In meiner anfänglichen Karriere als Yogi hatte ich oft das Gefühl, dass die Yoga-Markenmaffia hinter mir her ist. Kaum hatte ich mich während der Stunde entspannt und meinen vielbeschäftigten Geist von To-Do-Listen und quälenden Konsumgedanken geleert, erinnerte mich beim Check-Out die Stange mit der quietschbunten Yogakleidung, dass mir etwas zu meinem yogischen Glück fehlte.

Die Klamotten waren strategisch so gut drapiert, dass ich sie auch noch genauestens inspizieren konnte, wenn ich es schaffte daran vorbeizulaufen. Denn auch beim Schuhe Anziehen fiel mein Blick automatisch auf die schönen bunten Bra’s und Hosen.

Da ich zu dieser Zeit keine einhundert Euro für eine Leggings aufbringen konnte und wollte, blieb ich erst mal der Linie meines schwedischen Lieblingshandels für baumwoll-Basics treu.

Doch der Yogakleidungsdruck riss nicht ab.

Als ich anfing zu bloggen, bekam ich all die schönen Teile sogar geschenkt!

Viele Sachen sahen toll aus, waren aber so hauteng oder hoch geschnitten, dass es den Prana-Fluss ganz sicher nicht begünstigte.

Viele Bra’s waren okay, aber jetzt wo ich alles haben konnte, stellte ich fest, dass ich viele der Hosen und Labels überhaupt nicht so toll fand, wie damals als sie noch in weiter Ferne waren.

Durch das Überangebot an Yogakleidung „musste“ ich lernen, was mir wirklich gefällt und was mir wirklich wichtig ist.

Spätestens als ich Kundalini-Yoga für mich entdeckte, verabschiedete ich mich von der bunt-genormten Yogakleidungsfraktion. Bei dieser Yoga-Art trägt man nämlich ausschließlich weiß und bestenfalls Baumwollkleidung. Das begünstigt das eigene Aurafeld und das der anderen Yogis vor Ort.

Der Yogamarkt, der sich auf Vinyasa-Flow und geografische Muster eingeschossen hatte, konnte mir nichts mehr bieten. Da es für Kundalini-Yoga noch viel weniger ansprechende Kleidung gibt, wurde ich erfinderisch.

Ich entdeckte einen Laden für Tanzbedarf in Berlin-Mitte und wurde fündig. Viel Baumwolle. Und viel weiß! Und so öffnete ich meinen Yoga-Horizont immer weiter und entdeckte auch im Tanzuniversum und ganz normalen Fashion-Shops mega schöne Yogakleidung.

Kurzum: Ich entwickelte meine ganz eigenen Yogakleidungs-Vorlieben.

Meine neueste Entdeckung sind übrigens Surfbikini-Oberteile statt langweiliger Sport-BH’s.

Es gibt sogar einen Online-Shop, der sich auf meine Kleidungs-Philosophie spezialisiert hat: Tayo – Fashion For Movers. Hier gibt es alles für Leute, die sich gerne bewegen. Egal, ob das Yoga, Pilates oder eben Tanzen ist.

Super Ansatz, wie ich finde. Denn gerade Tanzkleidung eignet sich super für fast alle Yogastile.

Mein aktuelle Lieblings-Wohlfühl-Outfit ist übrigens dieses hier. Ich freue mich schon, wenn ich zurück in Deutschland bin und es mir bestellen kann!

collage

Tanz-Sweater von Mandala und Sweatpants von Beyond Yoga

Meine Yogakleidungstipps für dich

Frag dich, welche Schnitte, Farben und Stoffe du am liebsten magst. In welcher deiner Yogahosen fühlst du dich am wohlsten? Und warum? Welchen Sport-Bra trägst du am häufigsten? Und warum liegt dieses schöne Yoga-Top seit Wochen ungetragen in deinem Schrank?

Geh nach innen und schau, worin du dich wirklich wohl fühlst. Wenn die Yogamarke, die alle deine Freundinnen tragen bei dir einfach nicht gut sitzt, dann kreiere deinen eigenen Stil!

Der Vorteil daran ist, dass der nie aus der Mode kommt.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und dich selbst finden.

Sat Nam

Deine Franziska

 

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