Da ist er, der Diät-Kanon. Vor wenigen Wochen noch haben uns Brigitte und Co. mit Rezeptbeilagen zum Kochen, Backen und Essen animiert. Köstliche Photos von noch köstlicheren Gerichten. Pünktlich zum Januar wird’s auf einmal rauh in der Illustrierten-Welt. Was vorher rauf sollte, soll ganz schnell wieder runter.

Im Ayurveda geht es – zum Glück – nie ums Kalorienzählen! Kalorienzählen macht den Kopf voll, und hilft leider gar nicht dabei,  eine intuitive Verbindung zwischen Kopf und Körper herzustellen. Eine Verbindung zu deinem Bauch ist unsagbar wichtig, damit du dich voll und ganzheitlich ernähren kannst.

Auf die Intuition zu hören, ist der beste Neujahrs-Vorsatz

Unser Bauch, beziehungsweise unser Verdauungssystem stellt sich jetzt langsam auf den Spätwinter ein. Während wir im Dezember noch Lust auf viel Süßes hatten, ändert sich das im Januar radikal. 

Zwar brauchen wir weiterhin schwere, auch fettige Nahrung. Aber der süße, aufbauende Geschmack tritt jetzt in den Hintergrund. Wir haben mehr Appetit auf salziges, leicht saures und bitteres Essen. Unsere Bedürfnisse ändern sich im Wandel der Jahreszeiten. Auch im Spätwinter. So reguliert sich unser Gewicht zum März hin meist von alleine.

Falls du über die Weihnachtstage wirklich viel gegessen hast, oder dich nach den Feiertagen satt und träge fühlst, dann sollest du genau jetzt auf deinen Bauch vertrauen. Was jetzt richtig gut für dich ist, ist ein spätwinterlicher Detox-Schub. Mit herzhaftem, proteinreichem, leicht bitterem Essen. So kannst du  energiegeladen ins Neue Jahr starten und entspannt durch den zweiten Teil des Winters kommen.

Zum Beispiel mit dieser Glow-Bowl. In der findest du ein Linsen-Walnuß-Crumble, direkt neben Basmati-Wildreis und einem Detox Kale-Süßkartoffelsalat aus dem Ofen.

Protein-Boost und Omega-3-Kick in supereinfach und superbekömmlich.

Rezept Glow-Bowl: So geht’s

glow-bowl kale-salat linsen-crumble no 1 copyright by julia wunderlich

Deine Spät-Winter Glow-Bowl.

(für 4 Portionen)

Für den Kale-Salat

  • 2 Hände Grünkohl
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 Stück Ingwer
  • 1/2 Charlotte
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 4 El Olivenöl

Für das Linsen-Crumble

  • 200 g Gourmet-Berglinsen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Hand Walnußkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • frischen Salbei

Den Backofen vorheizen.

Linsen. Die Linsen mit der doppelten Menge Wasser und einem Teelöffel Kreuzkümmel zum kochen bringen. So lange köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist und die Linsen gar sind.

Währen die Linsen kochen, Walnüsse, Knoblauchzehe, ein Stück Ingwer, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in einen Mixer geben und fein zerkleinern. Die gekochten Linsen in den Mixer geben und leicht anmixen, mit der Masse gut vermengen und noch mal mit Salz abschmecken. Mit frisch gehacktem Salbei garnieren.

Ofensalat. Süßkartoffel, Schalotte und Ingwer schälen und würfeln. Die drei Zutaten in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Kurkuma vermengen. Mit 2 EL Öl begießen, nochmal vermengen und auf ein Backblech geben. Dabei die eine Hälfte des Bleches frei lassen. Jetzt kannst du das Blech in den Ofen geben und die Süßkartoffel bei mittlerer Hitze backen.

Dann hackst du den Grünkohl in mundgerechte Stücke und vermengst auch ihn in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Nach zehn Minuten Backzeit gibst du den Grünkohl auf die leere Blechseite neben den Süßkartoffeln. Nach weiteren zehn Minuten müsste der Grünkohl kross sein und die Süßkartoffel schön gar und knusprig. Vermenge beides in einer Schüssel. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Fertig.

Reis. Die Basmati-Wildreis-Mischung nach Packungsangabe kochen.

Wenn du eher ein Kapha-Typ bist, sollest du im Spätwinter eher scharf als salzig essen und kannst die Glow-Bowl mit etwas Chilie oder einer extra Portion schwarzem Pfeffer auf dich anpassen.

Guten Appetit und einen wunderbaren Start ins neue Jahr!

Deine Julia

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In den Genuss von Julias Kochkünsten, kommst du übrigens, wenn du bei der Pancha Karma bei Society of Friends mit machst.