Welche Yogamatte ist die beste?

Diese Frage beschäftigt mich auch nach über zehn Jahren üben noch. Ich muss sagen, es tut sich recht wenig auf dem Yogamatten-Markt. Oder besser: Es tut sich einiges, aber es gibt wenig neue Matten, die mich wirklich überzeugen.

Im großen Fuck Lucky Go Happy Yogamatten-Test habe ich ausführlich beschrieben, auf welchen Unterlagen ich mich zuhause oder im Studio am liebsten der Erleuchtung entgegenstrecke. Dort habe ich auch einige Travel Mat Modelle erwähnt, doch da die Anforderungen an eine Reiseyogamtte noch einmal ganz andere sind, musste mal ein ausführlicher Test her.

Wozu brauche ich überhaupt eine Travel Mat?

Klar, wenn du normalerweise mit Wohnmobil und Rollkoffer verreist, passt deine normale Yogamatte easy ins Gepäck. Wenn du aber wie ich mit möglichst wenig Ballast unterwegs sein willst oder deine Yogamatte im Alltag herumträgst, ist es eine gute Idee, dir eine Travel Mat anzuschaffen.

Diesen Sommer hatte ich ausreichend Gelegenheit Matten zu testen. Hier gibt es eine ausführliche Review meiner fünf Lieblings-Exemplare. Ich bin sicher, es ist auch eine für dich dabei.

Travel-Mats im Test: Das sind die besten Matten für unterwegs

Ähnlich wie bei „normalen“ Yogamatten ist es schwer, ein echtes Ranking zu machen. Für mich macht es eher Sinn, die Matten nach Zweckmäßigkeit und persönlichen Bedürfnissen einzuordnen. Der Öko&Fair-Aspekt wird in diesem Test immer mit erwähnt, den Fokus lege ich allerdings auf Funktionalität.

Folgende Kriterien sind für mich bei Reiseyogamatten wichtig.

  • Reisetauglichkeit: Gewicht, Größe, Faltbarkeit
  • Qualität: Rutschfestigkeit, Stabilität und Polsterung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Pro Kategorie vergebe ich 5 Punkte. Insgesamt kann eine Matte also maximal 15 Punkte erhalten. Dieses System soll dir helfen, die für dich passende Matte leichter zu identifizieren.

Mein Favorit: Die Yogistar Travel Sun Reisematte

Diese Matte habe ich durch Zufall entdeckt und über die Jahre hat sich herausgestellt, dass sie für meine Art des Unterwegsseins perfekt ist: Die Yogistar Travel Sun ist super-rutschfest. Wenn es staubig ist (trockene Hände) und auch wenn man ordentlich schwitzt (nasse Hände). Sie lässt sich wunderbar falten, wiegt nur 1 kg und lässt sich damit prima von A nach B transportieren. Obwohl sie nur 2 mm dick ist, ist die Polsterung okay, so dass ich keine Studiomatte unterlegen muss. Gleichzeitig ist sie stabil genug, um sich zum Beispiel im Krieger 2 nicht komisch zwischen den Füßen lang zu ziehen. Kostenpunkt: 49 Euro.

  • Reisetauglichkeit: 4 von 5 Punkten
  • Qualität: 5 von 5 Punkten
  • Preis-Leistung: 5 von 5 Punkten

Im meiner Gesamtwertung erreicht die Yogastar Travel Sun also 14 von 15 möglichen Punkten. Abzug gibt es nur, weil sie sich nicht ganz so mini zusammenfalten lässt wie ihre dünneren Schwestern. Sie ist genau das Mittelding zwischen superleichter Travel Mat und stabiler Studiomatte und erfüllt somit ziemlich viele meiner Wünsche an eine Yogamatte auf einmal.

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Klassisch gut: Die Jade Travel

Auf der Jade Travel übe ich meistens im Studio. Dort lagert sie allerdings auch. Für eine Reiseyogamatte finde ich die Jade Travel etwas schwer. Sie ist 3 mm dick und wiegt 1,6 kg. Ehrlich gesagt merke ich hinsichtlich der Qualität kaum Unterschiede zu der dickeren Jade Harmony. Die Jade-Matten sind aus gutem Grund Testsieger im großen Yogamatten-Test, weshalb ich dir die Travel Variante vor allem für Yoga-Retreats oder Urlaube, bei denen du an einem Ort bleibst, empfehle. Oder eben als Zuhause-Matte, die man auch gut mal mit wohin nehmen kann. Einziges Problem, das bei fast allen Natur-Matten auftritt: mangelnde Langlebigkeit. Kennt ihr die Jade typischen Löcher, dort wo Hände und Füße stehen? Trotzdem: Tolle Matte, die ihren Preis von 55 Euro auch wert ist.

  • Reisetauglichkeit: 3 von 5 Punkten
  • Qualität: 4 von 5 Punkten
  • Preis-Leistung: 5 von 5 Punkten

Die Matte kann perfekt für dich sein. Wenn du viel rumreist, kann die Jade Travel schnell ein schwerer Klotz im Gepäck werden. In der Gesamtwertung „Reisematte“ deshalb 12 von 15 Punkten. Punktabzug für zu viel Gewicht, weil man sie nicht so gut falten kann und mangelnde Langlebigkeit.

Mini-Mat: Die neue Jade Voyager

Vor einigen Monaten hat Jade mit der Jade Voyager ein neues Reisematten-Modell auf den Markt geschmissen. Anders als die Jade Travel ist die Voyager richtig dünn und leicht. Sie ist zusammengefaltet kaum größer als ein kleines Handtuch und passt somit wirklich in jedes Reisegepäck. Trotzdem hat sie alle Eigenschaften, die Yogis an Jade-Matten seit Jahren lieben: Öko, superrutschfest in allen Lebenslagen und hübsche Farben. Da sie so dünn ist, büßt sie natürlich an Stabilität und Polsterung ein. Da der Naturkautschuk scheinbar in Stoffgewebe eingearbeitet wurde, hält sich der „Zieh-Effekt“ in Grenzen. Mit 35 Euro finde ich den Preis okay, auch wenn davon auszugehen ist, dass die Matte kein lebenslanger Begleiter wird.

  • Reisetauglichkeit: 5 von 5 Punkten
  • Qualität: 3 von 5 Punkten
  • Preis-Leistung: 5 von 5 Punkten

Diese Matte ist für alle perfekt, die möglichst wenig Gepäck haben wollen. Da Yoga für mich so wichtig ist, nehme ich für bessere Polsterung und Komfort beim Üben gerne ein wenig mehr Gewicht in Kauf. Trotzdem: Ich bin begeistert, wie viel die Matte kann, obwohl sie so unglaublich klein und leicht ist. Deshalb 13 von 15 Punkten. Punkte lässt diese Matte bei der Qualität: Sie ist mir zu dünn und geht deshalb auch recht schnell kaputt.

Stabil und leicht: Die Lululemon Reversible Un Mat

Gerade für Menschen, die viel schwitzen, ist sind die Lululemon-Matten super. Auch die Oberfläche der dünnen Reversible Un Mat scheint den Schweiß einfach so aufzusaugen, was verhindert, dass die Yogapraxis zur Rutschpartie wird. Trockene Hände oder Staub machen die Matte leider manchmal etwas rutschig. Ich persönlich mag besonders, dass sie, obwohl so leicht, sehr stabil ist. Besagtes „Auseinander-Ziehen“, was bei Reisematten öfter passiert, kommt bei der Lululemon nicht vor. Sogar auf Gras oder im Sand bleibt sie gut in der Form. Diese Stabilität ist allerdings gleichzeitig ihr größtes Manko: Man kann sie nicht gut falten. Zumindest nicht, ohne sie auf Dauer kaputt zu machen. Und für 55 Euro sollte die Matte dann doch eine Weile halten.

  • Reisetauglichkeit: 4 von 5 Punkten
  • Qualität: 4 von 5 Punkten
  • Preis-Leistung: 4 von 5 Punkten

Mein Fazit: Die Matte ist super, um sie über Studio-Matten drüber zu legen. Ohne alles ist sie geeignet für: Hartgesottene Yogis, die viel schwitzen. In meiner Gesamtwertung hat die Matte 12 von 15 Punkten. Minus für mangelnde Faltbarkeit, Rutschen im Sand und den recht hohen Preis.

Fliegengewicht: Die Manduka EKO Superlite Travel Mat

Auf die Manduka EKO SuperLite Travel schwören einige reiselustige Yogis. Aus gutem Grund. Es war glaube ich die erste wirklich dünne, leichte und vor allem faltbare Reiseyogamatte, die man problemlos in jede Tasche stopfen konnte. Genau aus diesem Grund war sie lange mein Favoriten Modell für Reisematten, auch weil sie nachhaltig produziert ist und auf ökologische Standards geachtet wird. Es gibt nur eine Sache, die mich arg nervt: Sie ist so dünn und irgendwie gummiartig, dass sie sich immer so komisch in alle Richtungen verzieht. Auch auf festem Untergrund. Die Jade Voyager hat ihr aus meiner Sicht den Rang abgelaufen und ist noch dazu rutschfester und günstiger als das 40 Euro Leichtgewicht.

  • Reisetauglichkeit: 5 von 5 Punkten
  • Qualität: 2 von 5 Punkten
  • Preis-Leistung: 4 von 5 Punkten

Insgesamt eine gute Matte. Für mich Matten-Nerd nicht die ideale Lösung, aber für viele eine wirklich gute Matte. Das bekomme ich immer wieder zu hören. Wir jammern also auf sehr hohem Niveau. Insgesamt gibt es 11 von 15 Punkten. Abzug für diese Befindlichkeiten: Zu dünn, zu wenig stabil und ein wenig rutschig. Dafür ein bisschen zu teuer.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem persönlichen Ranking weiterhelfen. Nutze gerne die Kommentare, um deine Erfahrungen mit den anderen zu teilen. Ich bin schon gespannt!

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