Der irgendwie gefühlt nicht dagewesene oder einfach zu kurze Berliner Sommer neigt sich seinem offiziellen Ende zu. Trotzdem bleibt die Hoffnung, jetzt noch ein paar Tage lang die intensiven Spätsommersonnenstrahlen tanken zu können. Und: die Früchte des Sommers zu ernten!

Die Gelb- und Rottöne gewinnen langsam aber sicher die Oberhand da draußen. Mich haben diese Farbtöne zu einem Rezept inspiriert, das dir die Früchte und die Wärme des Orients zusammen mit einer Extraportion pflanzlichem Protein zum Frühstück serviert.

1001 Morgen statt 1001 Nacht

Neben frischen Feigen, Mohnsamen und Zimt bringen vor allem die aktuell erhältlichen frischen Datteln die Morgenlandstimmung in deine Frühstücksschüssel.

Ehrlich gesagt hatte  ich lange nicht auf dem Schirm, dass es ja von der getrockneten Variante der Dattel wohl auch eine frische geben muss. Bis ich letzten September mit meinem neugeborenen Sohn beim türkischen Händler meines Vertrauens stand und er fragte:

„Isst du auch frische Datteln?“

Er erzählte mir wie ein Geschichtenerzähler auf einem arabischen Markt, dass Datteln für frischgebackene Mamas ein absolutes Must-Have seien; das Baby bekäme dann besonders gute Milch. Das mit der Muttermilch ist jetzt nicht für alle interessant, aber: Nicht ohne Grund gehörten Datteln auch schon immer mit zum Proviant der Nomaden.

Datteln sind wahre Powerpakete

Sie enthalten Mineralien, vor allem Kalium und Magnesium sowie viele Vitamine, vor allem B-Vitamine. Frische Datteln haben dabei nur noch nicht so viel Zucker wie ihre getrockneten Brüder und Schwestern. Sie sind fest, prall, gelb, angenehm süß und du findest sie, wie auch frische Feigen, momentan vor allem beim türkischen oder arabischen Lebensmittelhändler. Saison haben sie in der frischen Variante nämlich ab September.

Feigen tragen noch eine extra Portion Kalium und Magnesium bei, wirken genau wie der Zimt verdauungsfördernd und schmecken einfach herrlich! Die Haferflocken und Cashewnüsse bringen gute pflanzliche Eiweiße in die Schüssel. Und Mohnsamen? Machen high. Nein, nicht ganz. Sie enthalten viel Eisen, Calcium, Kalium und Magnesium und diese Stoffe können zum Schutz von Herz, Gehirn und Muskeln beitragen. Gute Sache! Eine super Idee ist es auch, Mohnsamen, Getreideflocken und Cashewnüsse zusammen zu essen, denn durch die Kombination ihrer unterschiedlichen Aminosäurenprofile kann der Körper das in den genannten Quellen enthaltene Eiweiß besser verwerten.

Für eine Portion  brauchst du:

  • 3-4 EL Getreideflocken deiner Wahl (z.B. Haferflocken)
  • 150-250 ml Cashewmilch (je nachdem welche Konsistenz dein Porridge haben soll)
  • 1 Handvoll Cashewnüsse
  • 1 TL Mohnsamen
  • 1 frische Feige
  • 4-5 frische Datteln
  • 1 Prise Zimt und Vanille

Zubereitung:

Weiche die Flocken gemeinsam mit den Gewürzen schon am Vorabend in der Nussmilch ein oder übergieße sie am Morgen einfach mit lauwarmer Milch und lasse sie etwas quellen.

Datteln und Feige waschen. Die Feige schneidest du in dünne Spalten. Die Datteln halbierst du zuerst, um sie zu entsteinen. Dann kannst du sie ebenfalls in dünne Spalten schneiden. Anschließend gibst du die Früchte, Cashewnüsse und Mohnsamen mit in die Schüssel und vermengst alles miteinander. Voilà.

Du kannst statt Cashewmilch und Cashewnüssen zum Beispiel auch Mandelmilch und Mandeln verwenden oder eben die Milch deiner Wahl. Ich mag hier Cashewmilch sehr gerne, da sie noch eine schöne leichte Süße mitbringt.

Wenn du keine frischen Datteln finden kannst, dann passt geschmacklich auch eine reife Birne sehr gut dazu.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Deine Verena

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