Hallo. Ich bin 26 Jahre alt, männlich und spirituell.

Ich glaube, dass wir alle auf dieser Welt sind, um uns immer mehr in Richtung bedingungsloser Liebe zu entwickeln. Und ich glaube, dass wir dabei nichts anderes sind als Energie in menschlicher Form, die das anzieht, was sie denkt und fühlt.

Schockiert? Oder zumindest überrascht?

So geht es zumindest vielen Frauen, denen ich auf diversen Retreats oder Workshops begegne. Meist stecken sie gerade in der guten alten Midlife-Crisis und wollen ihr Leben nun spirituell grundsanieren. „Du hast vielleicht ein Glück“, lächeln sie mich dann mütterlich an und weisen darauf hin, dass mir durch die frühe Berührung mit spirituellen Themen im Leben viel erspart bleiben würde. Und dass ich dabei auch noch ein Mann bin, verdient meist eine extra Portion Lächeln.

Abgesehen vom Klischeedenken, das dieser positiven Prophezeiung zu Grunde liegt, haben sie im Kern ziemlich recht. Lucky me! Ganz ehrlich. Kindheit, Jugend, Uni und der erste ernsthafte Beziehungsschmerz, der all das desillusionierte, was man sich in seiner Walt Disney-Bubble als Kind so romantisch ausgemalt hatte – all das mit seinen Höhen und Tiefen war genug, um zu erwachen. Um zu realisieren, dass man sich langfristig aus den Ketten der Selbstmanipulationen, destruktiver Konditionierungen und Glaubenssätze befreien müsse, in die einen das Leben geschnürt hat. Oder besser gesagt, in die wir uns selber geschnürt haben, aus der Angst heraus, sonst nicht als gut genug und liebenswert empfunden zu werden. Ja, lucky me, dass mir mein spirituelles Männerherz bereits in jungen Jahren einen Weg abverlangt, der mich zu dem führt, was ich wirklich bin.

Spiritueller Lifestyle ist längst in der Mitte der Gesellschaft angelangt. Er findet hauptsächlich bei Frauen großen Anklang, die sich tendenziell mehr persönlichen Raum für die Beschäftigung mit dem eigenen Gefühlsleben zugestehen.

Schade eigentlich, dass die spirituelle Emanzipation der Männer noch recht zögerlich voranschreitet.

Denn seien wir mal ehrlich: An das Rollenbild vom testosterongesteuerten Karriere-Hengst, der mit gestähltem Sixpack jederzeit seinen Mann steht, glauben doch die Redakteure gewisser Männer-Magazine längst selber nicht mehr. Jedoch gilt genau dies für viele Männer unterbewusst nach wie vor als idealisiertes Selbstbild, das sie wider ihrer wahren Natur zu erfüllen versuchen. Überschattet von starren Stereotypen, die dem Zeitgeist nicht mehr gerecht werden, muss sich die Identität der Männer langfristig neu erfinden:

Es ist hier an der Zeit, im Kollektiv zu erwachen, aus alten Mustern auszubrechen und zu erforschen, was man ist und was man sein will – in voller Konsequenz und mit allen zugehörigen Emotionen.

In meiner Kolumne will ich ein bisschen wachrütteln, ja ebenfalls einen Beitrag dazu leisten, Menschen zu einem Leben à la „Fuck Lucky Go Happy“ zu inspirieren. Und dabei macht es durchaus Sinn, manche Themen aus spiritueller Männersicht zu beleuchten, um für uns alle vielleicht den einen oder anderen Aha-Moment auszulösen. Denn so sehr sie unser vom Ego sorgsam gepflegtes Weltbild auch manchmal auf den Kopf stellen, führen uns diese Aha-Momente doch Stück für Stück genau dahin, wo wir tief im Herzen hinwollen: Zu einem selbstbestimmteren Alltag mit mehr bedingungsloser Liebe, Freiheit und Seelenfrieden. „Fuck Lucky Go Happy“ eben.

Mehr von mir und all dem, was mein Herz bewegt, findet ihr bald auf meinem spirituellen Hipster-Hippie-Naturburschen-Blog www.seelenrave.de. Bis dahin versorgt euch meine Facebook-Seite mit der alltäglichen Ration Männerspiritualität für zwischendurch … mit sexy Texten, Bildern, ganz viel (chakragereinigtem) Herz und Liebe für euch.