch mal ein etwas breiteres Haarband aus. Vielleicht ist es dir ja angenehm.

2. Prana tanken in der Natur

Plane Zeit für regelmäßige Aufenthalte in der Natur ein. Früher hieß das „ Spazierengehen“ heute ist es als „ Prana tanken“ bekannt. Du kannst dich ganz einfach mit den Naturkräften verbinden. Schaue den Blättern bei ihrem Tanz im Wind zu und spüre dabei deinen Atem. Oder leg dich ins Gras und beobachte die kleinen Ameisen bei ihrem Treiben. Gerade jetzt wo es wärmer wird,  bietet es sich an auch mal barfuß über die Wiesen zu laufen. Die negativen Ionen der Erdoberfläche wirken positiv auf den menschlichen Körper und Geist. Wenn wir barfuß laufen, können wir uns mit dieser Energie der Erde wieder aufladen. In Spiri-Sprache heißt das  Earthing oder Grounding. Englisch natürlich, weil es besser klingt als „heilendes Erden“.

3. Raus aus der Yogabubble

Irgendwann ist auch mal gut mit Om und Shanti. Spiritualität ist überall möglich! Triff dich mit Freunden, geh ins Kino oder Essen. Wann hast du eigentlich das letzte Mal so richtig abgetanzt? Ich denke auch ein oder zwei Gläschen Rotwein tun ihr übriges zur Erdung. Hau rein!

4. In der Erde wühlen

Wenn gar nichts mehr hilft und du wirklich Angst hast, davon zu schweben, dann wühle mit den Händen in der Erde. Jetzt kommt doch die Zeit, in der man auch mal wieder den Balkon richtig schön bepflanzen kann. Kauf dir einen Sack Erde ein paar Samen und los geht’s. Pflanzen großziehen ist eine höchstspirituelle Angelegenheit.

So du liebes Zauberwesen, behalte dir deine Zartheit und deine Magie, aber verschließ nicht die Augen vor der Realität. Bewahre dir den Blick für das Wesentliche und lass sich die Kräfte von Himmel und Erde in deiner Mitte verbinden.

Ich schicke dir sonnige Grüße

Deine Milena

Fotocredit: Dominik Marten / Unsplash

 

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