Mittelmeer-Küche und Ayurveda? Geht das überhaupt?

Ayurveda-Küche orientiert sich an saisonalen und regionalen Zutaten – sie kann also je nach Jahreszeit auf jeden Fall mediterran sein. Gerade im Moment gedeihen und reifen vor unserer Haustür alle Gemüsesorten, die wir mit einem Urlaub im Süden assoziieren. Alles, was also jetzt so frisch bei unserem Gemüsehändler zu haben ist, lässt sich wunderbar in der Mittelmeer-Küche anwenden. Sogar die vollmundigen, saftigen und reif geernteten Tomaten finden jetzt Platz in deinem Ayurveda-Speiseplan.

Vegane Bolognese gegen sommermüdes Verdauungsfeuer

Im Sommer hat unser Körper wegen der ständig wechselnden Temperaturen eine Menge Balance-Arbeit zu tun. Dies wirkt sich sofort auf unser Verdauungsfeuer aus. Wir sind appetitlos, fühlen uns schnell aufgebläht, verstopft und schlapp. Zudem übersäuern wir leichter als zu anderen Jahreszeiten.

Meine neuste mediterrane Lieblingsentdeckung ist vegane Bolognese mit Jackfruit: Sie ist wirklich für jedes sommermüde Verdauungsfeuer gemacht. Zusätzlich unterstützend sind hier Rosmarin und Lorbeer. Beide sind jetzt ideal, um unsere Verdauungsleistung zu erhöhen und Ansammlungen von Luft im Bauch auszuleiten.

Natürlich kannst du anstelle der Jackfrucht auch Soja- oder Seitanfleisch verwenden, doch viele Menschen sind im Sommer und speziell zu Abend mit Seitan- oder Sojaprodukten überfordert. Vor allem Soja wirkt im Sommer sehr sauer und erhitzend und führt schnell zu Luftansammlungen im Bauch.

Woher bekomme ich Jackfruit?

Jackfruit gibt es frisch in jedem Asialaden, aber inzwischen auch in größeren Bioläden – für die schnelle Küche kannst du auch auf Jackfruit aus der Dose zurückgreifen (ungesüßt und ohne Zusatzstoffe). Alternativ funktioniert das Rezept auch mit abgepackten Jackfruitschnetzeln, zum Beispiel von Govinda.

Dein Bolognese-Rezept

Für die Soße (2-3 Portionen)

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Rosmarin oder Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 600 g frische Strauchtomaten
  • 1 Handvoll kernlose Trauben
  • 2 Karotten
  • 2 Stiele Stangensellerie
  • Salz und viel Pfeffer
  • Etwas frischer Basilikum
  • 250 g frische Jackfruit
  • oder 1 Dose Biojackfruit (225 g)
  • oder 1 Packung Jackfruitschnetzel von Govinda
  • oder 125 g Sojaschnetzel, fein
  • ggf. etwas Gemüsebrühe, je nach Geschmack

Zubereitung der Soße

Frische Jackfruit: Jackfruit halbieren, Fruchtfleisch herausholen und ca 15 Minuten mit etwas Kurkuma und Salz kochen.

Biojackfruit aus der Dose: Jackfruit spülen, abtropfen und fein hacken.

Jackfruitschnetzel-Mischung: nach Packungsbeilage zubereiten.

Sojaschnetzel: Weiche sie für 5 Minuten mit etwas Gemüsebrühe in frisch gekochtem Wasser ein, dann abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Karotten schälen und fein würfeln. Tomaten waschen und vierteln. Stangensellerie hacken, Weintrauben waschen und halbieren.

Fett vorsichtig in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch kurz andünsten. Dann Karotten, Sellerie, Lorbeerblätter und Rosmarin dazu geben und etwas anbraten.

Dann gekochte/gehackte Jackfruit / Jackfruitschnetzel / Sojaschnetzel in die Pfanne geben und ungefähr fünf Minuten anbraten. Anschließend die Tomaten und Trauben dazu geben und abgedeckt (!) für 10 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten und Trauben sollen schön ihren Saft ablassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frischen Basilikum zupfen und darüber streuen. Richtig lecker wird es mit veganem Parmesan.

Veganer Parmesan

Für den veganen Parmesan habe ich 1 Handvoll Cashewnüsse ohne Fett kurz in der Pfanne geröstet, dann fein gehackt, mit 1-2 EL Hefeflocken und etwas Salz vermengt. Fertig.

Als Pasta habe ich Buchweizen-Spaghetti genommen.

Buon appetito!

Deine Julia

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