Selten erlebst Du ein solches Wohlgefühl wie in der Endentspannung nach einer Yogastunde, richtig? Woran liegt das? Und wie kannst Du dieses Gefühl in Deinen Alltag integrieren?

Der wohlige Effekt entsteht dadurch, dass Deine Gedankenbewegung endlich mal zur Ruhe kommen. Du denkst nicht an Deine 1001 To-Dos und auch nicht daran, wie Du jetzt endlich all Deine Probleme in den Griff bekommst. Du vergleichst Dich nicht mit anderen und stellst Dich selbst nicht Frage.

Das einzige was Du tust, ist Dir Deiner Selbst gewahr zu sein. Reine Präsenz im Augenblick. Bliss!

Doch nach diesen zehn bis 15 Minuten Glücksrausch tauchst Du wieder ein in den Alltag und das Rad der Gedanken beginnt sich erneut zu drehen.

Das muss aber nicht so sein!

Drei Tipps, mit denen du den wohligen Zustand aus der Endentspannung in Deinen Alltag bringst

1. Übe Dich in Hingabe

Ishvara Pranidhana. Die Hingabe an das Göttliche ist wahrscheinlich der elementarste Baustein für Dein Gebäude aus Glück. Das heisst nicht, dass Du nichts mehr tun sollst und Deinen To-Do-Zettel weg werfen kannst, aber es bedeutet, dass Du den Druck rausnehmen kannst. Du gibst Dein Bestes und der Rest liegt sowieso nicht in Deiner Hand.

2. Bleibe bei Deinem Atem

Wann immer Du daran denkst, beobachte Deinen Atem. Das verbindet Dich sofort und ohne Umwege mit der Lebenskraft, die alles Sein verbindet. Du kannst es beim Kochen üben, in der Warteschlange beim Einkaufen und für Fortgeschrittene. Sogar während der Interaktion mit anderen Menschen.

3. Dehne Dein Bewusstsein aus

Spüre Dich in Deinem Körper bis in jede Zelle hinein. So wie Du es während der Yogapraxis und bei Savasana übst. Spüre den Kontakt zu Deiner Kleidung und den Boden unter Deinen Füßen, wenn Du zur U-Bahn gehst oder mit einer Freundin einen Spaziergang machst.

4. Arbeite mit positiven Affirmationen

Wenn Du die geistige Gegenwärtigkeit besitzt Deine inneren Monologe wahrzunehmen, dann kannst Du sie auch ändern. Wenn Du Dich dabei ertappst, wie Du Dich mit anderen vergleichst, Dich selbst kritisierst oder schlecht machst, dann sage Dir innerlich Deine persönliche power Affirmation. Das könnte so etwas sein wie : „Ich bin gut so wie ich bin!“ oder: „Ich verbinde mich mit meiner Kraft!“

Die magische Formel lautet: Hingabe +Atem + Körperbewusstsein + Affirmation = Glück = inneres Strahlen

Ja wenn das so einfach wäre! Höre ich Dich jetzt schon leise raunen. Doch glaube mir: es ist einfach! Du musst es nur konsequent üben. Damit es ein wenig einfacher für dich wird, hier ein paar Tipps.

Schwierigkeiten und Hindernisse und wie du sie umschiffst

1. Mangelnde Konsequenz oder die Essenz aus den Augen verlieren

Wir Menschen sind oft wankelmütig. Wenn wir uns etwas vornehmen, vergessen wir auf halber Strecke schon wieder warum und lassen uns von den vielen Möglichkeiten vorgaukeln, dass es vielleicht doch einen noch besseren Weg gäbe.

„Warum eigentlich Yoga? Ich sollte doch lieber tanzen gehen!“ Kennst du das von dir? Ich sage nicht, dass das grundsätzlich schlecht ist – im Gegenteil! Ich selbst picke mir ja auch oft die Rosinen aus allen möglichen Disziplinen, um sie dann zu meinem ganz Eigenen werden zu lassen.

Wichtig dabei ist nur, dass Du die Essenz, deine Intention, nicht aus den Augen verlierst. Also warum du Yoga machst oder tanzen gehst oder was auch immer.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten: es ist egal was Du praktizierst!

Wenn Du Dir die Glücksformel genauer anschaust, wirst Du merken, dass Du diese Elemente nicht nur beim Yoga findest. Körperbewusstsein in Verbindung mit dem Atem kannst Du auch beim Tanzen erlernen. Und Dein Tanz wird nur dann eine emotionale Bedeutung erlangen, wenn Du Dich hingeben kannst, an das was Dich tanzen lässt.

Die Konsequenz von der ich spreche, bezieht sich also nicht auf die äußere Form, sondern auf die innere Absicht dahinter. Egal was Du tust, wenn Du es mit Hingabe, Bewusstheit und einem guten Gefühl zu Dir selber tust, dann wir es Dich in einen Glückszustand versetzen und Dich von innen heraus strahlen lassen.

2. Ständige Berieselung mit äußeren Sinneseindrücken

In Savasana fühlen wir uns deshalb so wohl, weil wir die Sinne nach Innen richten. Dass wir das Glück nicht da Draußen finden, sondern in uns selbst ist keine neue Erkenntnis. Und trotzdem verlieren wir uns so oft in der äußeren Welt.

Es gibt viel zu tun gewiss! Aber einmal am Tag für eine halbe Stunde in die Stille gehen, ist doch eine gute Sache. Von dieser Basis aus können wir dann auch die Handlungen im Außen mit einem nach innen gerichteten Auge durchführen und verlieren so nie den Kontakt zu uns selbst.

Probier es aus! Und teile mit uns was Dir leicht fällt und wo Du noch Schwierigkeiten hast.

Alles Liebe Deine Milena

Das könnte dich auch interessieren: